28.03.2013 21:51

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MÄRKTE USA/Wall Street schließt auf neuen Rekordhochs


   Trotz enttäuschender US-Konjunkturdaten haben sich die Aktienkurse an der Wall Street mit Aufschlägen in das Osterwochenende verabschiedet und dabei auf neuen Rekordhochs geschlossen. Die Aktien folgten dem Euro nach oben, wie Händler sagen. Die Gemeinschaftswährung wiederum machte Boden gut, nachdem die Wiedereröffnung der zyprischen Banken ohne Zwischenfälle vonstatten gegangen ist.

   Die Banken auf Zypern waren fast zwei Wochen geschlossen gewesen, um eine Kapitalflucht zu verhindern. Das Rettungspaket, auf das sich das Land mit der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalen Währungsfonds nach zähen Verhandlungen einigte, schließt die Beteiligung von Bankeinlagen ein. Bei den Bankkunden stieß dies auf wenig Gegenliebe. Mit der Wiedereröffnung der Geldinstitute traten strenge Kapitalverkehrskontrollen in Kraft, die mindestens eine Woche lang gelten sollen.

   Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent auf 14.579 Punkte und markierte damit auf Schlusskursbasis ein Rekordhoch. Das Verlaufshoch von 14.585 Punkten bedeutete ebenfalls einen neuen Rekord. Der S&P-500 legte um 0,4 Prozent auf 1.569 Punkte zu und überstieg damit den bisherigen Rekordschlussstand von 1.565 Punkten aus dem Oktober 2007. Bis zum Verlaufsrekordhoch bei 1.576 hat der Index jedoch noch etwas Luft. Der Nasdaq-Composite rückte um 0,3 Prozent auf 3.268 Punkte vor.

   Die Umsätze waren trotz der verkürzten Handelswoche mit 0,89 (Mittwoch: 0,60) Milliarden Aktien recht lebhaft. Auf 1.898 Kursgewinner kamen 1.137 -verlierer, während 118 Titel unverändert schlossen. Am Karfreitag bleiben die US-Finanzmärkte geschlossen. Der Handel wird am Montag wieder aufgenommen.

   Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und die Revision der BIP-Daten zum vierten Quartal fielen etwas schwächer als vorhergesagt aus. Auch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago verfehlte die Erwartungen. Trotzdem herrschte Zuversicht, dass die US-Wirtschaft auf Erholungskurs ist. Gestützt wurde diese Hoffnung von der OECD. Die Organisation vertritt die Auffassung, dass die Wirtschaft der wichtigsten Industrieländer zu Jahresbeginn auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist. Getragen werde das Wachstum von den USA, deren Wirtschaft in den ersten zwei Quartalen um 3,5 bzw. 2,0 Prozent wachsen soll.

   Unbeeindruckt zeigten sich die US-Märkte von den jüngsten politischen Entwicklungen in Italien. Dort ist der Chef des Mitte-Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, mit der Regierungsbildung gescheitert. Die Gespräche mit den anderen Parteien hätten zu keinem Ergebnis geführt, sagte er am Abend nach einem Treffen mit Staatschef Giorgio Napolitano, der ihm den Auftrag zur Regierungsbildung am vergangenen Freitag erteilt hatte.

   Der Euro eroberte die Marke von 1,28 Dollar zurück und kostete im späten US-Geschäft rund 1,2820 Dollar. Hier würden Leerpositionen eingedeckt, sagten Händler. Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen wenig verändert, nachdem die Auktion siebenjähriger Notes auf geringes Interesse gestoßen war. Zehnjährige Treasurys rentierten mit 1,85 Prozent. Am Mittwoch hatten die US-Anleihen von der Flucht der Anleger in sichere Häfen profitiert. Der Anleihehandel endete am Donnerstag wegen des bevorstehenden Osterwochenendes schon zwei Stunden früher.

   Auch Gold stand nicht mehr so sehr in der Gunst der Anleger. Die Feinunze gab um 0,7 Prozent auf 1.594,80 Dollar nach, nachdem am Vortag noch 1.605 Dollar gezahlt worden waren. Der WTI-Ölpreis stieg im Gefolge der Aktienmärkte um 0,7 Prozent bzw 0,65 Dollar auf 97,23 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent verteuerte sich um 0,3 Prozent bzw 0,33 Dollar auf 110,02 Dollar.

   Apple-Aktien reagierten mit einem Kursverlust von 2,0 Prozent auf Berichte, laut denen das Unternehmen im zweiten Quartal nur noch zehn Millionen Exemplare des iPad mini ausliefern wird. Zuvor waren es zwölf Millionen. Zum einen bereite Apple die Markteinführung des iPad mini der neuen Generation im dritten Quartal vor, zum anderen erwachse dem Unternehmen Konkurrenz aus dem 7-Zoll-Android-Tablet.

   Aktien von Blackberry hatten zunächst deutlich zugelegt, nachdem das Unternehmen für das vierte Geschäftsquartal überraschend einen Gewinn ausgewiesen hatte. Analysten hatten einen Verlust erwartet. Kurz vor Handelsschluss drehten die Aktien aber ins Minus und schlossen um 0,8 Prozent niedriger.

   Der Kurs von Biogen Idec stieg um 5,4 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Multiple-Sklerose-Medikament des Biotechnologieunternehmens die Marktzulassung erteilt.

   Die Aktien von MetroPCS legten um 3,5 Prozent zu. Das Unternehmen hatte eine Warnung des Institutional Shareholder Services (ISS) vor dem Zusammenschluss mit T-Mobile USA als unberechtigt zurückgewiesen.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 14.578,54 0,36 52,38 S&P-500 1.569,19 0,41 6,34 Nasdaq-Comp. 3.267,52 0,34 11,00 Nasdaq-100 2.818,69 0,31 8,71

KUPON Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/4% 2-year 100 flat 0,250% flat 3/8% 3-Year 100 2/32 flat 0,354% flat 3/4% 5-year 99 29/32 dn 1/32 0,769% +0,7BP 1 1/4% 7-Year 100 7/32 dn 2/32 1,217% +1,0BP 2% 10-year 101 10/32 flat 1,852% flat 3 1/8% 30-year 100 13/32 dn 7/32 3,104% +1,1BP

DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 7.47 Uhr Mi, 17.45 Uhr EUR/USD 1,2818 0,15% 1,2799 1,2777 EUR/JPY 120,6579 0,11% 120,5306 120,6349 EUR/CHF 1,2169 -0,15% 1,2187 1,2185 USD/JPY 94,1290 -0,03% 94,1540 94,4125 GBP/USD 1,5195 0,35% 1,5142 1,5116 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/DJN/cln

   (END) Dow Jones Newswires

   March 28, 2013 16:21 ET (20:21 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 21 PM EDT 03-28-13

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