13.07.2012 13:23
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des "Tag des Meeres" geschlossen.

   +++++ MÄRKTE AKTUELL (12.47 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.550,50 +0,50% S&P-500-Future 1.334,70 +0,41% Euro-Stoxx-50 2.240,70 +0,57% Stoxx-50 2.425,93 +0,62% DAX 6.494,88 +1,18% FTSE 5.649,86 +0,74% CAC 3.154,39 +0,61% Nikkei-225 8.724,12 +0,05% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 145,08 +23 +++++ AUSBLICK Aktien USA +++++

   Die US-Aktien werden zum Handelsstart im Plus erwartet, gestützt von den wie erwartet ausgefallenen Daten zum Wirtschaftswachstum in China, sagt David Morrison von GFT. Er verweist vor allem auf Daten der US-Bank J.P.Morgan, die noch vor Börsenbeginn vorgelegt werden sollen. "Die Anleger werden auf neue Nachrichten zum Verlust der Londoner Handelssparte achten. Es wird erwartet, dass dieser sich nicht mehr auf 2 sondern auf fünf bis sechs Milliarden Dollar beläuft", sagt Morrison.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):

   13:00 J.P. Morgan Chase & Co, Ergebnis 2Q (0,78)

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

- US 14:30 Erzeugerpreise Juni PROGNOSE: -0,3% gg Vm zuvor: -1,0% gg Vm Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,2% gg Vm

15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan Juli (1. Umfrage) PROGNOSE: 73,5 zuvor: 73,2 +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Nach den chinesischen Konjunkturdaten treibt auch eine günstig verlaufene Anleihen-Auktion in Italien die Aktienbörsen nach oben. Die Märkte reagieren erleichtert auf die gute Nachfrage nach neuen dreijährigen italienischen Papieren. Der Markt hatte Gegenwind befürchtet, weil die Rating-Agentur Moody´s die Note für die Kreditwürdigkeit Italiens um zwei Punkte gesenkt hat. Nach der Auktion ging die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen auf 5,89 Prozent zurück, nachdem sie am Morgen wegen der Abstufung noch auf über 6 Prozent gestiegen war. Auch die Kurse italienischer Banken legen nun etwas zu.

   Bereits am Morgen hatten Konjunkturdaten aus China die Sorgen um die Eurozone in den Hintergrund gedrängt. "Die Kombination aus langsamerem Wachstum und nachlassender Inflation deutet auf eine lockerere Geldpolitik in China hin", sagt Frances Cheung von der Credit Agricole. Das chinesische Wirtschaftswachstum ist zwar im zweiten Quartal erneut gesunken, hat aber die Konsensschätzungen erfüllt. "Insgesamt sind die Zahlen aus China in Ordnung", sagt ein Stratege. Die Flüsterschätzungen in den USA seien schwächer gewesen als die nun veröffentlichten Daten.

   Auch der Euro profitiert von der höheren Risikobereitschaft der Anleger, die Gemeinschaftswährung legt wieder eng an der Marke von 1,22 US-Dollar.

   An den Börsen sind besonders Medien- und Telekommunikationsaktien gefragt. Die beiden Branchen-Indizes legen jeweils knapp 2 Prozent. Zu den Telekom-Aktien hat sich die Credit Suisse positiv geäußert. Deutsche Telekom, France Telecom und BT Group gewinnen alle etwa 3,5 Prozent. Schwächster Sektor sind die Automobil-Aktien.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.32 Uhr Do, 17.50 Uhr EUR/USD 1,2205 0,02% 1,2202 1,2206 EUR/JPY 96,7070 0,01% 96,6959 96,7752 EUR/CHF 1,2009 0,00% 1,2009 1,2007 USD/JPY 79,2270 -0,01% 79,2350 79,2885 GBP/USD 1,5447 0,05% 1,5439 1,5429 +++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Die Aktienbörsen in Asien haben sich zum Wochenschluss von frühen Verlusten erholt und damit die von China vorgelegten Wachstumszahlen zum zweiten Quartal gefeiert. Zwar ist das chinesische BIP das sechste Quartal infolge rückläufig gewesen und der Zuwachs auf Jahressicht von 7,6 Prozent fiel so niedrig aus wie seit 2009 nicht mehr. Aber zumindest habe es im Rahmen der Erwartungen gelegen und nicht wie von vielen befürchtet darunter, erklärten Händler. Etwas negativ wirkte dagegen die Ratingabstufung Italiens durch Moody's um zwei Noten, die damit allerdings nur den Wettbewerbern Fitch und Standard & Poor's folgte.

   In Tokio schloss der Nikkei-225 nach einem volatilen Handelsverlauf 0,1 Prozent fester bei 8.725 Punkten und damit zum ersten Mal seit einer Woche wieder im Plus. Im Vorfeld des Feiertags am Montag seien viele Anleger an die Seitenlinie getreten und hätten Positionen glattgestellt, sagten Händler. Das habe sich auch in niedrigen Umsätzen gespiegelt. Die Leitindizes in Hongkong und Australien kletterten jeweils um rund 0,4 Prozent nach oben, während der Kospi in Seoul mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent am stärksten anzog. Lediglich am chinesischen Festland wollte keine rechte Freunde aufkommen, hier ging der Schanghai-Composite knapp behauptet aus dem Handel.

   +++++ CREDIT +++++

   Die Herunterstufung der Bonität Italiens hat den Anleihemarkt kaum belastet. In der Folge steigen die Renditen für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren um 11 Basispunkte auf glatt 6 Prozent. Die Kreditausfallversicherung mit einer Laufzeit von fünf Jahren verteuern sich um 15 Bp auf nun 525 Bp. Eine Auktion von neuen Anleihen verlief nach Einschätzung eines Händler ohne Probleme, der Schuldner konnte mit 5,25 Milliarden Euro das Maximum der zuvor genannten Spanne am Kapitalmarkt aufnehmen.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR

   Munich Re: Drittel der üblichen Schäden durch Naturkatastrophen

   Die Natur gönnt der Versicherungsbranche eine Verschnaufpause: Nach dem bislang teuersten Jahr in der Geschichte kommt sie im ersten Halbjahr 2012 vergleichsweise billig davon. Die Schäden durch Naturkatastrophen summierten sich bis Ende Juni laut Munich Re weltweit auf lediglich rund 26 Milliarden US-Dollar, das ist rund ein Drittel der durchschnittlichen Schadenssumme in den vergangenen Jahren. Für gut 12 Milliarden davon müssen Versicherer aufkommen.

   Volkswagens Konzernabsatz steigt von Januar bis Juni weiter

   Volkswagen hat den Absatz im Juni konzernweit erneut deutlich gesteigert. Insgesamt lieferte der Autokonzern 798.500 Fahrzeuge an die Kunden aus, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie die Volkswagen AG mitteilte. Im ersten Halbjahr legten die Verkaufszahlen um 8,9 Prozent auf 4,45 Millionen Autos zu. In den Zahlen sind die Absätze von VWs Lkw-Töchtern Scania und MAN nicht enthalten.

   Moody's überprüft Peugeot-Rating "Ba1" auf mögliche Abstufung

   Die Ratingagentur Moody's stellt die Bonitätsnote "Ba1" für den französischen Automobilkonzern Peugeot auf den Prüfstand. Die bereits schwache Kapazitätsauslastung der Werke in Europa habe sich im ersten Halbjahr 2012 weiter verschlechtert, begründete die Agentur den Schritt. Dies habe dazu geführt, dass der Konzern seit Mitte 2011 200 Millionen Euro pro Monat verbrennt. Die Finanzkennzahlen dürften sich im Laufe des Jahres weiter verschlechtern.

   Procter & Gamble gerät ins Fadenkreuz eines Hedge-Fonds

   Dem Management des US-Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble stehen stürmische Zeiten ins Haus. Der Multi ist ins Fadenkreuz des unbequemen Großinvestors William Ackman und dessen Hedgefonds Pershing Square geraten, der sich für rund 2 Milliarden US-Dollar beim Traditionskonzern eingekauft hat. Jetzt dürften erhebliche Änderungsvorschläge an die Unternehmensführung auf die Agenda kommen. Einschnitte im Board und bei der Strategie sind nicht mehr ausgeschlossen.

   Vontobel will aus BB Biotech einen Fonds machen

   Die schweizerische Bank Vontobel plant einen radikalen Angriff auf das Geschäftsmodell der Beteiligungsgesellschaft BB Biotech - ohne es entscheidend zu ändern. Die Schweizer schlagen dem Biotechunternehmen vor, es zu übernehmen und in einen Fonds umzuwandeln. Dies soll den Aktionären einen deutlichen Ertrag bescheren.

=== DJG/reh

   (END) Dow Jones Newswires

   July 13, 2012 06:52 ET (10:52 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 52 AM EDT 07-13-12

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