Nach dem Nationalfeiertag weisen die US-Futures auf einen kaum veränderten Handelsstart an der Wall Street hin. Im Blick stehen die Entscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank. "Die Bank of England tritt als erste auf und die meisten Volkswirte erwarten angesichts zuletzt schwacher Konjunkturdaten weitere geldpolitische Lockerungen, die sich in der Höhe zwischen 50 und 75 Milliarden Euro bewegen dürften", sagt Chris Beauchamp, Analyst bei IG Index. EZB-Chef Mario Draghi wird mit wohl mit einer Zinssenkung folgen. "Andere Überraschungen werden nicht erwartet, aber Draghi hat uns schon früher auf dem falschen Fuss erwischt", fügt er hinzu.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++
-US 14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Juni Beschäftigung privater Sektor PROGNOSE: +108.000 Stellen zuvor: +133.000 Stellen14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: -1.000 auf 385.000 zuvor: -6.000 auf 386.000
16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni PROGNOSE: 53,0 Punkte zuvor: 53,7 Punkte
17:00 DoE, Rohöllagerbestände (Woche) +++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++
An den Finanzmärkten herrscht gespannte Ruhe vor den Entscheidungen der Notenbanken. Der Fokus ist auf die Sitzung der EZB gerichtet. Doch immerhin treten die Aktienkurse mittlerweile nicht mehr auf der Stelle, sondern legen erneut leicht zu. Die erste Auktion spanischer Anleihen nach den Gipfelbeschlüssen ist recht problemlos verlaufen und stützt das Sentiment etwas. Am Nachmittag könnten dann neben den mit Spannung erwarteten Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi auch noch die ADP-Arbeitsmarktdaten für Impulse sorgen. Sie sind eine erste Indikation für die zum Wochenausklang erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktdaten.
Nach vier Tagen in erwartungsvoller Haltung und mit meist steigenden Aktienkursen hoffen die Finanzmärkte auf die Erlösung durch die Notenbanken. Anders als an den Tagen zuvor fördern Gespräche mit Aktienhändlern aber eher Pessimismus zutage: Anleger hätten in den vergangenen Tagen "schon mehr als die von Ökonomen erwartete Zinssenkung von 25 Basispunkten eingepreist". Noch höher gesteckte Erwartungen - beispielsweise deutliche Hinweise der EZB darauf, erneut die Anleihen schuldengeplagter Staaten der Euro-Peripherie aufzukaufen - dürften aber kaum erfüllt werden, heißt es im Handel.
Der Euro notiert nur noch knapp über der Marke von 1,25 Dollar und damit eher am unteren Rand seiner jüngsten Spanne. Händler sprechen von einem von Nervosität und Zurückhaltung geprägten Geschäft. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte sei bereits eingepreist, so dass die Marktreaktion am Donnerstag begrenzt ausfallen könnte, bemerkt Analystin Sumino Kamei von der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. Am Anleihemarkt steigen die Renditen der spanischen und italienischen Anleihen weiter.
Am Aktienmarkt sorgt die Übernahme des restlichen Porsche-Anteils durch VW für positiven Gesprächsstoff. Für allem der Kurs der Wolfsburger legt zu und gewinnt 6,3 Prozent. Porsche kommen von ihren deutlicheren Aufschlägen wieder zurück und gewinnen 0,5 Prozent. Der Index der Autowerte ist mit einem Plus von 2,3 Prozent bislang mit Abstand Tagessieger.
Der Stoxx-600-Sektor Basic Materials gewinnt rund 1 Prozent. Die Zustimmung der australischen Wettbewerbsbehörde zur Übernahme von Xstrata durch Glencore lässt Glencore-Aktien um 2,1 Prozent und Papiere von Xstrata um 3,6 Prozent anziehen.
+++++ Devisen +++++
DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 8.10 Uhr Mi, 18.25 Uhr EUR/USD 1,2511 -0,11% 1,2525 1,2530 EUR/JPY 99,6922 -0,22% 99,9139 99,9882 EUR/CHF 1,2013 -0,01% 1,2014 1,2013 USD/JPY 79,6830 -0,06% 79,7290 79,8000 GBP/USD 1,5587 -0,08% 1,5599 1,5594 +++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++Ohne Impulse und weiter in Erwartung richtungweisender Entscheidungen der großen Notenbanken haben die asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Von den US-Börsen kamen wegen des wegen des Nationalfeiertages am Vortag nicht die üblichen Vorgaben. "Es fehlt die Marktenergie, weil die Anleger nicht groß spekulieren wollen, bevor aus dem Ausland wichtige Nachrichten kommen", sagte Hiroichi Nishi, Händler bei SMBC Nikko Securities. Weithin wird erwartet, dass die Europäischen Zentralbank ihren Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt senken wird.
In Tokio verlor der Nikkei 0,3 Prozent auf 9.080 Punkte. Hier gaben vor allem Immobilientitel nach, belastet von den jüngsten Daten zum Büro-Leerstand. Dieser ist in der japanischen Hauptstadt im Juni auf ein Rekordniveau gestiegen. Auch in Australien schloss der S&P ASX 200 knapp im Minus, nachdem die Preise für Öl und Metalle wieder etwas gefallen waren und die stark gewichteten Aktien aus dem Rohstoffsektor deshalb nachgaben. Der Kospi in Seoul schloss kaum verändert.
Uneinheitlich präsentierten sich die chinesischen Aktienmärkte. Während es für den Hongkonger Hang Seng Index nach einer Schlussrally sogar nach oben ging, fiel der Shanghai Composite deutlicher. Hier belasteten vor allem Verluste bei konjunktursensiblen Aktien. "Die Verluste bei den zyklischen Aktien, etwa von Kohle- und Stahlkonzernen, zeigen sich die Befürchtungen der Anleger über die Wachstumsaussichten in China", kommentierte Jacky Zhang, Analyst bei Capital Securities.
+++++ CREDIT +++++
Die Credit-Spreads treten im Vorfeld der Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank auf der Stelle. Die mit Spannung erwartete Emission von Schatzwechseln aus Irland ist am Markt auf eine gute Nachfrage gestoßen. Ein Blick auf den Markt der Kreditausfallversicherungen zeigt, dass der Irland-CDS mit einer Laufzeit von 5 Jahren auf 515 Basispunkte leicht zurückgekommen ist.
Ein anderes Bild zeichnet sich für Spanien ab, dort sind die Spreads um 22 auf nun 535 Basispunkte auseinandergelaufen. Bei der Anleihe-Auktion konnte Spanien zwar das avisierte Maximalvolumen von 3 Milliarden Euro unterbringen, die Renditen entwickelten sich allerdings uneinheitlich. Für 4- und 10-jährige Schuldtitel mussten die Iberer eine höhere Rendite in Kauf nehmen als zuletzt, 3-jährige Papiere konnten aber zu günstigeren Konditionen untergebracht werden.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR
Merck erleidet erneut Rückschlag bei Krebsmittel Erbitux
Kleiner Dämpfer für Merck: Der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern muss seine Hoffnungen begraben, das erfolgreiche Krebsmittel Erbitux auch gegen Magenkrebs auf den Markt zu bringen. In einer Studie für eine ergänzende Indikation hat das Mittel beim Hauptziel versagt.
Siemens könnte für italienische Ansaldo Energia bieten - Zeitung
Die Siemens AG könnte einem Zeitungsbericht zufolge eventuell für den Energiedienstleister Ansaldo Energia bieten. In dem Bericht der italienischen Zeitung Il Sole 24 ist die Rede von einer Offerte in Höhe von 1,3 Milliarden Euro für die Tochter des italienischen Industriekonzerns Finmeccanica. Siemens wollte den Bericht nicht kommentieren.
ThyssenKrupp muss für Schienenkartell 103 Mio EUR Strafe zahlen
Wettbewerbswidrige Preisabsprachen im Schienenbereich kommen führende Hersteller teuer zu stehen. Das Bundeskartellamt hat Bußgelder von insgesamt 124,5 Millionen Euro verhängt. Den Großteil muss mit 103 Millionen Euro die ThyssenKrupp AG zahlen.
Audi in China weiter auf Wachstumskurs
Fahrzeuge des Premiumautobauers Audi sind in China weiter gefragt. Allerdings ging es im Juni nicht mehr ganz so rasant nach oben wie noch im Monat zuvor. Im Juni steigerten die Ingolstädter die Verkäufe im Reich der Mitte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 20,4 Prozent auf 33.309 Automobile. Im Mai hatte der Absatz noch um 44 Prozent zugelegt.
Fielmann setzt Wachstum im zweiten Quartal fort
Die weitere Ausdehnung des Filialnetzes hat sich bei der Fielmann AG auch im zweiten Quartal positiv auf Umsatz und Gewinn ausgewirkt. Europas größter Optiker steigerte in den ersten sechs Monaten 2012 die Einnahmen auf rund 551 Millionen Euro und verbesserte den Vorsteuergewinn auf etwa 89 Millionen Euro. Die Hamburger steigerten den Verkauf von Brillen um 200.000 auf 3,5 Millionen Stück. Die Zahl der Niederlassungen stieg um 9 Filialen auf 665.
Airbus sagt A400M-Flug auf Messe wegen Triebwerksproblemen ab
Der Flugzeugbauer Airbus sagt den geplanten Schauflug einer Militärmaschine auf einer Branchenmesse im britischen Farnborough ab. Der Frachter A400M werde auf der Farnborough Air Show kommende Woche wegen "Triebwerksproblemen" nicht abheben und in der Ausstellung nur am Boden gezeigt, teilte die Militärsparte von Airbus mit.
Spanien ermittelt gegen ehemaligen Bankia-Verwaltungsratschef
Gegen das ehemalige Topmanagement der kürzlich verstaatlichten spanischen Krisenbank Bankia wird strafrechtlich ermittelt. Spaniens oberster Gerichtshof ließ nun Untersuchungen gegen den ehemaligen Verwaltungsratschef Rodrigo Rato und 32 weitere Ex-Mitglieder des Gremiums im Zusammenhang mit dem Börsengang des Instituts im vergangenen Jahr zu.
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July 05, 2012 07:23 ET (11:23 GMT)
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Sanofi vor Stellenabbau in Frankreich - Zeitung
Der französische Pharmakonzern Sanofi steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem deutlichen Stellenabbau. Am Donnerstag werde das Unternehmen die Streichung von 1.000 bis 2.000 Stellen in Frankreich verkünden, wie die Tageszeitung Le Figaro auf ihrer Internetseite berichtet.
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