13.12.2012 13:50
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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

=== +++++ MÄRKTE AKTUELL (13.04 Uhr) +++++ INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.670,50 +0,01% S&P-500-Future 1.426,10 -0,08% Euro-Stoxx-50 2.627,70 -0,10% Stoxx-50 2.596,02 -0,20% DAX 7.587,03 -0,36% FTSE 5.931,30 -0,24% CAC 3.644,56 -0,06% Nikkei-225 9.742,73 +1,68% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 145,44 +42

+++++ AUSBLICK Aktien USA +++++

   Wenig verändert wird der Start an Wall Street am Donnerstag erwartet, nachdem die von der US-Notenbank angekündigten expansiven geldpolitischen Maßnahmen wie weitgehend erwartet ausgefallen sind. Für Impulse könnte die Bekanntgabe von neuen Einzelhandelsdaten noch vor Handelsbeginn sorgen, betont Marktexperte Fawad Razaqzada von GFT Markets. Gleichwohl gelte das Hauptinteresse derzeit weiter den Verhandlungen über den US-Haushalt in Washington. Das habe auch schon im späten Handel am Vortag die gedämpfte Reaktion der Märkte auf die Beschlüsse der Fed gezeigt.

   Keine stärkeren Kursimpulse dürften für Google und Apple davon ausgehen, dass Google nun eine Version seines Kartendienstes Google Maps zum Herunterladen für iPhone-Nutzer herausgebracht hat. Im September hatte Apple mit der Betriebssystem-Version iOS 6 Google Maps, durch eine eigene App ersetzt, die bei vielen Nutzern für Unzufriedenheit gesorgt hatte. Apple und Google zeigen sich in Frankfurt mit kleinen Kurseinbußen. Der Kurs der Imbisskette Wendy's liegt rund 1 Prozent im Minus. Wendy's will sich aus Konkurrenzgründen mit McDonald's im kommenden Jahr mehr auf niedrigpreisige Menüangebote fokussieren.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

-US 14:30 Einzelhandelsumsatz November PROGNOSE: +0,5% gg Vm zuvor: -0,3% gg Vm Einzelhandelsumsatz ex Kfz PROGNOSE: -0,1% gg Vm zuvor: 0,0% gg Vm

14:30 Erzeugerpreise November PROGNOSE: -0,5% gg Vm zuvor: -0,2% gg Vm Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie PROGNOSE: +0,1% gg Vm zuvor: -0,2% gg Vm

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 367.000 zuvor: 370.000

16:00 Lagerbestände Oktober PROGNOSE: +0,4% gg Vm zuvor: +0,7% gg Vm

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

   Die Ankündigung einer neuen Geldschwemme durch die US-Notenbank löst keine Euphorie an Europas Börsen aus. Die Anleger sind eher besorgt über die schleppenden Verhandlungen zur Vermeidung der zum Jahreswechsel drohenden Fiskalklippe in den USA. Positiv nehmen Marktteilnehmer in Europa auf, dass die EU-Finanzminister auf dem Weg zur geplanten Bankenunion einen weiteren Schritt getan haben und sich auf die Schaffung eines europäischen Bankenaufsehers, der bei der EZB angesiedelt sein soll, geeinigt haben. Ebenfalls zur Erleichterung tragen gut verlaufene Auktionen spanischer und italienischer Staatsanleihen bei. Bei den Einzeltiteln sticht der französische Automobilbauer Renault hervor. Er trennt sich nach fast 20 Jahren von seinem Anteil am schwedischen Fahrzeugproduzenten Volvo. Analysten rechnen damit, dass Renault damit einen Erlös von bis zu 1,6 Milliarden Euro erzielt. Die Renault-Renault legt um 2,4 Prozent zu. Volvo-Aktien verlieren 3,3 Prozent.

   +++++ Devisen +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.20 Uhr Mi, 17.43 Uhr EUR/USD 1,3067 -0,19% 1,3091 1,3043 EUR/JPY 109,0901 -0,33% 109,4479 108,4311 EUR/CHF 1,2097 -0,22% 1,2124 1,2112 USD/JPY 83,4805 -0,14% 83,5970 83,1505 GBP/USD 1,6138 -0,02% 1,6142 1,6134 Der Euro kommt zum Mittag von den Tageshochs um 1,31 Dollar zurück. Zunächst hatte er mit Aufschlägen auf die neue Runde geldpolitischer Lockerung in den USA reagiert. Die US-Notenbank hat zudem beschlossen, die Zinsen niedrig zu halten, solange die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent und die auf zwei Jahre berechnete Inflationsrate unter 2,5 Prozent liegt. Diese Kopplung an konkrete Zahlen ist "eine Neuerung", sagt Aktienmarktexperte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities. Sollte der Arbeitsmarkt außergewöhnlich rasch wieder anspringen, könnte allerdings auch die Zeit des billigen Geldes schneller als erwartet zu Ende gehen. Diese Spekulation dürfte auch den Euro zurückkommen lassen.

   +++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

   Die Entscheidung der US-Notenbank, ihre expansive Geldpolitik auszuweiten, hat an den ostasiatischen Finanzmärkten für keine frischen Impulse gesorgt. "Die Fed-Entscheidungen haben nicht wirklich überrascht, auch wenn die Aussage, wonach die Zinsen solange sehr niedrig bleiben sollen, wie die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent bleibt, eine Neuerung darstellt", sagte Aktienmarktexperte Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities. An den Börsen der Region setzte sich keine einheitliche Tendenz durch. Kräftig aufwärts ging es an den Börsen in Seoul und in Tokio. Für Kauflaune sorgte insbesondere der weiter schwache Yen, der zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit März gefallen war. An der Tokioter Börse wurden vor allem exportsensitive Aktien gekauft. Um 6,4 Prozent schnellen die Aktien von Sharp nach oben. Hier trieben Spekulationen den Kurs, wonach Apple mit Zulieferern wie Sharp Designs für ein geplantes TV-Gerät testet. Die Börse in Schanghai litt unterdessen unter Sorgen vor einer drohenden Liquiditätsverknappung zum Jahresende. Teilnehmer sprachen zudem davon, dass sich die Investoren vor dem Treffen der politischen Entscheidungsträger zu den wirtschaftlichen Zielen für das kommende Jahr zurückgehalten hätten.

   +++++ CREDIT +++++

   Mehr oder weniger unbewegt zeigt sich der Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS). Weder die Ausweitung der expansiven Geldpolitik in den USA noch die Einigung in der Frage der Bankenaufsicht in Europa oder die jüngsten Makro-Daten aus der Eurozone hinterlassen Spuren.

   +++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR

   Stühlerücken bei Puma geht weiter

   Puma verliert neben seinem Vorstandsvorsitzenden einen weiteren Spitzenmanager. Vorstandsmitglied Reiner Seiz wirft nach 23 Jahren im Unternehmen das Handtuch.

   FMC droht in den USA Sammelklage wegen unzureichender Etikettierung

   Fresenius Medical Care (FMC) muss sich in den USA vor Gericht verantworten. Der Dialysekonzern soll auf den Etiketten zweier Konzentrate für Dialyselösungen nur unzureichend auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen haben.

   Moody's prüft ThyssenKrupp auf Abstufung

   Nach dem Milliardenverlust von knapp 5 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr zieht die Ratingagentur Moody's eine Abstufung des Stahlkonzerns in Erwägung. Derzeit wird die Bonität von ThyssenKrupp mit "Baa3" bewertet.

   Bahn fordert von Schienenkartell hohen Schadensersatz - Magazin

   Auf ThyssenKrupp kommen wegen des Schienenkartells offenbar hohe Schadensersatzforderungen zu. Die Deutsche Bahn will sich von den am Kartell beteiligten Unternehmen mehr als eine Dreiviertel Milliarde Euro zurückholen, wie das Manager Magazin unter Berufung auf unterrichtete Kreise berichtet.

   Öl- und Gasunternehmen BG findet endlich einen neuen Chef

   Die BG Group hat einen Nachfolger für den Chefposten gefunden. Der einflussreiche und sehr erfolgreiche Chef Sir Frank Chapman muss seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen ein halbes Jahr früher als geplant aufgeben. Chris Finlayson, der derzeit den Bereich Exploration Strategy and Technology verantwortet, soll Anfang Januar an die Konzernspitze vorrücken.

   Lebensmittelkonzern Danone drückt auf die Kostenbremse

   Danone will sparen. Die europäische Schuldenkrise macht Danone derzeit zu schaffen. Die Verbraucher geben weniger Geld aus, vor allem in Südeuropa greifen sie zu preisgünstigeren Produkten. In den kommenden zwei Jahren wollen die Franzosen nun 200 Millionen Euro sparen.

   Europäische Fluglinien nehmen ihre Personalkosten ins Visier

   Die etabliertesten europäischen Fluggesellschaften versuchen sich derzeit angesichts der Kampfansage von Billigfliegern mit aller Kraft über Wasser zu halten. Inzwischen greifen die Restrukturierungen auf einen Kostenblock über, der bisher weitgehend außen vor geblieben ist: das Personal.

   Google Maps ist zurück auf dem iPhone

   Apple kommt nicht ohne Google aus. Fast drei Monate, nachdem der Technologiekonzern den Kartendienst Google Maps auf dem iPhone durch eine eigene App ersetzt hat, hat Google nun eine Version zum Herunterladen herausgebracht - sehr zur Erleichterung zahlreicher Apple-Nutzer, die sich über den Wechsel beklagt hatten.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/gos (END) Dow Jones Newswires

   December 13, 2012 07:19 ET (12:19 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 19 AM EST 12-13-12

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