25.02.2013 06:41
Bewerten
 (0)

MOBIL-MESSE/ROUNDUP: Mobiles Bezahlen im Rampenlicht

    BARCELONA (dpa-AFX) - Der Wettbewerb bei mobilen Bezahlsystemen kommt in Schwung. Die neuen Anbieter, die sich auf innovative Zahlungsideen für Smartphone und Tablet konzentrieren, bekommen dabei zunehmend Wettbewerb durch die alte Garde der Finanzdienstleister. So kündigte der Kreditkarten-Riese Mastercard (MasterCard) auf dem Mobile World Congress in Barcelona das System MasterPass an, das als eine Art digitale Brieftasche für alle Lebenslagen gedacht ist.

    Damit soll man in Zukunft zum Beispiel mit dem Smartphone bezahlen können, indem man im Laden einen Strichcode einscannt. Oder man hält ein Smartphone mit NFC-Funktechnik über ein entsprechend ausgestattetes Kassen-Terminal. Das System soll aber auch hinter Bezahl-Buttons im Online-Handel stehen.

    Dabei kann ein Kunde bei MasterPass verschiedene Konten und Karten bündeln, die Daten werden online auf gesicherten Servern von Mastercard gespeichert und müssen nicht jedes Mal neu eingegeben werden. In Deutschland dürfte das System Anfang 2014 eingeführt werden, zunächst sind Australien und Kanada an der Reihe. Mastercard will das System auch anderen Finanzdienstleistern zur Verfügung stellen, die es dann unter ihrem eigenen Namen vermarkten können.

    "MasterPass vereint alle Möglichkeiten, wie wir bezahlen, von traditionellen Plastikkarten bis hin zur digitalen Brieftasche", resümierte Mastercard-Manager Ed McLaughlin am Montag zur Vorstellung des Dienstes in Barcelona.

    Der direkte Mastercard-Konkurrent Visa (Vivendi Universal) plant unter anderem eine Ausweitung seiner Angebote mit dem NFC-Nahfunk, der kontaktloses Bezahlen ermöglicht. Auch von der Ebay (eBay) -Bezahltochter PayPal werden Ankündigungen in Barcelona erwartet. PayPal-Chef David Marcus hatte zuletzt das Konzept für ein ähnliches System wie MasterPass vorgestellt.

    Mit der Ausbreitung von Smartphones und Tablets wächst auch der potenzielle Markt für ganz neue Bezahllösungen. Experten rechnen damit, dass sich das Bezahlen im Alltag radikal verändern wird. Jetzt schon kann man kleinere Beträge ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift zahlen, indem man Smartphone oder Karte mit NFC-Chip über ein entsprechendes Lesegerät hält. Die Visionen für die absehbare Zukunft reichen von Bezahlsystemen auf Basis von Ortungsdaten bis hin zum Abschaffen von Kassen, weil der Kunde den Bezahlvorgang mit einem System wie etwa MasterPass komplett auf seinem mobilen Gerät abwickeln kann.

    Vor einigen Jahren galt die NFC-Technologie noch als Königsweg für mobile Bezahlsysteme. Doch nach wie vor haben nur relativ wenige Smartphone-Modelle einen NFC-Funkchip eingebaut. Und auch Bezahllösungen auf NFC-Basis haben sich bisher nicht so ausgebreitet wie erwartet. Kritiker der Technologie sprechen von technischen Schwächen und Sicherheitsbedenken, was NFC-Anbieter zurückweisen. Zugleich aber ist die Funktechnik für Anbieter wie PayPal nicht radikal genug. NFC-Bezahlmodelle schränkten die möglichen Innovationen ein, weil sie den Zahlungsvorgang wie bisher an einen festen Ort wie das Kassengerät binden, kritisierte PayPal-Chef Marcus in einem dpa-Gespräch.

    Auch der junge deutsche Bezahl-Dienstleister SumUp plant ein neues System, bei dem stattdessen Geodaten zum Einsatz kommen, auch wenn eine Kasse weiterhin nötig ist. Wenn ein Kunde das Geschäft betritt, wird sein Bild auf dem als Kasse eingesetzten Tablet-Computer angezeigt. Der Verkäufer rechnet den Einkauf ab, indem er das Gesicht des Kunden mit dem Foto vergleicht. Damit müssen Handy oder Portemonnaie nicht die Tasche verlassen.

    Im vergangenen Jahr lief in dem Bereich vor allem der Wettbewerb bei Einsteckmodulen an, mit denen Smartphones oder Tablets in mobile Kassengeräte verwandelt werden können. Zielgruppe sind kleinere Unternehmen oder Handwerker-Betriebe, denen die klassische Karten-Infrastruktur zu teuer ist. Die Anbieter solcher neuen Dienste wie iZettle, Payleven, SumUp oder der Pionier Square in den USA bieten ihre Einsteckmodule günstiger als die etablierten Zahlungsabwickler oder auch gratis an und nehmen eine Gebühr von etwa 2,75 Prozent./so/gri/DP/stk

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu eBay Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu eBay Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.12.2014eBay BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
27.10.2014eBay BuyMonness, Crespi, Hardt & Co.
17.10.2014eBay buyGoldman Sachs Group Inc.
16.10.2014eBay Equal WeightBarclays Capital
16.10.2014eBay HoldCanaccord Adams
08.12.2014eBay BuyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
27.10.2014eBay BuyMonness, Crespi, Hardt & Co.
17.10.2014eBay buyGoldman Sachs Group Inc.
01.10.2014eBay BuyUBS AG
11.11.2013eBay kaufenBernstein
16.10.2014eBay Equal WeightBarclays Capital
16.10.2014eBay HoldCanaccord Adams
16.10.2014eBay Sector PerformRBC Capital Markets
01.10.2014eBay HoldTopeka Capital Markets
30.09.2014eBay HoldCanaccord Adams
20.01.2012eBay sellDeutsche Bank Securities
21.10.2011eBay sellDeutsche Bank Securities
24.07.2009eBay neues KurszielPiper Jaffray & Co.
20.10.2008eBay aussteigenEuro am Sonntag
16.10.2008eBay DowngradeMerrill Lynch & Co., Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für eBay Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr eBay Inc. Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- MorphoSys-Aktie und Roche-Aktie fallen kräftig -- US-Börsen in der Gewinnzone -- GfK-Konsumklima auf höchstem Stand seit acht Jahren

BayernLB verklagt Ecclestone. Euro gibt leicht nach. Studio Babelsberg erwartet für 2014 Millionenverlust. Sartorius verkauft Sparte. Ölpreise deutlich gestiegen. Verdi ruft an vier Amazon-Standorten zu Streiks bis Heiligabend auf. Allianz stimmt Vergleich nach Amoklauf von Winnenden zu. Facebook will mehr über Datenschutz informieren.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Unternehmen sind am attraktivsten für Informatiker?

Diese Flughäfen werden hoch frequentiert

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?