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Budapest 25.05.2011 (www.emfis.com) Die ungarische Regierung hat 23 Prozent der Anteile am Öl- und Gas-Konzern MOL erworben. Das Anteilspaket stammt aus dem Besitz des russischen Energiekonzerns Sugutneftegaz. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,88 Milliarden Euro.
Die Beteiligung von Surgutneftegaz an MOL war sowohl der ungarischen Politik als auch MOL selbst seit langem ein Dorn im Auge. Der Konzern hatte den Einstieg der Russen mehrmals als „feindlich“ bezeichnet (EMFIS berichtete). Immerhin kann Surgutneftegaz durch den Verkauf einen ansehnlichen Buchgewinn verbuchen. Die Gesellschaft erhielt das Anteilspaket 2009 von der österreichen Ölgesellschaft OMV für 1,4 Milliarden Euro.
Staat kauft MOL-Anteile mit IWF-Geldern Für die ungarische Regierung hatte der Rückkauf der Anteile seit Monaten höchste Priorität. Der Staat besitzt außerdem bereits weitere 2,0 bis 2,5 Prozent der MOL-Aktien, die sich in den jüngst verstaatlichten ungarischen Pensionsfonds befanden. Der Kauf des Anteils von Surgutneftegaz wurde mit Hilfskrediten finanziert, die dem Land 2008 vom IWF zur Verfügung gestellt wurden.
Die
Aktie von MOL, die gestern vom Handel ausgesetzt worden war, liegt in Budapest aktuell 3,4 Prozent im Minus bei 22.505 Forint.