"Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden" (Carl Hilty)
+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MITTWOCH: In den USA sind Aktien- und Anleihemärkte aufgrund des Feiertages "Independence Day" geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat sich der Ansicht entgegengestellt, dass auch sein Land bald unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen muss. "Italien verlangt keine Rettung und keine Euro-Bonds. Italien macht alles, was für die Steigerung des Wachstums verlangt wird", betonte Monti in einem Interview mit der FAZ. Als Beispiele nannte er eine tiefgreifende Rentenreform, Liberalisierungen, die Begünstigung von Unternehmen bei den letzten Steuererhöhungen und Gesetze zur Beschleunigung der Zivilprozesse und gegen Korruption. Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Finanzielle Hilfe zu verlangen, bedeutete tatsächlich, die Probleme zu verbergen." Am Berichtstag findet in Rom ein deutsch-italienischen Regierungstreffen statt.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
PRAKTIKER
Der angeschlagenen Baumarktkette steht eine äußerst turbulente Hauptversammlung ins Haus. Eigentümer und Vorstand werden heftig über die geplante Finanzierung der Sanierung und die Besetzung des Managements streiten. Die Anteilseigner sollen zudem eine Kapitalerhöhung von 60 Millionen Euro und den Einstieg des US-Finanzinvestors Anchorage billigen. Das ist vor allem Großinvestorin Maseltov ein Dorn im Auge.
DIVIDENDENABSCHLAG
Sachsenmilch 0,11 EUR Utimaco Safeware 0,87 EUR Indus Holding 1,00 EUR BBI Bürger Brauh. Imm. 0,54 EUR DIC Asset 0,35 EUR Euwax 3,26 EUR +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ -IT 09:45 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni PROGNOSE: 42,5 zuvor: 42,8-FR 09:50 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 47,3 1. Veröff.: 47,3 zuvor: 45,1
-DE 09:55 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 50,3 1. Veröff.: 50,3 zuvor: 51,8
-EU 10:00 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone Juni (2. Veröffentlichung) PROGNOSE: 46,8 1. Veröff.: 46,8 zuvor: 46,7 Einkaufsmanagerindex gesamt PROGNOSE: 46,0 1. Veröff.: 46,0 zuvor: 46,0
11:00 Eurostat, Einzelhandelsumsatz Mai Eurozone PROGNOSE: +0,2% gg Vm/-0,6% gg Vj zuvor: -1,0% gg Vm/-2,5% gg Vj
-GB 10:30 Einkaufsmanagerindex nicht-verarbeitendes Gewerbe Juni PROGNOSE: 52,8 zuvor: 53,3
+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 11.30 DE/Auktion 0,5-prozentiger Bundesobligation mit Laufzeit April 2017 im Volumen von 4 Mrd EUR
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 6.578,21 +1,26% DAX-Future 6.589,50 +1,10% XDAX 6.583,65 +1,11% MDAX 10.644,70 +1,82% TecDAX 768,33 +1,53% Euro-Stoxx-50 2.320,43 +1,24% Stoxx-50 2.442,86 +0,97% Dow-Jones 12.943,82 +0,56% S&P-500-Index 1.374,02 +0,62% Nasdaq-Comp. 2.976,08 +0,84% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 141,41% -13
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Am Mittwoch wird an den europäischen Börsen ein ruhiges, abwartendes Geschäft erwartet. "Feiertag in den USA, Urlaubszeit, EZB Sitzung am Donnerstag und US-Arbeitsmarktbericht am Freitag - das sollte für Zurückhaltung und dünne Umsätze genügen", sagt ein Händler. Die entscheidende Frage sei, wie viel die Märkte von der weithin erwarteten EZB-Zinssenkung schon vorweggenommen haben. Die Vorgaben sprechenfür die Aktienmärkte. Sowohl im verkürzten US-Handel als auch an den asiatischen Börsen wurden Gewinne verzeichnet. In Europa werden am Vormittag einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Die größte Bedeutung kommt dabei den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone für Mai zu.
Rückblick: Waren die Beschlüsse des EU-Gipfels in der Vorwoche der Auslöser der seitdem zu beobachtenden Erholungsbewegung, hoffen die Investoren nun auf marktfreundliche Entscheidungen der Notenbanken. Weiter nach unten ging es mit den Renditen der spanischen und italienischen Anleihen, nach dem dem Beschluss, dass sich die Banken demnächst direkt über den ESM refinanzieren können sollen. Am Aktienmarkt stand Barclays im Fokus, die Aktie gab gleichwohl nur um 0,8 Prozent nach. Wegen des Libor-Skandals trat neben Barclays-Chef Robert Diamond auch der für das operative Geschäft verantwortliche Jerry del Missier zurück.
DAX/MDAX/TECDAX
Drei Tage in Folge hat der deutsche Aktienmarkt nun bereits zulegt. E.ON konnte sich bei den langfristigen Gaslieferverträgen mit seinem Hauptlieferanten Gazprom rückwirkend auf günstigere Preise einigen. Die milliardenschwere Entlastung schlägt sich im Ausblick nieder - die Gewinnprognose für das laufende Jahr wurde fast verdoppelt. Nach einem zwischenzeitlichen Kurssprung nach oben machten Marktteilnehmer schnell wieder Kasse. E.ON verloren am Ende 0,2 Prozent. Dagegen legten ThyssenKrupp weiter zu und gewannen 4,2 Prozent. VW profitierten von guten Absatzzahlen aus den USA und gewannen 2,8 Prozent.
XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (20.25 Uhr): 6.581 (XETRA-Schluss: 6.578) Pkt.
Die Aktien der deutschen Automobilhersteller zeigten keine Reaktion auf die US-Absatzzahlen für Juni. Das Gleiche galt auch für SAP. Die milliardenschwere Übernahme des Informationsdienstleisters Ariba durch den Softwarekonzern ist noch nicht in trockenen Tüchern.
USA / WALL STREET
Der Unabhängigkeitstag am Mittwoch warf seine Schatten voraus, es fand nur ein verkürzter Handel mit dünnen Umsätzen statt. Gestützt wurde der Aktienmarkt von überraschend positiven Daten zum Auftragseingang der US-Industrie. Allerdings ruhten nach den äußerst trüben Konjunkturaussichten des Vortages die Hoffnungen auf den Notenbanken. Deshalb passten die positiven Daten nicht ganz ins Bild. Am US-Rentenmarkt gaben die Notierungen deutlicher nach. Die Rendite zehnjähriger US-Titel stieg auf 1,63 Prozent. Der Euro legte nach einem Rücksetzer zum Dollar zu und wurde klar über der Marke von 1,26 Dollar gehandelt. Der Goldpreis sprang wieder signifikant über 1.600 Dollar. Steigende Inflationssorgen im Zuge möglicher geldpolitischer Lockerungen trieben. Vor dem Hintergrund der Ölpreisrally waren Sektorwerte gesucht. Chevron und Exxon Mobil kletterten um 1,4 bzw 1,1 Prozent. Nach Einzelhandelsumsatzzahlen unter Markterwartung präsentierten sich Konsumwerte schwach. Home Depot fielen um 2,6 Prozent. Microsoft drehten spät ins Plus und gewannen 0,7 Prozent. Der Softwareriese kündigte Abschreibungen von 6,2 Milliarden Dollar an.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.45 Uhr EUR/USD 1,2590 -0,1% 1,2607 1,2621 EUR/JPY 100,4369 -0,2% 100,6211 100,6952 EUR/CHF 1,2012 +0,0% 1,2010 1,2011 USD/JPY 79,7680 -0,1% 79,8235 79,7800 GBP/USD 1,5677 -0,1% 1,5689 1,5705Der Euro zeigt sich im frühen Mittwochhandel in Europa mit Ständen unter 1,26 Dollar etwas leichter. Am Dienstagnachmittag hatten überraschend gut ausgefallene US-Konjunkturdaten für eine erhöhte Risikofreude der Anleger gesorgt, von der auch der Euro profitierte. "Wir erwarten den Divisenmarkt bis Donnerstag in einer Konsolidierungsbewegung. Dann könnten weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Bank of England und der EZB die weltweite Risikoneigung weiter stützen", so Marktexperte Vassili Serebriakov von Wells Fargo Bank. "Die Märkte rechnen mit einer Zinssenkung (der EZB)und dann wird die anschließende Erklärung spannend werden. Das Augenmerk richtet sich dabei darauf, ob die EZB die Beschlüsse vom Gipfel der Vorwoche unterstützt", bemerkt ein anderer Akteur. Devisenexpertin Kathy Lien von BK Asset Management hält es dagegen für möglich, dass die EZB die Erwartung einer Zinssenkung um 25 Basispunkte enttäuschen wird. "Wenn die EZB eine fiskalpolitische Lösung der Probleme will, dann wird sie nicht einfach die europäischen Regierungschefs mit einer Zinssenkung oder einem Liquiditätstender dafür belohnen, dass sie in Sachen Fiskalunion zu kurz gesprungen sind", so Lien. Sollte die Zinssenkung ausbleiben sei ein "Short Squeeze" im Euro wahrscheinlich.
+++++ Rohstoffe +++++
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 87,12 87,66 -0,62 -0,54 Brent/ICE 100,09 100,68 -0,59 -0,59 Der WTI-Preis stieg im späten Geschäft um 4,7 Prozent oder 3,90 Dollar auf 87,65 Dollar, den höchsten Stand seit sechs Wochen. Berichte aus der Krisenregion am Persischen Golf schürten Versorgungsängste. Das iranische Militär testete ballistische Raketen, die Israel erreichen könnten. Zudem riefen Abgeordnete in Teheran als Antwort auf das seit Sonntag geltende Ölembargo laut verschiedenen Medien nach einem Gesetz, dass die Passage von Öltankern mit Ziel Europa durch die Straße von Hormus verbieten soll.(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
July 04, 2012 01:41 ET (05:41 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 41 AM EDT 07-04-12
-2 of 2- 04 Jul 2012 05:41:00 UTC DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.616,93 1.617,85 -0,1% -0,92 Silber (Spot) 28,13 28,24 -0,4% -0,11 Platin (Spot) 1.487,25 1.487,38 -0,0% -0,13 Kupfer-Future 3,51 3,53 -0,7% -0,02+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
IMMOBILIENSEKTOR SCHWEIZ
Die Ratingagentur S&P hat sich pessimistisch für die Bonität einiger kleinerer Banken in der Schweiz gezeigt. Die vor allem im Inland tätigen Institute haben nach Einschätzung der Ratingagentur mit einem gestiegenen Risiko bei Immobilienkrediten zu rechnen.
KONJUNKTUR FRANKREUCH
Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault hat die Wachstumsprognosen seiner Regierung einkassiert, will aber das Haushaltsdefizit wie geplant senken. Das BIP wird der aktualisierten Schätzung zufolge in diesem Jahr nur um 0,3 Prozent wachsen, gefolgt von einem Zuwachs von 1,2 Prozent im nächsten Jahr. Im Wahlkampf hatte Francois Hollande als Präsidentschaftskandidat in seinem Programm noch Zuwachsraten von 0,5 und 1,7 Prozent in Aussicht gestellt.
SCHULDENKRISE
Die EZB hat die Möglichkeit der Banken gestoppt, sich über staatlich garantierte Anleihen zu finanzieren. Papiere, die von Banken herausgegeben und von Staaten oder staatsähnlichen Institutionen garantiert wurden, werden von der EZB nicht meht akzeptiert.
AUTOMOBILABSATZ USA
Die großen Autohersteller haben für Juni folgende US-Absatzzahlen berichtet:
Juni 2012 2011 Veränderung gg Vorjahr VOLKSWAGEN 38.170 28.444 +34% AUDI 12.664 k.A. +26% BMW 27.720 26.865 + 3,2% MERCEDES-BENZ 25.388 22.563 +12,5% PORSCHE 3.002 2.546 +18% FORD 207.759 194.114 +7% GENERAL MOTORS 248.750 215.358 +16% CHRYSLER 144.811 120.394 +20% TOYOTA 177.795 k.A. +54% HONDA 124.808 83.892 +43% NISSAN 92,237 k.A. +28% HYUNDAI 63.813 59.209 + 8% BAYERstärkt mit einem Zukauf in den USA den Bereich biologischen Pflanzenschutz. Der Teilkonzern Bayer CropScience übernimmt für rund 340 Millionen Euro das US-Unternehmen AgraQuest. Darüber hinaus fallen Meilensteinzahlungen an.
SAP
muss sich mit dem Ausbau des Cloud-Geschäftes noch gedulden: Die 4,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Informationsdienstleisters Ariba ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die beiden Unternehmen kommen derzeit einer zweiten Anfrage der US-Kartellbehörden nach weiteren Informationen nach.
=== DJG/ros/gos (END) Dow Jones NewswiresJuly 04, 2012 01:41 ET (05:41 GMT)
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