DAX8.3980,3%  Dow15.3540,8%  Euro1,2841-0,4% 
ESt502.8180,4%  Nas3.4991,0%  Öl104,70,0% 
TDax967,5-0,3%  Nikkei15.1380,7%  Gold1.360-1,9% 

07.08.2012 08:12

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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa


-1 of 2- 07 Aug 2012 05:41:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== +++++ SPRUCH +++++

   Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat. (André Gide)

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Munich Re dürfte im zweiten Quartal von der deutlich gesunkenen Zahl der Naturkatastrophen profitiert haben. "Ich rechne mit einem insgesamt guten Quartal, da in diesem Jahr die Schäden bislang gering waren", sagt Analyst Philipp Häßler von equinet. Die Jahresprognose wird Munich Re aller Voraussicht bestätigen: Der Rückversicherer rechnet mit einem Überschuss in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Eine Belastung für den Nettogewinn, der gesunken sein dürfte, ist die doppelt so hohe Steuerquote in diesem Jahr. Die Rückversicherer mussten im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Schadenskompensationen deutlich weniger Steuern zahlen. So kommt es, dass der operative Gewinn nun zwar gestiegen sein dürfte, unter dem Strich aber weniger übrig bleibt.

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (alle Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Schaden-Kosten-Quote in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

Brutto- Anlage- operat. Erg nSt 2. Quartal prämien ergebnis Ergebnis Erg nSt u.Dritten MITTELWERT 12.556 1.931 1.111 698 685 Vorjahr 11.969 1.512 947 738 736

Erg/ Schaden-Kosten 2. Quartal Aktie Quote(1) MITTELWERT 3,86 95,1 Vorjahr 4,14 99,8 (1) Bereich Rückversicherung. +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   KUKA

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

Auftrags- Erg nSt Erg/ 2Q 2012 eingang Umsatz EBIT u.Dritten Aktie MITTELWERT 468 393 24 12,9 0,39 Vorjahr 440 337 16 5,8 0,17

LANXESS

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

EBITDA EBITDA Erg nSt Erg/ 2Q 2012 Umsatz (1) (2) u.Dritten Aktie MITTELWERT 2.450 359 353 187 2,22 Vorjahr 2.243 339 334 181 2,17 (1) Vor Sondereinflüssen. (2) Nach Sondereinflüssen.

RATIONAL

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

Erg Erg/ 2Q 2012 Umsatz EBIT nSt Aktie MITTELWERT 104 29 22 -- Vorjahr 92 25 19 1,69

PFEIFFER VACUUM

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

Auftrags- Betriebs- Erg nSt Erg/ 2Q 2012 eingang Umsatz ergebnis u.Dritten Aktie MITTELWERT 116 119 17,3 11,4 1,16 Vorjahr 142 141 17,0 11,3 1,14

SÜSS MICROTEC

   Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

Erg Erg/Aktie 2Q 2012 Umsatz EBIT nSt unverwäss. MITTELWERT 36 1,4 1,1 0,06 Vorjahr 53 8,1 5,9 0,31

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ - IT 10:00 Industrieproduktion Juni PROGNOSE: -1,2% gg Vm/-7,0% gg Vj zuvor: +0,8% gg Vm/-6,9% gg Vj

- GB 10:30 Industrieproduktion Juni PROGNOSE: -4,4% gg Vm/-6,0% gg Vj zuvor: +1,0% gg Vm/-1,6% gg Vj

- IT 11:00 BIP 2Q (1. Veröffentlichung) PROGNOSE: -0,7% gg Vq/-2,4% gg Vj zuvor: -0,8% gg Vq/-1,4% gg Vj

- DE 12:00 Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Auftragseingang Juni saisonbereinigt PROGNOSE: -1,0% gg Vm zuvor: +0,6% gg Vm

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 09:30 DE/Ausschreibung 1,75-prozentiger Bundesanleihen im Volumen von 4 Mrd EUR, Laufzeit Juli 2022 (Auktion am 8. August)

11:00 GR/Auktion 26-wöchiger Schatzwechsel im Volumen von 625 Mio EUR

11:30 HU/Auktion 3-monatiger Schatzwechsel

12:00 EU/Auktion 3-monatiger EFSF-Schatzwechsel im Volumen von bis zu 1,5 Mrd EUR

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX zuletzt +/- % DAX 6.918,72 +0,77% DAX-Future 6.907,00 +0,54% XDAX 6.900,71 +0,55% MDAX 11.125,80 +1,23% TecDAX 795,83 +1,29% Euro-Stoxx-50 2.399,32 +1,13% Stoxx-50 2.531,41 +0,09% Dow-Jones 13.117,51 +0,16% S&P-500-Index 1.394,23 +0,23% Nasdaq-Comp. 2.989,91 +0,74% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 143,19 +35

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   Die Unternehmenstermine des Tages:

   07:00 DE/Kuka AG, Ergebnis 2Q (09:30 Telefonkonferenz),

   Augsburg

   07:30 DE/Lanxess AG, Ergebnis 2Q (10:00 Telefonkonferenz),

   Leverkusen

   07:30 DE/Pfeiffer Vacuum Technology AG, Ergebnis 2Q, Asslar

   07:30 AT/voestalpine AG, Ergebnis 1Q, Linz

   07:45 DE/Munich Re, Ergebnis 2Q (09:30 PK), München

   08:00 DE/Leoni AG, ausführliches Ergebnis 2Q, Nürnberg

   08:00 DE/Süss MicroTec AG, Ergebnis 1H, Garching

   08:00 DE/alstria office REIT-AG, Ergebnis 2Q, Hamburg

   08:00 GB/Air Berlin plc, Verkehrszahlen Juli, Rickmansworth

   10:00 DE/Rational AG, Ergebnis 2Q, Landsberg

   +++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Ausblick: Die zunehmende Risikobereitschaft der Anleger dürfte die Börsen am Dienstag tendenziell weiter stützen. "Gemessen an den hohen Erwartungen vor den Notenbanksitzungen in der vergangenen Woche zeigt die gute Performance der Märkte die Rückkehr des Anleger-Vertrauens", sagt James Rosenberg vom Wealth Management von Macquarie. Marktteilnehmer stellen sich nun zwar auch auf Rücksetzer aufgrund von Gewinnmitnahmen ein. "Dips dürften aber nun zum Kauf genutzt werden", so ein Händler. Widergespiegelt wird das neue Vertrauen der Anleger auch vom Trend hin zu zyklischeren Werten. Vom Umfeld kommen keine größeren Impulse. Der Euro wird weiterhin um 1,24 US-Dollar gehandelt.

   Rückblick: Die Hoffnung auf eine Entspannung in der Euro-Krise hat die Sommerrally an den Aktienbörsen am Montag am Laufen gehalten. Gestützt wurde die Stimmung von fallenden Zinsen am spanischen Anleihenmarkt, was wiederum auf Spekulationen um einen Aufkauf der Anleihen durch die EZB zurückzuführen war. Zudem hat sich der IWF zufrieden mit den Verhandlungsergebnissen der internationalen Gläubiger mit Griechenland gezeigt. Der Index der Madrider Börse gewann 4,4 Prozent, in Athen ging es um 1,8 Prozent nach oben.

   DAX/MDAX/TECDAX

   Die steigende Risikobereitschaft zeigte sich darin, dass so genannte gefallene Engel eine Art Wiederauferstehung feiern. In der zweiten Reihe gewannen Deutz und Salzgitter über 7 Prozent, und im TecDax stiegen SolarWorld um über 9 Prozent. "Die Anleger fassen neues Vertrauen", meinte ein Händler. In der ersten Reihe wurden die Gewinner von ThyssenKrupp angeführt, die 2,9 Prozent gewannen. BMW, Allianz und Deutsche Börse legten ebenfalls kräftig zu. Dagegen bröckelten die Kurse vieler so genannter defensiver Aktien ab, weil Anleger in zyklischere Titel umschichteten. So fielen die Papiere der Deutschen Telekom um 0,7 Prozent und die Titel von Bayer um 1,0 Prozent.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR):

   Die deutschen Aktien haben im nachbörslichen Handel am Montag etwas nachgegeben, als die US-Börsen im späten Geschäft ihre Gewinne verringerten. Munich Re wurden am Vorabend der Präsentation von Quartalszahlen ein Prozent leichter getaxt. Lebhafter ging es in Nebenwerten zu. Der Kurs von PrimaCom gewann nachbörslich 10 Prozent, nachdem Bloomberg News berichtet hatte, die Deutsche Telekom sei unter den Bietern für den Kabelnetzbetreiber.

   USA / WALL STREET

   An den US-Aktienbörsen haben die Kurse ihre Gewinne zu Wochenbeginn etwas ausgebaut. Sie folgten den europäischen Märkten nach oben. Erleichtert reagierten die Märkte darauf, dass die deutsche Bundesregierung Zustimmung zum Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank signalisiert hatte. Zudem hatten einige Unternehmen überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt. Am Anleihemarkt verringerten sich die Kursgewinne im späten Handel deutlich. Weil das US-Finanzministerium in dieser Woche neue Anleihen im Gesamtvolumen von 72 Milliarden Dollar verkaufen wird, hätten viele Investoren dafür Platz geschaffen, hieß es. Auf Unternehmensseite standen Best Buy mit der Nachricht im Fokus, dass Unternehmensgründer Schulze die Elektronikhandelskette zurückkaufen und von der Börse nehmen will. Die Aktien verteuerten sich um 13,3 Prozent.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo,18.00 Uhr EUR/USD 1,2388 -0,1% 1,2398 1,2420 EUR/JPY 96,9916 -0,0% 97,0321 97,1029 EUR/CHF 1,2012 -0,0% 1,2013 1,2012 USD/JPY 78,2910 +0,0% 78,2650 78,1750 GBP/USD 1,5582 -0,1% 1,5600 1,5625 (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   August 07, 2012 01:41 ET (05:41 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 41 AM EDT 08-07-12

-2 of 2- 07 Aug 2012 05:41:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   Der Euro hält sich im Bereich des am Monatg zum Dollar markierten Einmonatshochs und geht im asiatisch dominierten Handel mit 1,2390 Dollar um. Gestützt wird er von den zunehmenden Erwartungen an Anleihekäufe in Schwierigkeitren befindlicher Euro-Staaten durch die EZB. Nick Bennenbroek, Chef-Devisenstratege bei Wells Fargo in New York traut der Gemeinschaftswährung eine Rally bis auf 1,2750 Dollar zu, ehe schwache Konjunkturdaten und der politische Ausblick aus der Eurozone sie wieder unter Druck bringen könnte. Andere Experten warnen dagegen, dass die US-Notenbank nach zuletzt wieder besser ausgefallenen US-Konjunkturdaten zunehmend von weiteren möglichen geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen abrücken könnte. Das würde den Dollar stärken.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 91,89 92,20 -0,34 -0,31 Brent/ICE 109,4 109,55 -0,14 -0,15 Der Ölpreis drehte nach anfänglichen Gewinnmitnahmen ins Plus. Der September-Kontrakt auf WTI stieg bei sehr dünnen Umsätzen um 0,9 Prozent bzw 0,80 US-Dollar auf 92,20 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent legte um 0,6 Prozent bzw 0,61 Dollar auf 109,55 Dollar zu. Zum Anstieg des Ölpreises trug auch die Aufwertung des Euro zum US-Dollar bei.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.611,38 1.611,90 -0,0% -0,52 Silber (Spot) 27,84 27,90 -0,2% -0,06 Platin (Spot) 1.406,00 1.399,60 +0,5% +6,40 Kupfer-Future 3,38 3,39 -0,1% -0,01

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   SCHULDENKRISE / POLITIK

   Italiens Regierungschef Mario Monti hat Vorwürfe zurückgewiesen, er wolle bei der Bekämpfung der Eurokrise die Parlamente in Europa schwächen. Er habe mit seinen Äußerungen für einen "konstanten und systematischen Dialog" zwischen Regierungen und Parlamenten im Prozess der europäischen Integration werben wollen, erklärte Monti. Bei den Verhandlungen von Regierungen auf europäischer Ebene könne "eine gewisse Flexibilität nötig sein, um zu Einigungen zu gelangen". Dies müsse aber innerhalb der mit dem Parlament vereinbarten Grenzen geschehen.

   SCHULDENKRISE GRIECHENLAND

   Nach monatelangen Verzögerungen nimmt Athen die von den internationalen Gläubigern geforderten Privatisierungen von Staatsbetrieben in Angriff. Regierungschef Antonis Samaras beauftragte den Generalsekretär der Regierung damit, einen entsprechenden Gesetzesentwurf auszuarbeiten.

   DEUTSCHE TELEKOM

   soll einem Zeitungsbericht zufolge für den Kabelnetzbetreiber Primacom bieten. Damit versuche das Unternehmen erneut, in den deutschen TV-Kabelmarkt einzusteigen. Der DAX-Konzern gehöre zu mindestens vier Interessenten, die Ende Juli Gebote für den Betreiber Primacom abgegeben haben, berichtet die Financial Times Deutschland. Die Telekom habe zwischen 250 Millionen Euro und 280 Millionen Euro offeriert.

   HOCHTIEF

   Der australische Baukonzern Leighton ist zurück in der Gewinnzone. Grund für die Wende bei der Hochtief-Tochter sind vor allem die gelösten Probleme bei zwei Großprojekten. Nach einem Verlust von 625,6 Millionen australischen Dollar kletterte der Gewinn im ersten Halbjahr unterm Strich auf 114,6 Millionen Dollar. Trotz der guten Zahlen hat Leighton offenbar seine Probleme noch nicht endgültig hinter sich gelassen. Insbesondere im Mittleren Osten läuft es noch nicht rund.

   KUKA

   hat nach einem starken zweiten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Dank der hohen Nachfrage nach Industrierobotern hat der MDAX-Konzern in den drei Monaten deutlich mehr verdient als erwartet. Im zweiten Quartal kamen mit einem Volumen von 506,2 Millionen Euro 15 Prozent mehr Aufträge herein als noch vor einem Jahr und damit deutlich mehr als von Analysten erwartet.

   RATIONAL

   profitiert von seiner regional breiten Aufstellung und der Spezialisierung auf Nischen. Nach einem Halbjahr mit durchweg zweistelligen Wachstumsraten bekräftigte Rational die im Mai erhöhte Prognose für 2012. Der Umsatz wuchs in den ersten sechs Monaten um 13 Prozent auf 204,4 Millionen Euro.

=== DJG/raz/cln/gos

   (END) Dow Jones Newswires

   August 07, 2012 01:41 ET (05:41 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 41 AM EDT 08-07-12

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