DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

10.07.2012 08:02

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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-


-1 of 2- 10 Jul 2012 05:32:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== +++++ SPRUCH +++++

   "Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen." (Henry Ford)

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Euro-Finanzminister gaben Spanien ein Jahr länger Zeit für die Rückführung des Defizits. Sie erreichten auch eine Verständigung auf Details für die vereinbarten Hilfen für spanische Banken, die am 20. Juli offiziell beschlossen werden sollen. Die vereinbarten Details sehen unter anderem individuelle Belastungstests von rund 40 spanischen Banken vor. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet, dass die entsprechende Vereinbarung eine Summe von "bis zu 100 Milliarden Euro" vorsehen werde. Spanien hat nun Zeit bis 2014, um sein Defizit unter die vom Maastricht-Vertrag geforderten drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken. Nach den bisherigen Vorstellungen sollte dies bis 2013 erfolgen. Für dieses Jahr kann Madrid ein Defizit von 6,3 Prozent des BIP anhäufen, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Eine erste Nothilfe von 30 Milliarden Euro für die spanischen Banken soll noch im Juli fließen.

   Die Finanzminister der Euro-Länder haben über die Besetzung von drei Spitzenposten entschieden. Jean-Claude Juncker bleibt vorerst weiter Leiter der Eurogruppe, sein luxemburgischer Landsmann Yves Mersch rückt ins Direktorium der EZB auf und der Deutsche Klaus Regling wird Direktor des ESM. Damit dürfte es nur noch sehr geringe Chancen für Schäuble geben, die Nachfolge Junckers im Vorsitz der Eurogruppe anzutreten.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   13:00 DE/Deutsche Lufthansa AG, Verkehrszahlen Juni

   DIVIDENDENABSCHLAG

BBVA: 0,10 EUR +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ - FR 08:45 Industrieproduktion Mai PROGNOSE: -1,0% gg Vm zuvor: +1,5% gg Vm - IT 10:00 Industrieproduktion Mai PROGNOSE: -0,5% gg Vm/-9,0% gg Vj zuvor: -1,9% gg Vm/-9,2% gg Vj - GB 10:30 Handelsbilanz Mai PROGNOSE: -9,0 Mrd GBP zuvor: -10,1 Mrd GBP

10:30 Industrieproduktion Mai PROGNOSE: -0,2% gg Vm/-2,0% gg Vj zuvor: 0,0% gg Vm/-1,0% gg Vj

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 10:00 NL/Auktion einer 0,75-prozentigen Anleihe (DSL) im Volumen von 2,5 bis 3,5 Mrd EUR, Laufzeit April 2015

11:00 GR/Auktion 26-wöchiger Schatzwechsel im Volumen von 1,25 Mrd EUR

11:30 HU/Auktion 3-monatiger Schatzwechsel im Volumen von 45 Mrd HUF

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 6.387,57 -0,35% DAX-Future 6.409,00 -0,34% XDAX 6.404,00 -0,33% MDAX 10.423,76 -0,24% TecDAX 752,90 -0,49% Euro-Stoxx-50 2.227,91 -0,34% Stoxx-50 2.413,86 -0,39% Dow-Jones 12.736,29 -0,28% S&P-500-Index 1.352,46 -0,16% Nasdaq-Comp. 2.931,77 -0,19% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 143,97% +9

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Die Ergebnisse des Finanzministertreffens haben den Finanzmärkten bislang keinen größeren Impuls gegeben, so dass sich der Blick der Investoren nun auf die mündliche Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zu ESM und Fiskalpakt richten dürfte. An den asiatischen Aktienbörsen überwiegen leichte Kursverluste, nachdem das Importwachstum Chinas deutlich unter der Konsensprognose geblieben ist. Cameron Peacock von IG Index prognostiziert für den DAX, den CAC-40 und den FTSE-100 zum Auftakt kaum veränderte Kurse. Die Aktienmärkte könnten sich im Verlauf des Handels einmal mehr an den Renditen spanischer Anleihen orientieren, die am Montag wieder über 7 Prozent gestiegen waren.

   Die Krise in der Euro-Zone hat die Bullen am Montag weiter ausgebremst. Zwar kommt von der Zinsseite weiter Unterstützung, für die nächste Woche wird am Geldmarkt sogar mit negativen Zinsen gerechnet. Die Aktienmärkte dürften davon laut Merrill Lynch aber erst profitieren, wenn die Euro-Krise abebbt. Und eine Problemlösung ist weiterhin nicht in Sicht. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Bonds stieg schon wieder an die Marke von 7 Prozent. Begründet wurde die Zurückhaltung der Anleger auch mit der Sitzung des Bundesverfassungsgerichts am Dienstag. Die Verfassungsrichter entscheiden über Einstweilige Anordnungen zum Fiskalpakt und zum Euro-Rettungsschirm.

   DAX/MDAX/TECDAX

   Auf der Verliererseite stachen Metro mit einem Abschlag von 6,3 Prozent heraus. "Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust", sagte CEO Olaf Koch der "BamS". Das habe deutliche Auswirkungen auf das Geschäft von Metro, ergänzte er. Dagegen stiegen ThyssenKrupp um 2,2 Prozent. "Im Kurs stecken so viele schlechte Nachrichten, dass es nur besser werden kann", so Peter Braendle von SwissCanto im Anlegermagazin Barron's. Lufthansa bauten die Kursgewinne mit einem Plus von 1,8 Prozent kräftig aus. Bereits am Freitag hatte Morgan Stanley das Kursziel erhöht. In der zweiten Reihe reduzierten sich Deutz mit einer Verkaufsempfehlung der UBS um 5,4 Prozent ein. Kontron verloren mit anhaltenden Spekulationen um eine Gewinnwarnung 6,3 Prozent.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.404 (XETRA-Schluss: 6.388) Pkt.

   Insgesamt recht ruhig bei moderaten Umsätzen verlief der nachbörsliche Handel nach Aussage eines Händlers. Unter Druck standen Linde, die nach der am Abend angekündigten Kapitalerhöhung mit 110,80 Euro zu 111,30 Euro getaxt wurden, nach einem Schlussstand von 115,20 Euro. Linde führt die Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme von Lincare durch. Die Klöckner-Aktie zog nach Bekanntgabe der Ergebnisse von Alcoa nach US-Handelsschluss leicht an. Hier wurde eine Taxe von 7,52 zu 7,56 Euro genannt, nach einem Schlussstand von 7,49 Euro.

   USA / WALL STREET

   Die Schuldenkrise in der Eurozone sorgte für nachgebende Kurse. Mit Besorgnis wurde registriert, dass trotz der jüngsten EU-Gipfelbeschlüsse die Entspannung am europäischen Anleihemarkt schon wieder vorbei ist. Die Rendite zehnjähriger spanischer Papiere ist wieder über 7 Prozent gesprungen. Eine Marke, bei der Griechenland, Irland und Portugal unter den EU-Rettungsschirm geflüchtet waren. Auch herrschte vor der beginnenden US-Berichtssaison Zurückhaltung. Es wird mit Spannung darauf gewartet, welche etwaigen Auswirkungen die konjunkturellen Eintrübungen in Europa und China auf die Ergebnisse der Unternehmen haben werden. Als konjunkturempfindlich geltende Energie- und Konsumaktien zeigten sich mit Abgaben. Boeing gewannen 0,5 Prozent. Der Konzern vermeldete einen Auftrag von Air Lease im Volumen von 7,2 Milliarden Dollar.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2286 -0,2% 1,2314 1,2303 EUR/JPY 97,6905 -0,3% 97,9724 97,9884 EUR/CHF 1,2010 +0,0% 1,2009 1,2009 USD/JPY 79,5200 -0,1% 79,5615 79,6550 GBP/USD 1,5502 -0,2% 1,5525 1,5509

Die Euro fällt wieder unter die Marke von 1,23 Dollar und verharrt damit auf Zweijahrestief. Am Devisenmarkt werde gespannt auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Annahme der Klagen gegen den ESM gewartet, heißt es. Auch die Ergebnisse der Euro-Finanzministertreffens helfen dem Euro nicht auf die Sprünge. "Am Markt geht weiter die Sorge um, dass die Politik nicht angemessen und schnell genug die Probleme der Schuldenkrise anpackt", sagt ein Devisenstratege.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 84,98 85,99 -1,17 -1,01 Brent/ICE 98,60 100,32 -1,71 -1,72

Der Ölpreis der Sorte WTI legte deutlicher zu und kletterte wieder bis an die Marke von 86 Dollar. Das Settlement lag bei 85,99 Dollar. Zur Begründung wurde auf die Sorge um eine drohende Ausweitung des Streiks in der norwegischen Ölförderindustrie verwiesen. "Es gibt zwar eine leichte Unsicherheit, wie hoch die Förderausfälle insgesamt sein werden, doch dürfte der Streik kein langfristiges Problem werden", so Gene McGillian von Tradition Energy.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.586,30 1.587,45 -0,1% -1,15 Silber (Spot) 27,30 27,37 -0,3% -0,07 Platin (Spot) 1.439,75 1.443,18 -0,2% -3,43 Kupfer-Future 3,42 3,43 -0,2% -0,01

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   KONJUNKTUR CHINA

   Schwache Importe haben den chinesischen Außenhandelsüberschuss im Juni steigen lassen. Dies deutet darauf, dass die Binnennachfrage Chinas, die das globale Wachstum in den vergangenen Jahren maßgeblich getragen hat, nachlässt.

   EU-BANKENAUFSICHT

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Erwartungen gebremst, dass eine europäische Bankenaufsicht in einigen Wochen auf die Beine zu stellen ist.

   BANK OF ENGLAND

   Der Vize-Gouverneur der BoE, Paul Tucker, hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Skandal um die Manipulation des Libor-Zinssatzes bestritten.

   AIRBUS

   hinkt bei der Auftragsvergabe im Rahmen der Luftfahrtmesse in Farnborough Wettbewerber Boeing hinterher. Airbus hat zwar erste Bestellungen bekanntgegeben, aber in wesentlich geringerer Größenordnung als Boeing. Unterdessen zahlt der US-Bundesstaat Alabama Millionen für die Ansiedlung des Airbus-Produktionswerkes.

   ALLIANZ

   (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   July 10, 2012 01:32 ET (05:32 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 32 AM EDT 07-10-12

-2 of 2- 10 Jul 2012 05:32:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   hat Probleme mit seiner 2009 gegründeten Bankentochter. "Mit der Allianz-Bank sind wir sicher nicht zufrieden", sagte Markus Rieß, Vorstandschef der Allianz Deutschland AG, der Tageszeitung Die Welt. Bei der Allianz-Bank sind nach wie vor keine schwarzen Zahlen in Sicht.

   EADS

   Spanien verhandelt über eine Verschiebung der Abnahme von beim Eurofighter-Konsortium bestellten Kampfflugzeugen. Unterdessen sind Bundesregierung und ihre Partner Großbritannien, Frankreich und Spanien zuversichtlich, noch im laufenden Jahr die Aktionärsstruktur bei EADS zu reformieren.

   GE/SIEMENS

   GE will in den nächsten drei Jahren in Deutschland im Energiegeschäft wachsen. Der Umsatz solle in dem Bereich verdoppelt werden, sagte Stephan Reimelt, Leiter des Energiegeschäfts in Deutschland, dem Handelsblatt. Insgesamt will der Siemens-Wettbewerber "in den nächsten drei bis fünf Jahren rund 30 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung für erneuerbare Energien in Köln und München" investieren.

   LINDE

   wird zur Finanzierung der Übernahme des US-Wettbewerbers Lincare eine Kapitalerhöhung durchführen. Das Grundkapital wird durch die Ausgabe von bis zu 13 Millionen neuen Aktien um bis zu 33,28 Millionen Euro aufgestockt.

   AMD

   hat im zweiten Quartal die sich abkühlende Wirtschaft zu spüren bekommen und weniger umgesetzt als erwartet.

   ALCOA

   hat den erwartet schwachen Auftakt in die Berichtssaison geliefert. Vor allem die fallenden Preise machten dem Konzern zu schaffen. Die Erwartungen wurden allerdings getroffen.

=== DJG/raz/ros/flf (END) Dow Jones Newswires

   July 10, 2012 01:32 ET (05:32 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 32 AM EDT 07-10-12

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In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
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