16.01.2013 07:56
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

-1 of 2- 16 Jan 2013 06:26:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== +++++ SPRUCH +++++

   "Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann" (Winston Churchill)

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Ratingagentur Fitch hat die USA vor einem Verlust der Spitzenbonität "AAA" gewarnt. Eine Abstufung könne selbst dann erfolgen, wenn der Kongress entscheide, Zinszahlungen für Staatsschulden über die Zahlungen der Sozialversicherung zu stellen, erklärten die Kreditwächter. Dieser Fall könnte sich ergeben, wenn die gesetzliche Schuldengrenze nicht rechtzeitig erhöht und nur noch ein Teil der Rechnungen aus den laufenden Steuereinnahmen bezahlt wird. Eine Abstufung des Ratings drohe auch dann, wenn der wachsende Schuldenberg nicht in Angriff genommen werde. Am 31. Dezember 2012 hatten die USA die Schuldengrenze offiziell überschritten, verschiedene Manöver des Finanzministeriums können die Zahlungsunfähigkeit aber für einige Wochen hinauszögern. Dieser Spielraum dürfte zwischen Mitte Februar und Anfang März erschöpft sein.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   08:00 DE/Metro AG, Zwischenbericht 2012

   14:45 US/Commerzbank, Abschluss German

   Investment Seminar 2013:

   Präsentationen u.a. von

   K+S AG,

   Symrise AG,

   ProSiebenSat1. Media AG,

   SGL Carbon SE,

   Celesio AG,

   Pfeiffer Vacuum Technology AG,

   Rheinmetall AG

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-EU 11:00 Eurostat, Verbraucherpreise Dezember Eurozone PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,2% gg Vj Vorabschätzung: +2,2% gg Vj zuvor: -0,2% gg Vm/+2,2% gg Vj Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) PROGNOSE: +1,5% gg Vj zuvor: +1,4% gg Vj -US 14:30 Verbraucherpreise Dezember PROGNOSE: 0,0% gg Vm zuvor: -0,3% gg Vm Verbraucherpreise Kernrate PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Dezember Industrieproduktion PROGNOSE: +0,3% gg Vm zuvor: +1,1% gg Vm Kapazitätsauslastung PROGNOSE: 78,5% zuvor: 78,4%

16:30 DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

20:00 Fed, Beige Book

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 11:30 DE/Auktion von 1,50-prozentigen Bundesanleihen im Volumen von 5 Mrd EUR, Laufzeit Februar 2023

11:30 PT/Auktion 3-, 12- und 18-monatiger Schatzwechsel im Gesamtvolumen von 2,25 bis 2,5 Mrd EUR

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 7.675,91 -0,69% DAX-Future 7.698,00 -0,50% XDAX 7.695,51 -0,50% MDAX 12.268,00 -0,36% TecDAX 859,04 -1,11% Euro-Stoxx-50 2.701,59 -0,50% Stoxx-50 2.634,32 -0,02% Dow-Jones 13.534,89 +0,20% S&P-500-Index 1.472,34 +0,11% Nasdaq-Comp. 3.110,78 -0,22% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 143,07% +48

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Mit leichten Kursgewinnen zum Auftakt, am Ende des Tages aber erneut etwas schwächer prognostiziert ein Händler die Börsen am Mittwoch. "Die Kursreaktion von gestern auf die SAP-Zahlen hat gezeigt, dass die Nervosität vor der Berichtssaison groß ist", sagt der Händler. Andererseits sichere die reichlich vorhandene Liquidität den Markt auf der Unterseite ab. Aus dem späten US-Handel und auch aus Asien gebe es außer dem weiter zulegenden Yen und einem parallel dazu fallenden Nikkei-Index kaum Kursimpulse für den europäischen Handel. Daher dürfte sich das Interesse auf die Quartalszahlen von Goldman Sachs und J.P. Morgan richten. Für Volatilität könnten zudem Nachrichten zum Fortgang des Haushaltsstreits in den USA sorgen.

   SAP hat den Börsen am Vortag einen Dämpfer verpasst. Zwar haben die vorläufigen Quartalszahlen die Erwartungen von Analysten nur leicht verfehlt. Dennoch büßte die Aktie knapp vier Prozent ein. Belastet von SAP fielen an der Pariser Börse auch die Aktien des Software-Beraters Cap Gemini um knapp zwei Prozent. Der Technologie-Index, in dem SAP ebenfalls ein Schwergewicht sind, büßte mehr als zwei Prozent ein und war damit der größte Verlierer unter den Sektoren. In London zogen die Aktien des Luxusmodekonzerns Burberry um 4,6 Prozent an. Nach einer Gewinnwarnung vor drei Monaten haben die jüngsten Geschäftszahlen die Erwartungen wieder übertroffen. Gute Absätze im wichtigen Monat Dezember verhalfen H&M in Stockholm zu einem Kursplus von 3,6 Prozent.

   DAX/MDAX/TECDAX

   SAP hat den Dax nach unten gedrückt. Fundamental sei ein Nachgeben des DAX allein wegen der Quartalszahlen von SAP aber "nicht plausibel", so ein Händler. Allerdings könnten die SAP-Ergebnisse unter Investoren die Sorge schüren, dass die bevorstehende Saison der Quartalsberichte große Risiken birgt. "Anleger könnten mit diesem Argument noch Aktienpositionen verringern", vermutete der Händler. Lufthansa verloren 2,3 Prozent. Nach Aussage von Händlern nutzte die BayernLB den starken Kursanstieg der Aktie zum Ausstieg und verkaufte 8,8 Millionen Lufthansa-Aktien am Markt. Infineon profitierten dagegen von einer Hochstufung durch Exane BNP und legten um 2,3 Prozent zu.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 7.696 (XETRA-Schluss: 7.676) Punkte

   Die Aktie von Deutsche Wohnen geriet im nachbörslichen Geschäft unter Druck und gab rund 2 Prozent auf 13,35 zu 13,55 Euro ab, wie ein Händler sagte. Das Unternehmen hatte eine Kapitalerhöhung mitgeteilt. Bei Solarworld überwogen die Verkäufe, doch tendierte die Aktie weiter um den regulären Schlusskurs. Im DAX wurden RWE und SAP stark gehandelt, bewegten sich aber ebenfalls um den Schlusskurs.

   USA / WALL STREET

   Vor allem die festen Konsumwerte hievten den Dow-Jones-Index ins Plus. Überraschend gute Daten zum Einzelhandel im Dezember machten hier die Kurse. Im Leitindex gingen Wal-Mart, Coca-Cola, Home Depot und Walt Disney fester. Dagegen standen Technologiewerte auf den Verkaufslisten. Denn noch immer lasteten die Neuigkeiten um Apple auf dem Sektor. Die Sorge vor einer zu laschen Nachfrage nach dem neuen iPhone 5 hatte bereits am Montag die Stimmung verdorben. Für die Apple-Aktie ging es um weitere 3,2 Prozent nach unten. Auch Dell standen weiter im Fokus. Am Vortag hatte die Aktie einen Kurssprung von 13 Prozent verzeichnet, am Dienstag ging es weiter mit plus 7,2 Prozent. Hintergrund war ein Bericht, wonach der PC-Hersteller von der Börse genommen werden soll.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.40 Uhr EUR/USD 1,3289 -0,1% 1,3297 1,3337 EUR/JPY 116,9888 -1,0% 118,1124 118,0115 EUR/CHF 1,2387 -0,1% 1,2400 1,2385 USD/JPY 88,0350 -0,9% 88,8250 88,4880 GBP/USD 1,6055 -0,1% 1,6063 1,6088

Der Euro setzt seine am Vortag begonnene Abwärtsbewegung zum Dollar am Morgen im asiatisch geprägten Handel fort. Berichten zufolge sagte der Präsident der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, der Euro notiere gefährlich hoch. Das belastet die Gemeinschaftswährung. Der Yen macht zu Euro und Dollar Boden gut. Auslöser für die Stabilisierung sind Aussagen des japanischen Wirtschaftsministers Akira Amari, der die negativen Konsequenzen eines zu schwachen Yen betont hat. "Nach der deutlichen Talfahrt des Yen in der jüngsten Zeit ist die Zeit reif für eine Erholung der Währung. Die Amari-Kommentare liefern dafür die willkommene Begründung", sagt Devisenanalyst Chris Gore von Go Markets in Melbourne.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 93,51 93,28 0,25 0,23 Brent/ICE 110,67 110,30 0,34 0,37

Der Ölpreis litt unter dem starken Dollar. Ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI gab 86 US-Cents oder 0,9 Prozent nach auf 93,28 Dollar. Druck kam auch über den Benzinmarkt, wo Teilnehmer mit einem starken Anstieg der US-Lagerbestände rechnen.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.682,13 1.679,60 +0,2% +2,53 Silber (Spot) 31,39 31,34 +0,2% +0,05 Platin (Spot) 1.672,25 1.683,00 -0,6% -10,75 Kupfer-Future 3,63 3,62 +0,1% +0,01

Der Goldpreis erholte sich dagegen und stieg auf 1.680 Dollar je Feinunze. Händler beobachteten eine stärkere Nachfrage aus Japan, zurückzuführen auf die Sorge vor Inflation.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   EUROKRISE I

   Fitch hält den schlimmsten Teil der Euro-Krise für überstanden. Mit dem Austritt eines Mitgliedslandes aus der Währungszone sei wohl ebenfalls nicht mehr zu rechnen, sagte ein hochrangiger Vertreter dapd.

   EUROKRISE II

   Bei einem möglichen Rettungspaket für Zypern will die Bundesregierung auch Russland in die Pflicht nehmen. Man habe Russland signalisiert, dass es sich auch an einer Lösung beteiligen muss, sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble in der CDU/CSU-Fraktionssitzung nach Angaben von Teilnehmern.

   EUROKRISE III

   Der spanische Ministerpräsident Rajoy hat von den wirtschaftlich starken Euroländern mehr Wachstumsimpulse gefordert.

   STEUERABKOMMEN SCHWEIZ

   Die SPD hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl rasch das Schweizer Steuerabkommen neu auszuhandeln.

   KONJUNTUR JAPAN

   (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   January 16, 2013 01:26 ET (06:26 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 26 AM EST 01-16-13

-2 of 2- 16 Jan 2013 06:26:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   Die Maschinenbauaufträge sind in der Kernrate im November um 3,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs um 0,5 Prozent prognostiziert. Auf Jahressicht kletterten die Aufträge um 0,3 Prozent.

   BANKENREFORM

   Union und FDP vollziehen bei der Bankenregulierung nach Informationen des Handelsblatts einen Schwenk: Sie wollen, dass die Bundesregierung den Vorschlag des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen für ein Trennbanken-System in Erwägung zieht, wie es in einem Antrag der Abgeordneten der Regierungsparteien heißt.

   CONTINENTAL

   will bis zum Jahr 2016 automatisiertes Fahren ein Stück weit Realität werden lassen. Der Konzern plant die Entwicklung eines Stauassistenten und investiert 100 Millionen Euro in diese Technik, berichtet die FAZ.

   E.ON

   Nach 13 Jahren droht bei E.ON erstmalig wieder ein Streik. Denn mit dem Angebot des Konzerns zur Lohnerhöhung haben sich die 30.000 Beschäftigten im Tarifstreit auch in dritter Runde nicht zufriedengeben wollen.

   VOLKSWAGEN

   Vorstandschef Winterkorn eröffnete das weltweit 100. Werk in der mexikanischen Stadt Silao. Mit der Strategie 2018 sei der Konzern einen deutlichen Schritt vorangekommen", sagte CEO Winterkorn zum VW-Ziel, der größte und erfolgreichste Autohersteller der Welt zu werden.

   DEUTSCHE WOHNEN

   will ihr Kapital erneut aufstocken, um weiteres Wachstum zu finanzieren. Das Grundkapital soll um 10 Prozent erhöht werden.

   FIAT

   weitet die Zusammenarbeit mit der chinesischen Guangzhou Automobile Group aus. Die beiden Partner wollen künftig auch Jeeps der Fiat-Tochter Chrysler gemeinsam bauen.

=== DJG/ros/raz/flf (END) Dow Jones Newswires

   January 16, 2013 01:26 ET (06:26 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 26 AM EST 01-16-13

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