DAX8.312-2,6%  Dow15.221-0,6%  Euro1,29070,4% 
ESt502.767-2,4%  Nas3.445-0,5%  Öl101,2-1,1% 
TDax957,6-1,9%  Nikkei14.484-7,3%  Gold1.3861,1% 

06.09.2012 07:56

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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa


-1 of 2- 06 Sep 2012 05:26:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== +++++ SPRUCH +++++

   "Ideologen sind Leute, die glauben, dass die Menschheit besser sei als der Mensch" (Dwight D. Eisenhower)

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Europäische Zentralbank (EZB) wächst unter ihrem Präsidenten Mario Draghi immer stärker in die Rolle des Krisenbekämpfers. Nachdem Draghi nach der Ratssitzung im August die prinzipielle Bereitschaft der EZB zu neuen Staatsanleihekäufen bekundet hat, muss er nach der Sitzung an diesem Donnerstag Details liefern. Eines hat Draghi schon klar gemacht: Das neue Kaufprogramm wird größer als das bisherige SMP und es muss entschlossener umgesetzt werden. Darüber hinaus entscheidet die EZB über ihren Leitzins, wobei 28 der 45 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirten eine Bestätigung des aktuellen Zinssatzes von 0,75 Prozent erwarten. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, werden die Finanzmarktteilnehmer in den ebenfalls zur Veröffentlichung anstehenden Stabsprojektionen zu Wachstum und Inflation nach Hinweisen für den weiteren Zinskurs suchen. Auch ist eine weitere Lockerung der Repo-Sicherheitenanforderungen denkbar.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   08:00 RU/Gazprom OAO, Ergebnis 1Q, Moskau

   08:00 GB/Air Berlin plc, Verkehrszahlen August

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- FR 07:30 Arbeitslosenquote 2Q PROGNOSE: 9,8% zuvor: 9,6%

- EU 11:00 Eurostat, BIP 2Q (2. Veröffentlichung) Eurozone PROGNOSE: -0,2% gg Vq/-0,4% gg Vj 1. Veröff: -0,2% gg Vq/-0,4% gg Vj zuvor: 0,0% gg Vq/ 0,0% gg Vj

- DE 12:00 Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Auftragseingang Juli saisonbereinigt PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: -1,7% gg Vm

- GB 13:00 Bank of England (BoE), Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats Bank Rate PROGNOSE: 0,50% zuvor: 0,50% Anleihekäufe PROGNOSE: unverändert bei 375 Mrd GBP zuvor: unverändert bei 375 Mrd GBP

- EU 13:45 Europäische Zentralbank (EZB), Ergebnis der Ratssitzung Hauptrefinanzierungssatz PROGNOSE: 0,75% zuvor: 0,75%

- US 14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht August Beschäftigung privater Sektor PROGNOSE: +145.000 Stellen zuvor: +163.000 Stellen

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: -4.000 auf 370.000 zuvor: unv. bei 374.000

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe August PROGNOSE: 52,5 Punkte zuvor: 52,6 Punkte

17:00 DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 10.30 ES/Auktion von 3,40-prozentigen Anleihen mit Laufzeit April 2014 Auktion 4,00-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Juli 2015 Auktion 4,25-prozentiger Anleihen mit Laufzeit Oktober 2016 im Gesamtvolumen von 2,5 bis 3,5 Mrd EUR

10.50 FR/Auktion von 4,25-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Oktober 2017 Auktion von 3-prozentigen Anleihen mit Laufzeit April 2022 Auktion von 2,75-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Oktober 2027 im Gesamtvolumen von 7 bis 8 Mrd EUR

11.30 HU/Auktion von 7,75-prozentigen Anleihen im Volumen von 20 Mrd HUF, Laufzeit August 2015 Auktion von 6,75-prozentigen Anleihen im Volumen von 15 Mrd HUF, Laufzeit November 2017 Auktion von 7,00-prozentigen Anleihen im Volumen von 10 Mrd HUF, Laufzeit Juni 2022

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 6.964,69 +0,46% DAX-Future 6.961,00 +0,11% XDAX 6.960,60 +0,11% MDAX 10.887,27 -0,11% TecDAX 795,32 +0,35% Euro-Stoxx-50 2.441,81 +0,22% Stoxx-50 2.497,14 -0,14% Dow-Jones 13.047,48 +0,09% S&P-500-Index 1.403,44 -0,11% Nasdaq-Comp. 3.069,27 -0,19% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 143,02 -37

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Ausblick:

   Kurz vor der EZB-Sitzung dürften die Kurse an Europas Börsen im frühen Handel auf der Stelle treten. "Zumindest die gefühlte Volatilität ist hoch. In Asien zeichnet sich kein klarer Trend ab. Die Kurse dürften auch hierzulande wie schon gestern bis zur Pressekonferenz der EZB unter Schwankungen seitwärts laufen", prognostiziert ein Händler. Der VDAX stagniert seit Tagen unter 25 Prozent, vom Optionsmarkt gingen zuletzt also keine Signale für gestiegene Volatilitäten aus. Auch am US-Markt gab der Volatilitätsindex VIX am Mittwoch nach. Die Index-Änderungen der Deutschen Börse - Continental und Lanxess für MAN und Metro in den Dax - deckten sich mit den Erwartungen.

   Rückblick: Hin- und hergerissen waren die Aktienbörsen einen Tag vor der Sitzung der EZB. Zwar sorgte am frühen Nachmittag ein Fernsehbericht, dem zufolge EZB-Präsident Mario Draghi unbegrenzt Staatsanleihen kaufen will, für Kursgewinne. Anschließend gaben die Börse aber wieder etwas nach. Der Euro zog auf breiter Währungsfront an. Und konnte die Gewinne im Unterschied zu den Aktien auch halten. "Das geht in die Richtung dessen, was der Markt morgen von Draghi erwartet", sagte ein Händler zur Meldung über Anleihenkäufe der EZB. Kursgewinne an den Börsen in Frankfurt, Zürich und Paris standen Verluste in London, Mailand und Helsinki gegenüber. Ein Fiasko erlebte die Nokia-Aktie nach der Vorstellung des neuen Smartphones Lumia-920. Nokia brachen um 13 Prozent ein. Die Reaktionen auf das mit dem Betriebssystem Windows 8 ausgestattete Gerät fielen gemischt aus. Ein Händler meinte: "Wir warten alle auf das iPhone 5 von Apple. Kein Interesse an Nokia, selbst wenn es ein gutes Produkt ist." Andere Händler führten die hohen Kursverluste darauf zurück, dass sich der Kurs seit Ende Juli durch spekulative Käufe verdoppelt habe. Die Aktien des Nokia-Zulieferers STMicro fielen um fast fünf Prozent.

   DAX/MDAX/TECDAX

   Deutsche Post verloren 1,5 Prozent. Sie litten unter der Gewinnwarnung von FedEX. BMW gaben um 0,6 Prozent nach. HSBC hat die Aktie auf "Neutral" abgestuft. Zudem hat BMW im August in den USA weniger Pkw abgesetzt als im August vergangenen Jahres. Bei VW stieg dagegen der US-Absatz um fast zwei Drittel, die VW-Aktie legte um 1,3 Prozent zu. Daimler gaben trotz eines 13,5-prozentigen Absatzplus von Mercedes-Benz auf dem US-Markt leicht nach. Positive Prognosen von Fresenius für die Sparte Kabi ließen die Aktie um 1,4 Prozent zulegen. Linde zogen um zwei Prozent an. Das Unternehmen brachte eine Anleihe von einer Milliarde Euro am Markt unter. ThyssenKrupp verloren 0,8 Prozent und Salzgitter gaben um zwei Prozent nach. Weiter fallende Preise für Eisenerz werden von Händlern als Ausdruck einer schwachen weltweiten Stahlnachfrage interpretiert, was die Kurse der Stahlproduzenten unter Druck brachte.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.961 (XETRA-Schluss: 6.965) Punkte

   Der nachbörsliche Handel mit deutschen Aktien ist am Mittwoch recht ruhig verlaufen. Aus den USA erhielt der Markt keine Impulse mehr, denn auch dort warteten die Anleger die EZB-Sitzung ab. Die Entscheidungen des Arbeitskreises Indizes der Deutschen Börse waren so erwartet worden und bewegten die betroffenen Aktien kaum. Lediglich Singulus fielen mit einem Minus von 1,2 Prozent etwas aus dem Rahmen. Aktien der Lufthansa reagierten nicht auf die Nachricht, dass die Gesellschaft aufgrund des Streiks ihrer Flugbegleiter am Freitag voraussichtlich zwei Drittel ihrer Flüge streichen wird.

   USA / WALL STREET

   Einen Tag vor der EZB-Ratssitzung hielten sich die Anleger zurück. Ermutigende US-Konjunkturdaten verpufften. FedEx fielen um 2,0 Prozent. Die neuen Ertragsprognosen des Unternehmens liegen unter den bisherigen Analystenschätzungen. Im Sog von FedEx fielen die Titel von UPS um 2,4 Prozent. Dass die Verluste nicht deutlicher ausfielen, erklärten Händler damit, dass die pessimistischen FedEx-Erwartungen der US-Notenbank Gründe liefern könnten, mehr Geld zu drucken. Facebook legten um 4,8 Prozent zu. CEO Zuckerberg hat versichert, dass er seine Aktien auch nach Ablauf der vorgeschriebenen Haltefrist nicht verkaufen wird. Am Dienstag hatten die Titel ein neues Rekordtief erreicht. Microsoft schlossen kaum verändert. Das Unternehmen stellte gemeinsam mit Nokia ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8 vor. Nokia brachen in New York um 21 Prozent ein. Ein Händler sprach von einer wenig überzeugenden Präsentation mit technischen Problemen.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 17,55 Uhr EUR/USD 1,2603 +0,0% 1,2602 1,2605 EUR/JPY 98,8422 +0,0% 98,8065 98,7449 EUR/CHF 1,2054 +0,1% 1,2044 1,2033 USD/JPY 78,4300 +0,0% 78,4050 78,3470 GBP/USD 1,5899 -0,0% 1,5902 1,5909

Nach dem Anstieg am Mittwochnachmittag zeigt sich der Euro zu Beginn des europäisch geprägten Handels am Donnerstag kaum verändert. Auslöser war ein Fernsehbericht, dem zufolge EZB-Präsident Mario Draghi unbegrenzt Staatsanleihen kaufen will. Mit Spannung werde nun auf die EZB-Sitzung und Details zu den Anleihekäufen gewartet. Sollte die EZB überzeugende Aussagen liefern, könnte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2750 Dollar steigen, so ein Teilnehmer.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 95,83 95,36 0,49 0,47 Brent/ICE 113,47 113,09 0,34 0,38

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   September 06, 2012 01:26 ET (05:26 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 26 AM EDT 09-06-12

-2 of 2- 06 Sep 2012 05:26:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   Angst vor einer konjunkturbedingt schwächeren Nachfrage beherrschte den Ölmarkt. WTI erholte sich gleichwohl von anfänglichen Verlusten und schloss um 0,06 Dollar höher bei 95,36 Dollar. Die US-Regierung wird am Donnerstag über ihre Ölvorräte informieren. Es wird erwartet, dass diese aufgrund von Hurrikan Isaac und der damit verbundenen Förderausfälle abgenommen haben, was WTI tendenziell stützen dürfte Die europäische Referenzsorte Brent sank an der ICE um 1,0 Prozent bzw 1,09 Dollar auf 113,09 Dollar.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.696,62 1.693,45 +0,2% +3,17 Silber (Spot) 32,54 32,26 +0,9% +0,28 Platin (Spot) 1.580,00 1.569,80 +0,6% +10,20 Kupfer-Future 3,51 3,53 -0,6% -0,02

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   EURO-SCHULDENKRISE/EZB

   Der EZB-Plan für den Ankauf von Staatsanleihen enthält kein Limit über den Umfang der Interventionen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten. Die Europäische Zentralbank verlange auch keinen Status als bevorzugter Gläubiger.

   DEUTSCHE BÖRSE/INDEXÄNDERUNGEN

+ DAX - NEUAUFNAHME DAX - AUSGESCHIEDEN Continental MAN Lanxess Metro

+ MDAX - NEUAUFNAHME MDAX - AUSGESCHIEDEN MAN Deutz Metro Continental TAG Immobilien Lanxess

+ TecDax - NEUAUFNAHME TecDAX - AUSGESCHIEDEN BB Biotech Gigaset LPKF Laser Singulus

+ SDAX - NEUAUFNAHME SDAX - AUSGESCHIEDEN Deutz TAG Immobilien

Die Änderungen werden zum 24. September wirksam.

SPANIEN

   Die spanische Regierung ist einem Zeitungsbericht zufolge bereit, ein Rettungspaket für das ganze Land zu beantragen, allerdings nur, wenn damit keine zusätzlichen Auflagen verbunden sind. Angesichts der hohen Zinssätze sehe sich Spanien außerstande, die im Oktober anstehende Schuldenrückzahlung von 24 Milliarden Euro selbst zu stemmen, berichtete die Zeitung El Pais unter Berufung auf Informationen aus Regierungkreisen.

   SOLARBRANCHE

   Die Europäische Kommission will eine Untersuchung chinesischer Solarimporte einleiten und prüfen, ob die Einfuhren zu Dumpingpreisen in Europa verkauft werden, wie die Europäische Kommission am Donnerstag mitteilte.

   LUFTHANSA

   streicht wegen des geplanten flächendeckenden Streiks der Flugbegleiter am Freitag rund 1.200 Flüge. Das seien etwa zwei Drittel der geplanten Verbindungen, sagte ein Lufthansa-Sprecher.

   VOLVO

   will trotz des schwierigen Umfelds kräftig investieren. Insgesamt 11 Milliarden US-Dollar sollen in den kommenden fünf Jahren ausgegeben werden. Daran hält Volvo-Chef Stefan Jacoby fest, auch wenn Volvo im ersten Halbjahr wegen sinkender Absätze in den wichtigsten Märkten rote Zahlen geschrieben hat.

=== DJG/raz/cln/ros (END) Dow Jones Newswires

   September 06, 2012 01:26 ET (05:26 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 26 AM EDT 09-06-12

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In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
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