11.02.2013 07:59
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

=== +++++ SPRUCH +++++

   "Was will der Baumeister Verstand in seinem Bau ausrichten, wenn ihm das Gedächtnis keinen Stein reicht?" (Johann Michael Sailer)

   +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: In Südkorea, Schanghai und Hongkong bleiben die Börsen wegen der Feiertage zum Mondneujahr geschlossen. In Japan findet wegen des Tags der Gründung der Nation kein Börsenhandel statt.

   DIENSTAG: In Schanghai und Hongkong bleiben die Börsen wegen der Feiertage zum Mondneujahr geschlossen.

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Bundesregierung sieht bei der Konjunkturentwicklung in Deutschland eine positive Trendwende kommen. "Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft hellen sich allmählich auf. Die Frühindikatoren deuten auf ein absehbares Ende der aktuellen Schwächephase hin", heißt es nach Angaben der Passauer Neuen Presse im Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Februar 2013, der am Montag veröffentlicht werden soll.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   07:30 DE/Bilfinger SE, Jahresergebnis, Mannheim

   09:30 DE/Hafen Hamburg, Jahres-PK

   12:30 DE/EnBW Energie Baden-Württemberg AG, PK zur Bilanz der ersten 100 Tage des neuen Vorstandsvorsitzenden

   Mastiaux, Karlsruhe

   18:00 FR/L'Oreal SA, Jahresergebnis, Clichy

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- FR 08:45 Industrieproduktion Dezember PROGNOSE: -0,2% gg Vm zuvor: +0,5% gg Vm

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 11:30 DE/Auktion 6-monatiger Schatzanweisungen im Volumen von 4 Mrd EUR

14:50 FR/Auktion 12-wöchiger Schatzwechsel im Volumen von 3,6 bis 4 Mrd EUR Auktion 21-wöchiger Schatzwechsel im Volumen von 1,3 bis 1,7 Mrd EUR Auktion 51-wöchiger Schatzwechsel im Volumen von 1,5 bis 1,9 Mrd EUR

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 7.652,14 +0,81% DAX-Future 7.654,00 +0,62% XDAX 7.652,67 +0,62% MDAX 12.759,56 +0,82% TecDAX 885,31 +0,90% Euro-Stoxx-50 2.630,30 +1,25% Stoxx-50 2.626,09 +1,26% Dow-Jones 13.992,97 +0,35% S&P-500-Index 1.517,93 +0,57% Nasdaq-Comp. 3.193,87 +0,91% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 142,97% +25

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Mit einem ruhigen Start in die neue Woche rechnen Händler am Rosenmontag. Vorgaben aus Asien fehlen völlig, da dort das Neujahrsfest gefeiert wird. Im Fokus sehen Händler die weitere Entwicklung des Euro stehen. Nach dem Kursabsturz vergangene Woche werde daher besonders auf das Treffen der Eurogruppe in Brüssel geachtet.

   Dazu passend werden die Worte von Frankreichs Außenminister gesehen, der über als Waffe benutzte Währungen sprach. Auch die scharfe Kritik von Italiens Ministerpräsident Monti an der erneuten Berlusconi-Kandidatur bei den anstehenden Wahlen steht im Blick. Beim Eurogruppen-Treffen wird auch IWF-Chefin Lagarde anwesend sein, um die Lage von Griechenland, Spanien und Zypern zu diskutieren.

   Nach einer schwierigen Woche haben sich Europas Börsen am Freitag von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Ein hoher Handelsbilanzüberschuss in China im Januar legt nahe, dass die Wirtschaft gut ins neue Jahr gestartet ist. Auch ist der wieder schwächer tendierende Euro eine gute Nachricht für die europäische Exportindustrie. Die Gemeinschaftswährung fiel unter die Marke von 1,34 Dollar nach 1,37 zu Wochenbeginn. Automobilaktien stiegen den dritten Tag in Folge. Die schwächere Einheitswährung macht wieder mehr Lust auf den Sektor. Trotz milliardenschwerer Abschreibungen gewann die Aktie des französischen Autobauers Peugeot-Citroën 2 Prozent. Die Abschreibungen von 4,13 Milliarden Euro bewegten sich aber im Rahmen der Erwartungen. Daneben stiegen Peugeot mit dem Gesamtsektor. Dieser legte 2,4 Prozent zu. Mit 3 Prozent ging es nur für die Banken in Europa kräftiger nach oben. Nicht gefragt bei den Anlegern waren Telekomaktien nach schwachen Zahlen von Telecom Italia, die 1,3 Prozent verloren. Italiens größter Telekomanbieter hat das eigene Ziel für den operativen Gewinn im vergangenen Jahr um fünf Prozent verfehlt.

   DAX/MDAX/TECDAX

   BMW stiegen 2,5 Prozent, Daimler 3,1 Prozent und VW 2,3 Prozent. Versorgertitel erholten sich kräftig: E.ON gewannen 2,7 Prozent und RWE 1,8 Prozent. Deutsche Telekom wurden von schwachen Zahlen von Telecom Italia belastet und verloren 0,6 Prozent. In der zweiten Reihe stiegen MAN trotz eines schwachen Ausblicks 0,5 Prozent. "MAN macht sich hässlich, damit VW der MAN-Aktienkurs für die Komplettübernahme und den Squeeze-Out nicht nach oben davonläuft", sagte ein Händler. Nach Rekordergebnissen kletterten Hugo Boss 2,2 Prozent. Software AG profitierten von der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms von bis zu 180 Millionen Euro und stiegen um 2,7 Prozent.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 7.653 (XETRA-Schluss: 7.652) Pkt.

   Laut einem Händler hat sich das Geschäft mit deutschen Aktien am Freitagabend auf Kontron konzentriert. Der Hersteller von Kleinstcomputern hatte am Abend überraschend erste Eckdaten für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht, die einen operativen Verlust und Abschreibungen offenbarten. Die Aktie wurde daraufhin 20 Prozent schwächer getaxt. Dies empfand der Händler als etwas übertrieben.

   USA / WALL STREET

   Daten aus China und den USA stützten die Wall Street. Obwohl für den Nordosten der USA ein extremer Schneesturm vorausgesagt war, lief der Handel laut NYSE reibungslos. Die Umsätze waren jedoch dünn, viele Händler blieben zu Hause. Die Sorge über ein Schneechaos trieb die Aktie des Stromgeneratorherstellers Generac auf Allzeithoch. Einen wichtigen Grund für die Aufschläge stellte die US-Handelsbelanz, die Raum für eine Aufwärtsrevision der BIP-Daten zum vierten Quartal lieferte. In China lief der Exportmotor trotz der flauen Weltkonjunktur auf Hochtouren. Titel aus dem Technologiesektor liefen besonders gut: HP (+2,6 Prozent), Microsoft (+1,1 Prozent) und IBM (+1,0 Prozent) gehörten zu den größten Dow-Gewinnern. Apple legte um 1,4 Prozent zu, der Technologieriese will den Vorschlag des Hedgefondsmanagers David Einhorn über die Einführung einer Vorzugsaktie prüfen. Microchip Technology schossen nach einer angehobenen Unternehmensprognose um 7,2 Prozent nach oben. Moody's verloren 7,7 Prozent. Viertquartalsumsatz und Ausblick waren gut ausgefallen. Allerdings ging die Sorge um, Moody's könnte das Schicksal von Wettbewerber S&P teilen und ebenfalls mit einer US-Klage konfrontiert werden. McDonald's stieg um 0,3 Prozent, obwohl die Schnellrestaurantkette für Januar einen Umsatzrückgang gemeldet hatte. Das US-Geschäft lief aber besser als erwartet. LinkedIn schnellten um 21,3 Prozent nach oben. Quartalszahlen und Ausblick waren überraschend gut ausgefallen. Auch am US-Rentenmarkt zeigten die Konjunkturdaten lange Zeit Wirkung. Die Spekulation über eine Aufwärtsrevision des BIP belastete die US-Staatsanleihen, die sich jedoch im späten Geschäft erholten. Die Rendite zehnjähriger Treasurys fiel auf 1,95 Prozent.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3374 +0,0% 1,3370 1,3372 EUR/JPY 123,8105 +0,0% 123,7612 124,0159 EUR/CHF 1,2283 +0,1% 1,2268 1,2278 USD/JPY 92,5540 -0,0% 92,5590 92,7665 GBP/USD 1,5794 +0,0% 1,5790 1,5811

Der Yen legt am Morgen gegen die meisten anderen Währungne zu, während sich die Debatte um den Währungskrieg fortsetzt. Politiker aus den EU und den USA diskutieren laut mit dem Vorgang vertrauten Personen über eine gemeinsame Erklärung, mit der eine mögliche Destabilisierung durch einen Abwertungswettlauf verhindert werden soll.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 95,66 95,72 -0,06 -0,06 Brent/ICE 118,91 118,90 0,01 0,01

Die China-Daten beflügelten derweil den Ölpreis. Der Höhenflug der europäischen Referenzsorte Brent setzte sich fort, der Preis für die globaler gehandelte Ölsorte stieg um 1,4 Prozent bzw 1,66 Dollar auf das Neunmonatshoch von 118,90 Dollar. Belastet vom steigenden Dollar drehte der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI ins Minus und verbilligte sich um 0,1 Prozent oder 0,11 Dollar auf 95,72 Dollar.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.668,15 1.667,30 +0,1% +0,85 Silber (Spot) 31,47 31,48 -0,0% -0,01 Platin (Spot) 1.715,50 1.728,50 -0,8% -13,00 Kupfer-Future 3,763 3,760 +0,1% +0,00

Beim Gold preisten Anleger weitere Lockerungen der globalen Geldpolitik aus, die Feinunze sank auf 1.669 Dollar nach zuletzt 1.671 Dollar.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   US-KONJUNKTUR

   Von Wall Street Journal befragte Ökonomen gehen für 2013 von einem Wirtschaftswachstum in den USA von 2,3 Prozent aus.

   KONTRON

   erreicht 2012 mit Umsatz von 547 Millionen Euro eigene Prognose, schreibt aber operativen Verlust von 32 Millionen Euro.

   TELECOM ITALIA

   nimmt sich ein Beispiel an seinen europäischen Wettbewerbern und halbiert die Ausschüttung für die Aktionäre.

=== DJG/cln/flf/raz (END) Dow Jones Newswires

   February 11, 2013 01:29 ET (06:29 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 29 AM EST 02-11-13

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