28.06.2013 08:06
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

-1 of 2- 28 Jun 2013 05:35:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== +++++ SPRUCH +++++

   "Gewissen kann nur sein, wo Wissen ist." (Erhard Blanck)

   +++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

   MONTAG: In Hongkong bleiben die Börsen wegen des Feiertages zur Errichtung der Sonderverwaltungszone geschlossen.

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Gabelstaplerhersteller Kion kommt am Freitag an die Börse. Allerdings muss sich das Unternehmen mit einem recht geringen Preis für die neuen Aktien zufriedengeben. Mit 24 Euro je Aktie erlöst der zweitgrößte Gabelstaplerhersteller der Welt hinter Toyota Industries nur einen Preis am untersten Ende der Angebotsspanne. Angestrebt hatte die ehemalige Linde-Tochter Kion bis zu 30 Euro. Zum Platzierungspreis hat das Unternehmen 17,23 Millionen Aktien ausgegeben, so dass ihm nach Abzug der Bankprovisionen rund 404 Millionen Euro zufließen. Außerdem erfolgte eine Mehrzuteilung in Höhe von rund 2,58 Millionen Aktien aus dem Bestand der Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs. Kion wird damit nach dem IPO zu einem Fünftel an der Börse notiert sein. 97,7 Prozent der angebotenen Aktien wurden institutionellen Investoren und 2,3 Prozent Privatanlegern zugeteilt. Das Umfeld für Börsengänge hatte sich zuletzt wieder deutlich eingetrübt. Dies dürfte der Grund für den - aus Sicht des Unternehmens - eher enttäuschenden Verlauf des Börsengangs sein.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   Termine:

   08:00 EU/ACEA, Nfz-Neuzulassungen Westeuropa Mai

   09:00 DE/Kion Group AG, Erstnotiz im Prime Standard

   DIVIDENDENABSCHLAG

Name Dividende Bauer AG 0,300 EUR EnviTec Biogas AG 1,000 EUR STINAG Stuttgart Invest AG 0,750 EUR Vtion Wireless Tech. AG 0,055 EUR +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ -DE 08:00 Destatis, Einzelhandelsumsatz Mai saisonbereinigt real PROGNOSE: -0,3% gg Vm zuvor: -0,4% gg Vm

Im Laufe des Tages - Destatis, Verbraucherpreise Juni (vorläufig) PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+1,8% gg Vj zuvor: +0,4% gg Vm/+1,5% gg Vj -FR 08:45 Privater Verbrauch (Käufe industrieller Güter) Mai PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+0,3% gg Vj zuvor: -0,3% gg Vm/+0,2% gg Vj -US 15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juni PROGNOSE: 55,0 zuvor: 58,7

15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan Juni (2. Umfrage) PROGNOSE: 83,0 1. Umfrage: 82,7 zuvor: 84,5

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++

   Keine relevanten Auktionen angekündigt.

   +++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX zuletzt +/- % DAX 7.990,75 +0,63% DAX-Future 7.976,00 +0,24% XDAX 7.968,66 +0,24% MDAX 13.805,18 +1,14% TecDAX 952,82 +2,33% Euro-Stoxx-50 2.619,86 +0,66% Stoxx-50 2.615,00 +0,59% Dow-Jones 15.024,49 +0,77% S&P-500-Index 1.613,20 +0,62% Nasdaq-Comp. 3.401,86 +0,76% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 141,64% +62

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Mit kleinen Kursgewinnen dürften die europäischen Börsen am Freitag in den Handel starten. "Der Halbjahresultimo sollte die freundliche Grundtendenz eher stützen", erwartet ein Händler. Die Vorgaben der asiatischen Börsen seien gut und sollten ebenfalls helfen. Vor allem in Tokio legen die Kurse kräftig zu, nachdem japanische Konjunkturdaten positiv überrascht haben. Nachdem der Dax am Vortag bereits an der 8.000er Marke gescheitert war, wird er im frühen Handel mit einem Plus von sechs Punkten bei 7.996 Punkten gesehen. Auch der Euro-Stoxx-50 wird ein paar Punkte im Plus erwartet. An der deutschen Börse steht der Börsengang von Kion im Blick. Die Aktien des Gabelstaplerhersteller wurden mehrheitlich bei institutionellen Investoren untergebracht. Mit 24 Euro je Aktie erlöste der hinter Toyota Industries zweitgrößte Gabelstaplerhersteller der Welt einen Preis am untersten Ende der Angebotsspanne. An der Börse wird nun gespannt auf den ersten Kurs gewartet.

   Am Donnerstag schlossen die europäischen Börsen den dritten Tag in Folge mit Gewinnen. Gestützt hatten überzeugende US-Daten vom Arbeits- und Immobilienmarkt. Zum anderen nannten Marktteilnehmer den nahenden Halbjahresultimo als einen der Gründe für die Kursgewinne. Zu diesem Stichtag präsentieren Fondsmanager ihren Anlegern, wie gut sie gearbeitet haben. Daher werden gerne Positionen in den Aktien aufgestockt, die gut gelaufen sind. Nachdem die Renditen in der Euro-Peripherie in der Vorwoche kräftig gestiegen waren, musste der Schuldner Italien bei der Aufstockung fünf- und zehnjähriger Staatsanleihen ebenfalls deutlich höhere Renditen akzeptieren. Medienwerte, Automobilwerte und Pharmawerte standen weit oben auf der Kaufliste. Roche und AstraZeneca wollen ihre Daten zur Medikamentenentwicklung miteinander teilen. Roche legten um 3,4 Prozent zu, AstraZeneca um 1,2 Prozent. Die Chemiewerte bremsten dagegen die Aufwärtsbewegung, der Sektorindex notierte 0,2 Prozent im Plus. Stärker unter Druck gerieten Lanxess mit einem Abschlag von 3,3 Prozent. Für die Einfuhr von Toluidin erhebt China ab sofort Zoll. JPM empfahl, die Aktien von Lanxess und von BASF, die um 2 Prozent nachgaben, zu verkaufen. Bankia hat sich über eine Privatplatzierung aus ihrer Beteiligung an IAG zurückgezogen. Die Titel schlossen etwas leichter. Auch Air France und Lufthansa verloren.

   DAX/MDAX/TECDAX

   Der DAX "flirtete" mit der Marke von 8.000 Punkten. Zum einen klangen die beruhigenden Worte der Notenbanker nach. Zum anderen stützte der nahe Halbjahresultimo. Commerzbank gaben 4,4 Prozent ab und fielen auf ein weiteres Rekordtief. Auch für die ersten sechs Monate des Jahres trägt die Aktie die rote Laterne im DAX. Fondsverwalter warfen das Papier zum Monatsende aus den Portfolios. adidas gehörten mit einem Plus von 3,2 Prozent zu den Gewinnern. Auf Sicht von sechs Monaten stellen sie den Star im DAX. Im MDAX stiegen ProSieben um 3,4 Prozent und stellten hier den Jahresgewinner. Im TecDax kletterten Nordex um 8,2 Prozent und führten damit das Tableau der Jahressieger an. Morphosys haussierten um 17 Prozent. Das Unternehmen hat bereits das zweite Mal in einem Monat einen Medikamentenanwärter auslizensiert. Zudem wird der Partner Celgene Großaktionär.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 7.969 (XETRA-Schluss: 7.991) Punkte

   Bei verhaltenen Umsätzen sei es im nachbörslichen Handel am Mittwoch leicht bergab gegangen, wie ein Händler von Lang & Schwarz sagte. Die Aktien von SGL Carbon verloren 7,5 Prozent und reagierten damit auf die neue Gewinnwarnung des MDAX-Konzerns. Um 0,5 Prozent nach oben ging es dagegen für die Papiere von Lanxess. Sie haben sich damit leicht von den jüngsten Verlusten erholt.

   USA / WALL STREET

   An der Wall Street setzte sich die Erholung den dritten Tag in Folge fort. Der Dow übersprang die Marke von 15.000 Punkten. Störfeuer durch Konjunkturdaten gab es keine. Die wöchentlichen Daten zum Arbeitsmarkt haben die Markterwartungen im Großen und Ganzen getroffen. Der leicht positive Trend am US-Arbeitsmarkt hält damit an. Die persönlichen Einkommen sind im Mai etwas üppiger ausgefallen als erwartet, die entsprechenden Ausgaben erfüllten die Marktprognosen. Für etwas Unterstützung sorgte zudem der New Yorker Fed-Chef William Dudley. Er warnte die Märkte vor Fehlschlüssen zur künftigen Geldpolitik der Fed. Die Märkte würden die Signale der Zentralbank falsch verstehen, wenn sie davon ausgingen, dass eine Straffung der Geldpolitik näher gerückt sei, so Dudley. "Bis zu einem Anstieg der kurzfristigen Zinsen ist es wahrscheinlich noch ein langer Weg", selbst wenn die Zentralbank womöglich das Tempo ihrer Wertpapierkäufe zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verringere, fügte Dudley hinzu. Am Aktienmarkt setzte sich der Abwärtstrend bei Apple nach dem jüngsten Sturz unter die Marke von 400 Dollar fort. Die Aktien verloren 1,1 Prozent, nachdem die Analysten von Susquehanna ihr Kursziel auf 440 von 480 Dollar gesenkt hatten. Unter Abgabedruck standen zudem die Anteilsscheine von Clearwire mit einem Minus von 2,1 Prozent. Dish Network zog ihr Gebot für das Unternehmen zurück, nachdem die Clearwire-Aktionäre für die Offerte von Sprint Nextel votiert hatten. Die Aktien von Dish gewannen daraufhin 3,1 Prozent.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 17.45 Uhr EUR/USD 1,3066 +0,2% 1,3037 1,3017 EUR/JPY 129,1388 +0,6% 128,3787 128,0886 EUR/CHF 1,2336 +0,1% 1,2324 1,2318 USD/JPY 98,8280 +0,4% 98,4250 98,3955 GBP/USD 1,5272 +0,1% 1,5259 1,5232

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   June 28, 2013 01:35 ET (05:35 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 35 AM EDT 06-28-13

-2 of 2- 28 Jun 2013 05:35:00 UTC  DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   Der Euro legt auch am Freitagmorgen zum Dollar zu, nachdem die Gemeinschaftswährung schon am Donnerstag von Aussagen einiger US-Notenbankvertreter profitiert hatte. Diese hatten den Euro im späten US-Geschäft zuletzt auf 1,3043 Dollar getrieben, nachdem im Tagestief am Mittwoch noch für 1,2987 Dollar zu haben war. Fed-Gouverneur Jerome Powell hatte sich kritisch zu dem jüngsten Renditeanstieg bei den US-Staatsanleihen geäußert. Sie stünden nicht im Einklang mit der Politik der Notenbank, so Powell. Mit ihren jüngsten Aussagen sei es den Geldpolitikern der Fed unterm Strich gelungen, die Märkte davon zu überzeugen, dass sie auf die Ankündigung einer möglichen Absenkung der Anleihekäufe durch die US-Notenbank überreagiert haben, sagte Analyst Steven Englander von der Citi. Zum Yen legt der Dollar am Freitagmorgen indessen zu und übersprang kurz sogar die Marke von 99 Yen.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 97,29 95,14 0,25 0,24 Brent/ICE 103,03 104,95 0,20 0,21

Der Ölpreis zog gestützt von den leicht positiven US-Konjunkturdaten weiter an. Ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI Öl verteuerte sich zum Settlement um 1,6 Prozent auf 97,05 Dollar.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.204,67 1.201,00 +0,3% +3,67 Silber (Spot) 18,82 18,50 +1,7% +0,32 Platin (Spot) 1.313,25 1.313,00 +0,0% +0,25 Kupfer-Future (Mai) 3,04 3,05 -0,3% -0,01

Der Goldpreis fiel im US-Handel weiter wie ein Stein und durchbrach sogar die Marke von 1.200 Dollar. Nachdem er im Tagestief bis auf 1.196,52 Dollar gefallen war, sank er zum Settlement um 1,5 Prozent auf 1.211,60 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit knapp drei Jahren. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste des Edelmetalls damit auf sage und schreibe rund 28 Prozent. In den vergangenen Tagen hatten mit Goldman Sachs, Credit Suisse, Standard Bank, Morgan Stanley, HSBC und BNP Paribas gleich sechs Banken erneut ihre Prognosen für das Edelmetall gesenkt.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   EU/ARBEITSMARKTPOLITIK

   Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich in der Nacht zum Freitag nach zähen Verhandlungen endgültig auf einen neuen Finanzrahmen für die nächsten sieben Jahre geeinigt. Sie beschlossen unter anderem, die Mittel zum Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit von sechs auf mindestens acht Milliarden Euro aufzustocken.

   LANXESS

   bekommt von Standard & Poor's (S&P) vielleicht eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Gegenwärtig prüft die Ratingagentur die aktuelle Bonitätsbewertung BBB auf eine mögliche Herabstufung. Zur Begründung verweist sie auf die anhaltend schwache Nachfrage und die Wirtschaftsflaute in Europa.

   SGL CARBON

   hat die Jahresprognose erneut gesenkt und plant nun mit einem EBITDA, das um 50 bis 60 Prozent unter dem von 2012 liegen wird. 2012 belief es sich auf 240 Millionen Euro vor Wertberichtigungen. Bislang hatte die SGL Carbon SE nur einen Rückgang um 20 bis 25 Prozent erwartet. Der Wettbewerbsdruck aus Asien nehme zu. Daher bleibe die erwartete Erholung besonders in den Geschäften mit Graphitelektroden und Graphitspezialitäten aus, begründete das Unternehmen die neuerliche Gewinnwarnung. .

   TAKKT

   Familienkonzern Haniel hat aus dem Verkauf von Takkt-Aktien rund 154 Millionen Euro erlöst. Die Platzierung der 13,4 Millionen Stück sei zu einem Kurs von 11,50 Euro erfolgt, teilte Haniel mit. Bei Ankündigung des Vorhabens am 10. Juni war das Paket rund 170 Millionen Euro wert.

   PEUGEOT

   General Motors wird derzeit keine weiteren Gelder in PSA Peugeot Citroen stecken. Laut informierten Personen soll die angeschlagene französische Gesellschaft den US-Partner um finanzielle Unterstützung gebeten haben. Die Amerikaner hätten dies abgelehnt.

=== DJG/flf/hhb/cln (END) Dow Jones Newswires

   June 28, 2013 01:35 ET (05:35 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 35 AM EDT 06-28-13

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