DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

18.06.2012 08:05

Senden

MORNING BRIEFING - USA/Asien


=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Bei der Parlamentswahl in Griechenland haben die Befürworter des Sparpakts einen knappen Sieg errungen. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen liegt die konservative Partei Nea Dimokratia mit 30 Prozent vor der eurokritischen Linkspartei Syriza, die 27 Prozent der Stimmen erhielt. Das Wahlergebnis löste international Erleichterung aus und mindert die Angst vieler Beobachter vor einem völligen Zusammenbruch der Beziehungen zwischen Griechenland und der Eurozone, die wohl ein Ausscheiden des Landes aus der Gemeinschaftswährung nach sich ziehen würden. Analysten rechnen damit, dass Samaras auch versuchen könnte, die Demokratische Linke zur Teilnahme an einem Regierungsbündnis zu bewegen, um sich eine größere Mehrheit im Parlament zu verschaffen. Auch Evangelos Venizelos, Chef der sozialistischen Pasok-Partei, forderte erneut eine Regierung der nationalen Einheit unter Beteiligung von Nea Dimokratia, Pasok, Demokratischer Linker und Syriza. Die radikale Linke aber hat mehrfach deutlich gemacht, dass sie für eine Regierungskoalition unter Leitung der Konservativen nicht zur Verfügung stehe.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

Keine wichtigen Termine angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

   INDEX Stand +/- %

INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.342,30 +0,36% Nasdaq-Future 2.576,25 +0,48% Nikkei-225 8.736,76 +1,95% Hang-Seng-Index 19.480,06 +1,28% Shanghai-Composite 2.319,59 +0,55% Kospi 1.890,08 +1,72% S&P/ASX 200 4.135,40 +1,92%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Mit einer eher moderaten Erleichterungsrally reagieren die Finanzmärkte in Ostasien am Montag auf das Wahlergebnis in Griechenland. Der knappe Sieg der politischen Kräfte, die dem Rettungspaket der internationalen Gläubiger konstruktiv gegenüberstehen, schürt die Hoffnung, dass ein Ausstieg Griechenlands zumindest unwahrscheinlicher geworden ist. Die Indizes an den Börsen der Region legen um bis zu 2 Prozent zu, die Futures auf die US-Aktien-Indizes liegen etwa 0,5 Prozent im Plus. Am Devisenmarkt stieg der Euro in der Spitze auf deutlich über 1,27 Dollar. Auch der Ölpreis machte einen kleinen Satz nach oben. Die Erleichterung über den Wahlausgang macht sich auch in sinkenden Kreditausfallversicherungen in Asien bemerkbar. "Ich bin überrascht, dass der Markt nicht stärkere Ausschläge zeigt", sagt Paul Mackel, Devisenexperte in Asien für HSBC. "Ich sehe immer noch Raum für Enttäuschungen. Das ist ein kleiner Lichtblick, der aber schnell wieder erlöschen kann", bemerkt er mit Blick auf die nun anstehende Bildung einer stabilen Regierung in Griechenland, die erneut schwierig werden dürfte. Daneben dürfte die sich verschärfende Schuldensituation Spaniens schnell wieder das beherrschende Thema an den Finanzmärkten werden, so Mackel weiter. "Solange bis wir wissen, was die Staatschefs in Europa auf dem Gipfel Ende des Monats beschließen, um breite Fortschritte hin zu einer besser funktionierenden monetären Union zu erzielen, bleiben die Abwärtsrisiken bestehen", warnt auch John Horner von der Deutschen Bank.

   US-NACHBÖRSE

   Facebook haben am Freitag im nachbörslichen US-Handel leicht nachgegeben. Die Aktie büßte bis 19.59 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com 0,1 Prozent auf 29,98 Dollar ein, nachdem sie im regulären Handel zuvor zugelegt und erstmals seit ihrem Börsenstart eine positive Wochenbilanz aufgewiesen hatte.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 12.767,17 0,91 115,26 S&P-500 1.342,84 1,03 13,74 Nasdaq-Comp. 2.872,80 1,29 36,47 Nasdaq-100 2.571,23 1,23 31,26

Vortag Umsatz (Aktien) 1,51 Mrd 0,77 Mrd Gewinner 2.104 2.155 Verlierer 932 927 Unverändert 104 84 Die Hoffnung auf mögliche Eingriffe der internationalen Notenbanken nach der Griechenland-Wahl beflügelte. Sollten die Reformgegner gewinnen und es zu hohen Wellen an den Märkten kommen, dann könnten mit einer gemeinsamen Aktion der Notenbanken die Wogen geglättet werden, hieß es. Dazu kamen verstärkte Spekulationen um weitere geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche. Die US-Konjunkturdaten des Tages heizten diese Erwartungen weiter an. So fiel der Empire-State-Index für den Monat Juni deutlich unter den Prognosen aus. Im Dow-Jones-Index waren die Technologiewerte gesucht. So legten Microsoft um 2,3 Prozent zu. Das Unternehmen steht laut Kreisen kurz vor dem milliardenschweren Kauf des sozialen Business-Netzwerk Yammer.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 101-16/32 +8/32 1,58% 30-Jährige 106-7/32 +15/32 2,69% Vor allem die Hoffnungen auf weitere geldpolitische Maßnahmen der US-Notenbank trieben die Notierungen. So läuft Ende des Monats die "Operation Twist" aus, die Umverteilung zwischen kurz- und langfristigen Staatsanleihen, die verlängert werden könnte.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 10.30 Uhr EUR/USD 1,2706 -0,2% 1,2737 1,2630 EUR/JPY 100,6301 +0,1% 100,5710 99,7174 USD/JPY 79,2055 +0,3% 78,9500 78,9530 USD/KRW 1164,9000 0% 1164,9000 1163,6500 USD/CNY 6,3647 0% 6,3647 6,3703 AUD/USD 1,0112 -0,2% 1,0129 1,0032

+++++ Rohstoffe +++++

   Öl

   Öl der Sorte WTI erhöhte sich zum Settlement um 0,1 Prozent bzw 0,12 Dollar auf 84,03 Dollar. Mit den schwachen US-Konjunkturdaten und der anstehenden Griechenland-Wahl hätten sich die Investoren zurückgehalten, hieß es. Zudem werde auf weitere stimulierende Maßnahmen durch die US-Notenbank gewartet.

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 84,91 84,03 1,05 0,88 Brent/ICE 98,66 97,61 1,08 1,05

METALLE Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.623,28 1.626,28 -0,2% -3,00 Silber (Spot) 28,66 28,64 +0,1% +0,03 Platin (Spot) 1.491,95 1.489,75 +0,1% +2,20 Kupfer-Future 3,42 3,38 +1,1% +0,04

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR +++++

   EURO-RETTUNGSSCHIRM

   Die EU will der befürchteten Unsicherheit in der Euro-Zone nach der Wahl in Griechenland nach Informationen der Tageszeitung Die Welt mit neuem Geld begegnen. Der Euro-Rettungsschirm könnte im Zuge der Hilfsaktion für Spanien erneut aufgestockt werden. Demnach sollen die bis zu 100 Milliarden Euro für die spanischen Banken aus dem provisorischen Rettungsfonds EFSF gezahlt werden. Das Nachfolgeinstrument, der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM), bliebe so unangetastet. Ursprünglich war vorgesehen, dass alle EFSF-Hilfen auf den ESM angerechnet werden.

   PARLAMENTSWAHL FRANKREICH

   Der neue französische Präsident kann mit der Rückendeckung des Parlaments rechnen. In der zweiten Runde der Wahlen zur Nationalversammlung erreichte die Sozialistische Partei die absolute Mehrheit der Sitze.

   GENERAL ELECTRIC (GE)

   plant in Deutschland Übernahmen von mittelständischen Firmen aus Familienbesitz. Dafür hat GE nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in seiner Deutschland-Zentrale ein vierköpfiges Team aufgestellt. "Bis Jahresende hoffen wir, dass wir eine Übernahme geschafft haben", sagte GE-Manager Christoph Reimnitz der Zeitung. Er sucht nach eigenen Worten "Technologieführer" als Ergänzung für alle Sparten von GE.

=== DJG/ros/gos (END) Dow Jones Newswires

   June 18, 2012 01:34 ET (05:34 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 34 AM EDT 06-18-12

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen