DAX8.3980,3%  Dow15.3540,8%  Euro1,2841-0,4% 
ESt502.8180,4%  Nas3.4991,0%  Öl104,70,0% 
TDax967,5-0,3%  Nikkei15.1380,7%  Gold1.360-1,9% 

06.09.2012 08:03

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MORNING BRIEFING - USA/Asien


=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die Europäische Zentralbank (EZB) wächst unter ihrem Präsidenten Mario Draghi immer stärker in die Rolle des Krisenbekämpfers. Nachdem Draghi nach der Ratssitzung im August die prinzipielle Bereitschaft der EZB zu neuen Staatsanleihekäufen bekundet hat, muss er nach der Sitzung an diesem Donnerstag Details liefern. Eines hat Draghi schon klar gemacht: Das neue Kaufprogramm wird größer als das bisherige SMP und es muss entschlossener umgesetzt werden. Darüber hinaus entscheidet die EZB über ihren Leitzins, wobei 28 der 45 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirten eine Bestätigung des aktuellen Zinssatzes von 0,75 Prozent erwarten. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, werden die Finanzmarktteilnehmer in den ebenfalls zur Veröffentlichung anstehenden Stabsprojektionen zu Wachstum und Inflation nach Hinweisen für den weiteren Zinskurs suchen. Auch ist eine weitere Lockerung der Repo-Sicherheitenanforderungen denkbar.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht August Beschäftigung privater Sektor PROGNOSE: +145.000 Stellen zuvor: +163.000 Stellen

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: -4.000 auf 370.000 zuvor: unv. bei 374.000

16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe August PROGNOSE: 52,5 Punkte zuvor: 52,6 Punkte

17:00 DoE, Rohöllagerbestände (Woche)

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.406,80 +0,24% Nasdaq-Future 2.776,50 +0,33% Nikkei-225 8.663,14 -0,19% Hang-Seng-Index 19.114,76 -0,16% Shanghai-Composite 2.039,75 +0,10% Kospi 1.884,23 +0,54% S&P/ASX 200 4.313,00 +0,80%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Eine einheitliche Trendbildung findet vor der EZB-Sitzung nicht statt. Laut Kreiseberichten prüft die EZB den Aufkauf von Staatsanleihen mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren. Derweil verdichten sich die Anzeichen eines konjunkturellen Abschwungs. In der Eurozone deuten Daten aus dem Verarbeiteten Gewerbe auf eine tiefere Kontraktion hin. Beflügelt von der Hoffnung auf EZB-Anleihekäufe nimmt der Euro die Hürde von 1,26 US-Dollar. Der Yen bewegt sich zur US-Devise nur leicht. In Sydney honorieren Anleger den Preisanstieg bei Kupfer. Fortescue Metals Group hilft das allerdings nichts, der Kurs stürzt um weitere 9,3 Prozent ab. Rio Tinto steigen um 1,7 Prozent, BHP Billiton um 0,9 Prozent. Eine Allianz mit Emirates verhelfen Quantas zu einem Aufschlag von 4,9 Prozent. Lynas schießen um 40,3 Prozent nach oben, nachdem die Gesellschaft eine befristete Lizenz in Malaysia erhalten hat. Gesucht sind in China Werte aus dem Infrastruktursektor. Planungsstellen genehmigten frische Mittel für den U-Bahnbau. In Tokio geben Sharp um 5,7 Prozent nach. Der Konzern bietet Meldungen zufolge sein Hauptquartier in Osaka und eine Fabrik in Kameyama als Sicherheit für neue Finanzierungen an. Der Goldpreis marschiert mit den steigenden Inflationssorgen weiter Richtung 1.700 US-Dollar. Auch die Ölpreise ziehen mit der Spekulation über Notenbankstimuli an.

   US-NACHBÖRSE

   Dem Kurseinbruch der Nokia-Aktie im regulären Handel folgte nachbörslich in den USA nur eine zaghafte Erholung. Um 2,5 Prozent kletterte das Papier des Mobiltelefonherstellers nach oben. Zuvor war das Papier um fast 21 Prozent eingebrochen, nachdem die Vorstellung des neuen Hoffnungsträgers Lumia 920 auf Enttäuschung gestoßen war. Unter anderem hatte Nokia nichts zum Preis und auch nichts genaues dazu gesagt, wann das neue Gerät in den Handel kommen soll. Apple gingen unverändert um. Auf der Verliererseite standen nachbörslich VeriFone und OCZ ganz oben. VeriFone verloren 11 Prozent, nachdem das Unternehmen mit Umsatz und Ausblick enttäuscht hatte. Für OCZ ging es um 20,2 Prozent abwärts. Das Unternehmen hatte eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Warner Chilcott gaben 8,4 Prozent ab. Die Gesellschaft hatte angekündigt, dass einige Aktionäre ihre Titel abgeben wollen.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.047,48 0,09 11,54 S&P-500 1.403,44 -0,11 -1,50 Nasdaq-Comp. 3.069,27 -0,19 -5,79 Nasdaq-100 2.766,95 -0,18 -5,08

Vortag Umsatz (Aktien) 0,68 Mrd 0,64 Mrd Gewinner 1.423 Verlierer 1.564 Unverändert 132 Einen Tag vor der EZB-Ratssitzung hielten sich die Anleger zurück. Ermutigende US-Konjunkturdaten verpufften. FedEx fielen um 2,0 Prozent. Die neuen Ertragsprognosen des Unternehmens liegen unter den bisherigen Analystenschätzungen. Im Sog von FedEx fielen die Titel von Wettbewerber UPS um 2,4 Prozent. Dass die Verluste nicht deutlicher ausfielen, erklärten Marktbeobachter damit, dass die pessimistischen FedEx-Erwartungen der US-Notenbank Gründe liefern könnten, mehr Geld zu drucken. Facebook legten um 4,8 Prozent zu. CEO Zuckerberg hat versichert, dass er seine Aktien auch nach Ablauf der vorgeschriebenen Haltefrist nicht verkaufen wird. Am Dienstag hatten die Titel ein neues Rekordtief erreicht. Microsoft schlossen kaum veränder. Das Unternehmen stellte gemeinsam mit Nokia ein Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8 in New York vor. In New York brachen Nokia um 21 Prozent ein. Ein Händler sprach von einer wenig überzeugenden Präsentation.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 100-11/32 -2/32 1,587% 30-Jährige 101-1/32 -7/32 2,700% Trotz der vielen Unwägbarkeiten vor der EZB-Sitzung und der Konjunktursorgen, die FedEx mit der Gewinnwarnung hervorrief, fand keine Flucht in den Anleihemarkt statt. Die Notierungen dort gaben leicht nach.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 10.16 Uhr EUR/USD 1,2605 +0,0% 1,2602 1,2508 EUR/JPY 98,8661 +0,1% 98,8065 98,0293 USD/JPY 78,4375 +0,0% 78,4050 78,3740 USD/KRW 1134,4500 -0,2% 1136,6600 1136,1800 USD/CNY 6,3456 -0,1% 6,3494 6,3487 AUD/USD 1,0221 +0,3% 1,0194 1,0170

Die Hoffnung auf Anleihekäufe der EZB stützte den Euro, der um die Marke von 1,26 US-Dollar seitwärts tendierte

   ++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 95,85 95,36 0,51 0,49 Brent/ICE 113,46 113,09 0,33 0,37 Angst vor einer konjunkturbedingt schwächeren Nachfrage beherrschte den Ölmarkt. WTI erholte sich gleichwohl von anfänglichen Verlusten und schloss um 0,06 Dollar höher bei 95,36 Dollar. Die US-Regierung wird am Donnerstag über ihre Ölvorräte informieren. Es wird erwartet, dass diese aufgrund von Wirbelsturm Isaac und der damit verbundenen Förderausfälle abgenommen haben, was WTI tendenziell stützen dürfte. Die europäische Referenzsorte Brent sank an der ICE um 1,0 Prozent bzw 1,09 Dollar auf 113,09 Dollar.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.696,90 1.693,45 +0,2% +3,45 Silber (Spot) 32,58 32,26 +1,0% +0,32 Platin (Spot) 1.579,25 1.569,80 +0,6% +9,45 Kupfer-Future 3,51 3,53 -0,6% -0,02

Auch am Goldmarkt warteten die Anleger erst einmal ab, ob die EZB tatsächlich die weithin erhofften Anleihekäufe ankündigt. Die Feinunze ermäßigte sich an der Comex um 0,1 Prozent bzw 2,00 Dollar auf 1.694 Dollar.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   SOLARINDUSTRIE

   Solarkonzerne dürfen im Streit mit chinesischen Wettbewerbern auf Schützenhilfe von der EU hoffen. Die EU will eine Untersuchung chinesischer Solarimporte einleiten und prüfen, ob die Einfuhren zu Dumpingpreisen in Europa verkauft werden. Es liege ein begründeter Anfangsverdacht vor.

=== DJG/cln/flf (END) Dow Jones Newswires

   September 06, 2012 01:33 ET (05:33 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 33 AM EDT 09-06-12

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