08.11.2012 08:14
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die japanischen Maschinenbauer haben im September viel weniger Aufträge erhalten als erwartet, während gleichzeitig der Überschuss in der Leistungsbilanz schrumpfte. Die Bestellungen im Maschinenbau fielen gegenüber August um 4,3 Prozent. Volkswirte hatten nur ein Minus von 2,0 Prozent vorausgesagt. Einziger Lichtblick für die Branche war der Ausblick. Im letzten Quartal des Jahres rechnen die Firmen mit einem Anstieg der Bestellungen um 5 Prozent. Wie schwierig die Lage der japanischen Unternehmen auf den Weltmärkten ist, zeigt der heftige Einbruch in der Leistungsbilanz. Sie ist die breiteste Variable, die den Handel des Landes mit dem Rest der Welt misst. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sackte der Überschuss in der Leistungsbilanz um 68,7 Prozent weg.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

   22:15 US/Walt Disney Co, Ergebnis 4Q (Gewinnprognose 0,68 USD/Aktie)

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 365.000 zuvor: 363.000

14:30 Handelsbilanz September PROGNOSE: -45,00 Mrd USD zuvor: -44,22 Mrd USD

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.393,90 +0,35% Nasdaq-Future 2.620,00 +0,38% Nikkei-225 8.837,15 -1,51% Hang-Seng-Index 21.766,81 -1,51% Shanghai-Composite 2.082,81 -1,09% Kospi 1.913,84 -1,22% S&P/ASX 200 4.483,80 -0,72%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Die asiatischen Börsen tendieren aus Sorgen um die sogenannte "fiscal cliff" mehrheitlich schwach, halten sich aber etwas besser als die US-Börsen. Die Regelung, wonach das US-Haushaltsbudget automatisch gekürzt und Steuern erhöht werden, sofern sich Republikaner und Demokraten auf keine Einschnitte einigen, belastet nach Ende des Präsidentschaftsrennens damit auch die Stimmung in Asien. Wie bereits an den US-Börsen geht die Befürchtung um, dass es zu einer lähmenden Hängepartie kommen könnte, da die Republikaner im Repräsentantenhaus über eine Mehrheit verfügen. "Direkt nachdem die Wiederwahlpartys endeten, rückte das Augenmerk der Märkte auf die drohende fiscal cliff", sagt Analyst Nicholas Smith von CLSA in Tokio. Vor allem in China schaut der Markt daneben auf das nächste politische Großereignis, den Kongress der Kommunistischen Partei. Dort versprach der scheidende Staats- und Parteichef Hu Jintao den Chinesen eine Verdoppelung ihrer Einkommen bis 2020 und ebenso eine Verdopplung der gesamten Wirtschaftsleistung. Auf dem nur alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag wird ein Generationswechsel in der Führung eingeleitet. In Japan belasten zusätzlich schwache Auftragsdaten aus dem Maschinenbau. Am Devisenmarkt sorgt die neu erwachte Risikoscheu für einen steigenden Yen. Der US-Dollar ist unter die psychologisch wichtige 80er Marke gerutscht und kostet nur noch 79,83 Yen.

   US-NACHBÖRSE

   Die Aktien des Chipherstellers Qualcomm war am Mittwoch im nachbörslichen Handel stark gesucht. Qualcomm hatte starke Absatzzahlen und einen bereinigten Gewinn von 0,89 Dollar je Aktie mitgeteilt. Analysten hatten lediglich mit 0,82 Dollar gerechnet. Auf nasdaq.com legte die Aktie bis 19.59 Uhr Ortszeit New York um 7,9 Prozent zu auf 62,73 Dollar. Um 12,2 Prozent abwärts auf 39,50 Dollar ging es für die Anteilsscheine des Energy-Drink-Herstellers Monster Beverage, nachdem das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen die Schätzungen des Marktes verfehlt hatte.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 12.932,73 -2,36 -312,95 S&P-500 1.394,53 -2,37 -33,86 Nasdaq-Comp. 2.937,29 -2,48 -74,64 Nasdaq-100 2.612,69 -2,55 -68,36

Vortag Umsatz (Aktien) 0,88 Mrd 0,67 Mrd Gewinner 578 2.146 Verlierer 2.497 883 Unverändert 74 99 Nach der Entscheidung um die US-Präsidentschaft richteten sich die Blicke auf eines der wichtigen Probleme des wiedergewählten Barack Obama gerichtet: die sogenannte Fiskalklippe. Sollte es im Kongress bis zum Jahresende keine Einigung geben, treten automatische Steuererhöhungen und Ausgabensenkungen in Kraft. Damit droht ein Rückfall in die Rezession. Die Sorgen um langwierige und schwierige Verhandlungen über Steuern und Ausgaben schickte die Kurse auf Talfahrt. Aber auch die Eurozone-Schuldenkrise rückte wieder verstärkt in den Fokus. Verlierer waren Energie- und Finanzwerte. Erstere litten unter dem deutlichen Ölpreisrückgang. Exxon Mobil verloren 3,7 Prozent, Chevron2,6 Prozent. Bei den Finanzwerten drückte die Sorge vor strengeren Regeln zur Bankenregulierung. J.P.Morgan verloren 5,6 Prozent und Citigroup fielen um 6,3 Prozent.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 99-28/32 +27/32 1,64% 30-Jährige 98-16/32 +1-22/32 2,83% Am US-Anleihemarkt zogen die Notierungen stark an, vor allem am langen Ende des Marktes. Die Rendite zehnjähriger Papiere fiel auf 1,64 Prozent. Die Sorge um die anstehenden schwierigen Budgetverhandlungen sorgte für verstärkte Umschichtungen in den sicheren Hafen der US-Anleihen. Etwas gebremst wurde die Aufwärtsdynamik lediglich durch die gesunkene Nachfrage bei der Auktion zehnjähriger Notes. Hier sank die Zeichnungsquote auf 2,59 von 3,26 bei der vorangegangenen Auktion.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mi, 10.03 Uhr EUR/USD 1,2764 -0,1% 1,2771 1,2848 EUR/JPY 102,0003 -0,1% 102,0978 103,1160 USD/JPY 79,9100 -0,1% 79,9525 80,2690 USD/KRW 1089,3000 +0,2% 1087,0000 1085,4500 USD/CNY 6,2429 -0,0% 6,2437 6,2437 AUD/USD 1,0414 +0,1% 1,0405 1,0467

++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 85,11 84,44 0,79 0,67 Brent/ICE 107,59 106,82 0,72 0,77 Für den Ölpreis ging es im US-Handel deutlich nach unten. Eine gesunkene Nachfrage in den USA und erneut stark gestiegene Lagerbestände ließen den Preis für ein Barrel Öl der Sorte WTI zum Settlement auf 84,44 Dollar und damit den tiefsten Stand seit Juli fallen.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.719,04 1.718,35 +0,0% +0,69 Silber (Spot) 31,92 31,79 +0,4% +0,13 Platin (Spot) 1.542,80 1.539,10 +0,2% +3,70 Kupfer-Future 3,46 3,44 +0,4% +0,02 Der Goldpreis zeigte sich kaum verändert. Der positive Impuls durch den Ausgang der Präsidentschaftswahl sei durch die Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in der Eurozone wieder ausgeglichen worden, hieß es. Der Wahlsieg Obamas dürfte eine Fortsetzung des "Quantitative Easing" bedeuten, was wiederum aus Sorge vor einer steigenden Inflation zu Goldkäufen führen dürfte. Der Preis für das Edelmetall lag zum Settlement bei 1.714 Dollar.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   BOEING

   will im Rüstungsgeschäft noch mehr sparen als bislang und wird zahlreiche Management-Stellen streichen und mehrere Rüstungssegmente zusammenlegen. Insgesamt sollen so in den kommenden zwei Jahren 1,6 Milliarden Dollar eingespart werden.

   MONDELEZ

   Die Kosten für die Konzernaufspaltung sowie Probleme auf den Wachstumsmärkten kamen dem Kraft-Nachfolger im dritten Quartal teuer zu stehen. Unter dem Strich wies Mondelez einen Nettogewinn von 652 Millionen US-Dollar aus, gut 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das organische Umsatzwachstum ermäßigte sich um 1,5 Prozent und verfehlte damit die eigenen Erwartungen.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/ros/gos (END) Dow Jones Newswires

   November 08, 2012 01:43 ET (06:43 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 43 AM EST 11-08-12

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