16.11.2012 08:01
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die britische Reckitt Benckiser will den führenden US-Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln Schiff Nutrition International für 1,4 Milliarden US-Dollar übernehmen. Damit überbieten die Briten das Angebot des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns Bayer. Der DAX-Konzern ist ebenfalls an dem Vitaminspezialisten interessiert und hatte für das Unternehmen Ende Oktober deutlich weniger geboten.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Oktober Industrieproduktion PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm Kapazitätsauslastung PROGNOSE: 78,3% zuvor: 78,3%

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.349,40 -0,14% Nasdaq-Future 2.522,00 0% Nikkei-225 9.014,61 +2,09% Hang-Seng-Index 21.129,61 +0,10% Shanghai-Composite 2.007,53 -1,12% Kospi 1.860,83 -0,53% S&P/ASX 200 4.336,80 -0,29%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   An der japanischen Börse befinden sich die Anleger am Freitag in Kauflaune. Hier verhelfen der schwache Yen und Spekulationen auf einen Wahlsieg der Liberaldemokraten dem Börsenbarometer zu einem kräftigen Kursschub. Von einem Sieg der Liberaldemokraten erhoffen sich die Märkte eine laxere Geldpolitik als bisher. Ansonsten zeigen sich die Börsen meist etwas schwächer. Es lasten weiter Sorgen um den US-Haushalt auf den Märkten. Der heftige US-Dollaranstieg vom Donnerstag kam vorerst zum Erliegen. Der Greenback wird mit 81,07 Yen gehandelt nach 81,17 Yen am Vortag. Der Yen war an den beiden Vortagen völlig ins Straucheln geraten. Yen-Schwäche und Wahlhoffnungen treiben den Nikkei um 2 Prozent auf rund 9.000 Zähler nach oben. Besonders stark zeigen sich exportsensitive Titel. Papiere von Nissan gewinnen 5,7 Prozent und die von Canon 5,1 Prozent. In Hongkong schiebt sich der Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent vor - einen Tag nach Vorstellung der neuen Führungsgeneration im Reich der Mitte. Der Kasinobetreiber SJM Holdings aus Macao berichtete über einen um 41 Prozent gestiegenen Nettogewinn im dritten Quartal wegen höherer Margen und mehr Glücksspielern. Die Aktien von SJM Holdings machen aber nur 0,7 Prozent an Boden gut. In Schanghai, Sydney und Seoul herrschten dagegen Molltöne vor. Die Unsicherheit an den Märkten über die US-Fiskalklippe ist alles andere als verschwunden.

   US-NACHBÖRSE

   Die Aktie von Dell geriet im nachbörslichen Handel am Donnerstag unter Druck, nachdem der Computerproduzent mit seinen Zahlen zum dritten Quartal enttäuscht hatte. Der Gewinn fiel um 47 Prozent auf 475 Millionen Dollar bzw 27 Cents je Aktie. Der Verkauf der PCs ging stark zurück und auch andere Sparten zeigten Schwäche. Auf bereinigter Basis wurde ein Gewinn von 39 Cents ausgewiesen, Analysten hatten mit 40 Cents gerechnet. Die Aktie fiel bis 19.59 Uhr Ortszeit auf nasdaq.com um 2 Prozent auf 9,37 Dollar. Dagegen gewannen Gap bis 19.58 Uhr 3,6 Prozent auf 34,46 Dollar. Die Modekette erwartet für 2012 nun einen Gewinn je Aktie zwischen 2,20 und 2,25 Dollar. Bislang ging das Unternehmen von 1,95 bis 2,00 Dollar aus. Dagegen blieb Sears Holdings bei den Zahlen zum dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Das Papier fiel um 7,3 Prozent auf 54,20 Dollar.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 12.542,38 -0,23 -28,57 S&P-500 1.353,32 -0,16 -2,17 Nasdaq-Comp. 2.836,94 -0,35 -9,87 Nasdaq-100 2.524,36 -0,30 -7,51

Vortag Umsatz (Aktien) 0,78 Mrd 0,83 Mrd Gewinner 999 314 Verlierer 2.086 2.778 Unverändert 78 62 Trotz einer Reihe schlechter Nachrichten haben sich die Kurse an der Wall Street recht gut gehalten und nur einen moderaten Abschlag verzeichnet. Die Blicke des Marktes richten sich bereits auf die am Freitag beginnenden Gespräche zum US-Haushalt. Auch der Abschlag der Wal-Mart-Aktie von 3,6 Prozent, nach einer schwachen Umsatzentwicklung im dritten Quartal, belastete. Dieser war für rund 70 Prozent des Minus des Dow-Jones-Index verantwortlich. Die negativen Konjunkturdaten des Tages waren teilweise durch den Hurrikan Sandy verzerrt. So brach der Philadelphia-Fed-Index im November regelrecht ein und auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen höher als erwartet aus.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 100-12/32 +1/32 1,58% 30-Jährige 100-20/32 +6/32 2,72%

Am US-Anleihemarkt zogen die Notierungen leicht an. Hier sorgte neben den schwachen US-Konjunkturdaten auch die Eskalation der Lage im Nahen Osten für Käufe. Doch der Handel sei im Vorfeld der US-Budgetgespräche in engen Grenzen verlaufen.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 9.50 Uhr EUR/USD 1,2770 -0,1% 1,2782 1,2750 EUR/JPY 103,5009 -0,2% 103,7195 103,0520 USD/JPY 81,0470 -0,1% 81,1400 80,8280 USD/KRW 1092,3500 +0,3% 1088,7100 1086,8000 USD/CNY 6,2356 +0,0% 6,2332 6,2343 AUD/USD 1,0319 -0,1% 1,0333 1,0360

Der Euro stieg Richtung 1,28 Dollar. Hier stützte die Hoffnung, dass sich die EU-Finanzminister auf eine Auszahlung der nächsten Hilfstranche für Griechenland einigen können. Im Fokus stand aber der Yen, der zum Dollar deutlich nachgab. Händler verwiesen auf Kommentare des liberaldemokratischen Parteichefs Abe. Dieser hatte angekündigt, im Falle eines LDP-Wahlsiegs im Dezember auf eine Lockerung der Geldpolitik zu drängen. Dabei sei möglicherweise eine unbegrenzte Lockerung notwendig, bis ein Inflationsziel von 2 bis 3 Prozent erreicht werde. Der Yen notierte im späten US-Handel bei 81,19 Dollar, der Euro bei 1,2773 Dollar.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 85,43 85,45 -0,02 -0,02 Brent/ICE 108,14 108,01 0,12 0,13

Beim Ölpreis standen die wöchentlichen Lagerdaten aus den USA im Fokus. Diese waren mit einer Zunahme von 1 Millionen Barrel zwar nur halb so hoch ausgefallen wie erwartet, doch die Lagerbestände insgesamt liegen auf dem höchsten Niveau seit drei Jahren. Ein Barrel der Sorte WTI reduzierte sich zum Settlement um 1 Prozent auf 85,45 Dollar. Die Situation im Nahen Osten werde zwar weiterhin vom Markt genau beobachtet, habe aber aktuell zu keinem weiteren Anstieg geführt.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.714,19 1.715,65 -0,1% -1,46 Silber (Spot) 32,53 32,60 -0,2% -0,07 Platin (Spot) 1.561,75 1.572,75 -0,7% -11,00 Kupfer-Future 3,47 3,46 +0,1% +0,00

Der Goldpreis gab zum Settlement um 0,9 Prozent auf 1.713,80 Dollar je Feinunze nach. Die Nachfrage für das Edelmetall fiel im dritten Quartal im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 11 Prozent, teilte der World Gold Council mit. "Der Rückgang war deutlicher als erwartet", so Bill O'Neill von Logic Advisors. Sollte sich die Entwicklung im vierten Quartal fortsetzen, könnte dies das Sentiment nachhaltiger belasten.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   BOOK-TO-BILL-RATIO

   für die Ausrüster der Halbleiterindustrie in Nordamerika ist im Oktober auf 0,75 (Vormonat: 0,78) gesunken. Wie der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) weiter mitteilte, lag der Auftragseingang im Dreimonatsdurchschnitt bei 743,2 (912,8) Millionen US-Dollar. Der entsprechende Umsatz betrug 986,5 (1.164,4) Millionen Dollar. Ein Book-to-Bill-Ratio von 0,75 bedeutet, dass für je 100 Dollar Umsatz neue Aufträge in Höhe von 75 Dollar eingegangen sind.

   WAHLEN JAPAN

   Das japanische Parlament hat ein wichtiges Gesetz zur Ausgabe von Staatsanleihen beschlossen und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Die beiden Vorlagen passierten beide Häuser des Parlaments. Einer Auflösung des Parlaments am Freitag steht damit nichts mehr im Weg. Ministerpräsident Yoshihiko Noda hatte die Verabschiedung dieses Gesetzes sowie die Zusage der größten Oppositionspartei zu einer Wahlrechtsreform zur Bedingung dafür gemacht, dass er Neuwahlen ansetzt. Am 16. Dezember soll neu gewählt werden.

   DELL

   bekommt die schwache Nachfrage nach PC immer deutlicher zu spüren. Im dritten Quartal brach der Gewinn der Texaner um fast die Hälfte ein. Nicht nur im PC-Bereich sieht es düster aus, auch in nahezu allen anderen Segmenten - wie dem Speicher- oder dem Softwaregeschäft - musste Dell deutliche Rückgänge hinnehmen. Die Neuausrichtung des Geschäftsmodells trägt - zumindest bisher - kine Früchte. Die zunehmende Beliebtheit von Tablet-PC und Smartphones untergräbt schon seit einiger Zeit den Erfolg von Dell. Das früher gut laufende Geschäft mit Computern kommt immer stärker unter Druck. Im dritten Quartal sanken die PC-Auslieferungen der ganzen Branche um mehr als 8 Prozent - der rasanteste Absturz seit mindestens 2001. Noch dramatischer sieht es bei dem Konzern aus Round Rock mit einem Minus von 14 Prozent aus keine Früchte.

=== DJG/ros/raz (END) Dow Jones Newswires

   November 16, 2012 01:31 ET (06:31 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 31 AM EST 11-16-12

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