14.12.2012 08:16
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Die chinesische Wirtschaft zeigt frische Zeichen der Stärke. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe kletterte im Dezember auf 50,9 Punkte und damit den höchsten Stand seit 14 Monaten. Im November hatte der Index bei 50,5 Zähler notiert. Werte über 50 Punkte zeigen ein Wachstum an. "Damit hat sich bestätigt, dass die Erholung der chinesischen Wirtschaft an Kraft gewinnt", erklärte Qu Hongbin, HSBC-Chefökonom für China. "Der Haupttreiber ist die Binnenwirtschaft." Nomura-Volkswirt Zhang Zhiwei sagte, die Indexdaten hätten seine Einschätzung bestärkt, dass die chinesische Wirtschaft vor einer starken Erholung stehe. Im vierten Quartal dürfte das Wachstum über 8 Prozent betragen. Die chinesische Regierung zielt für das Gesamtjahr auf ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent.

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 14:30 Verbraucherpreise November PROGNOSE: -0,2% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm Verbraucherpreise Kernrate PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,2% gg Vm

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung November Industrieproduktion PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: -0,4% gg Vm Kapazitätsauslastung PROGNOSE: 77,9% zuvor: 77,8%

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.415,90 +0,28% Nikkei-225 9.737,56 -0,05% Hang-Seng-Index 22.630,00 +1,80% Shanghai-Composite 2.143,47 +3,98% Kospi 1.995,04 -0,39% S&P/ASX 200 4.583,10 +0,01%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Die Jahresendrally an den ostasiatischen Börsen ist weiter in vollem Gange. Der Impuls dafür kommt diesmal aus China. Dort zeigt der vorläufige Einkaufsmanageridex der HSBC eine weitere Verbesserung der Stimmung an und ist auf den höchsten Stand seit 14 Monaten gestiegen. In Schanghai explodiert das Marktbarometer geradezu um rund 4 Prozent und steigt auf den höchsten Stand seit Anfang November. Der positive Impuls aus China hat im Handelsverlauf auch den japanischen Aktienmarkt erreicht, obwohl dort der von der Notenbank erstellte Tankan-Bericht zu den Konjunkturerwartungen rückläufig und zudem schlechter ausgefallen ist als erwartet. Zu den Favoriten gehören bei den Einzelwerten Aktien wie Anhui Conch Cement, Tangshan Jidong Cement, Aluminium Corp. of China und Jiangxi Copper mit Kursgewinnen bis über 6 Prozent. Daneben weisen Aktien aus dem Versicherungssektor hohe Gewinne auf. Dass es an den Nachbarbörsen weniger deutlich nach oben geht, erklären Marktbeobachter mit der Entwicklung in den USA. Dort sind die für die US-Konjunkturentwicklung mutmaßlich maßgebenden Haushaltsverhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern zuletzt offenbar ins Stocken geraten.

   US-NACHBÖRSE

   Gute Quartalszahlen haben am Donnerstag im nachbörslichen US-Handel für Kursgewinne der Adobe-Systems-Aktie gesorgt. Die Aktie stieg auf nasdaq.com bis 19.59 Uhr Ortszeit New York um 6,5 Prozent auf 37,85 Dollar. Abwärts ging es dagegen mit dem Kurs von VeriFone Systems nach einer Gewinnwarnung. Die Aktie des Betreibers von elektronischen Bezahlsystemen rutschte um 7,1 Prozent ab auf 30,87 Dollar. Noch stärker unter Druck standen die Aktien des Sportbekleidungherstellers Quiksilver. Hier bescherten schwächer als erwartet ausgefallene Quartalszahlen der Aktie ein Minus von 14,7 Prozent auf 3,47 Dollar.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.170,72 -0,56 -74,73 S&P-500 1.419,45 -0,63 -9,03 Nasdaq-Comp. 2.992,16 -0,72 -21,65 Nasdaq-100 2.654,01 -0,77 -20,56

Vortag Umsatz (Aktien) 0,66 Mrd 0,69 Mrd Gewinner 895 1.481 Verlierer 2.151 1.580 Unverändert 109 94 Die drohende Fiskalklippe in den USA und die Mahnung der Ratingagentur Standard & Poor's, Großbritannien die Spitzenbonität zu entziehen, haben am Donnerstag an der Wall Street für fallende Aktienkurse gesorgt. Schon am Vortag waren die neuen geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank weitgehend ignoriert worden, da sich der Fokus mit dem nahenden Jahresende immer stärker auf den anhaltenden US-Haushaltsstreit richtet. Auch die Konjunkturdaten des Tages konnten dem Markt keinen positiven Impuls geben. "Der Rückgang bei den wöchentlichen Erstanträgen ist zwar positiv, doch über allem schwebt die drohende Fiskalklippe", sagte ein Marktstratege. Bei den Einzelwerten schnellten Best Buy um 15,9 Prozent nach oben. Laut Medienberichten plant Unternehmensgründer Richard Schulze eine Übernahmeofferte für die Elektronik-Einzelhandelskette.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 99-2/32 -8/32 1,73% 30-Jährige 96-29/32 -4/32 2,90% Am US-Anleihemarkt ging es weiter nach unten. Die Rendite für zehnjährige US-Anleihen stieg auf 1,73 Prozent. Belastet wurde das Sentiment vor allem von der Auktion 30-jähriger Anleihen. Hier kletterte die Rendite auf den höchsten Stand seit Mai. Dennoch ging das Interesse der Investoren im Vergleich zur vorangegangenen Auktion Anfang November zurück.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.00 Uhr EUR/USD 1,3106 +0,2% 1,3076 1,3068 EUR/JPY 109,7620 +0,4% 109,3224 109,0144 USD/JPY 83,7670 +0,2% 83,6210 83,4350 USD/KRW 1074,7500 +0,0% 1074,3500 1072,5500 USD/CNY 6,2380 +0,1% 6,2322 6,2322 AUD/USD 1,0549 +0,2% 1,0526 1,0549 Der Dollar setzt seine Höhenjagd zum Yen fort und steigt auf 83,88. Das ist der höchste Stand seit März. Damals kostete der Dollar 84,19 Yen. Teilnehmer begründen die fortgesetzte Yen-Schwäche mit der Erwartung eines Wahlsiegs von Shinzu Abe am Sonntag. Der derzeitige Oppositionsführer hat für den Fall eines Wahlsiegs angekündigt, den Druck auf die Notenbank zu erhöhen, ihre expansive Geldpolitk auszuweiten.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 86,58 85,89 0,80 0,69 Brent/ICE 108,39 107,91 0,44 0,48 Der Ölpreis für ein Fass der Sorte WTI gab im US-Handel um 1 Prozent auf 85,89 Dollar nach. Hier belasteten wachsende Sorgen vor der US-Fikalsklippe und damit verbunden einem möglichen Rückfall der USA in die Rezession, was die Ölnachfrage drücken dürfte.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.699,23 1.697,00 +0,1% +2,23 Silber (Spot) 32,67 32,48 +0,6% +0,19 Platin (Spot) 1.619,00 1.614,75 +0,3% +4,25 Kupfer-Future 3,67 3,64 +0,8% +0,03 Der Goldpreis verzeichnete zum Settlement in den USA ein Minus von 1,2 Prozent auf 1.696,80 Dollar. Zwar könnten die Maßnahmen der US-Notenbank zu einer steigenden Inflation führen und tendenziell Gold als "Inflationschutz" wieder interessant machen, doch überwogen am Markt Spekulationen, dass die erstmals verkündete Koppelung der expansiven Maßnahmen an die Arbeitslosenquote ein baldiges Ende des bisherigen geldpolitischen Kurses bedeuten könnte. Zudem sprachen Teilnehmer von einer verstärkten Zurückhaltung vor dem Jahresende.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   KONJUNKTUR JAPAN

   Die Stimmung in den Chefetagen der großen japanischen Industrieunternehmen hat sich in den drei Monaten bis Dezember stark eingetrübt, was nicht zuletzt auf den Inselstreit mit China zurückgeht. Im von der Bank of Japan vorgelegte Tankan-Bericht, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, fiel der Index auf -12 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit März 2010. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf -10 gerechnet.

   ICBC

   Die Industrial & Commercial Bank of China Ltd (ICBC) will der südafrikanischen Standard Bank Kreisen zufolge die Mehrheit an deren britischem Rohstoff- und Devisengeschäft abkaufen. Die staatlich kontrollierte ICBC will angeblich einen Anteil von 60 Prozent übernehmen. Der Deal würde die Beteiligung mit 600 bis 700 Millionen US-Dollar bewerten.

   UNITED TECHNOLOGIES

   will bei Umsatz und Gewinn im kommenden Jahr weiter wachsen. Der Umsatz soll um 10 bis 12 Prozent auf 64 bis 65 Milliarden Dollar steigen. Der Gewinn je Aktie soll um 10 bis 16 Prozent auf 6,15 Dollar zulegen, von rund 5,32 Dollar im noch laufenden Jahr.

=== Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/DJN/ros/gos (END) Dow Jones Newswires

   December 14, 2012 01:45 ET (06:45 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 45 AM EST 12-14-12

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