01.02.2013 08:14
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== +++++ TAGESTHEMA +++++

   Das Jobwachstum in den USA ist in den vergangenen Monaten langsam, aber stetig vorangeschritten. Für Januar erwarten die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte, dass die Zahl der Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 166.000 zugenommen hat. Im Dezember war die Beschäftigung um 155.000 Jobs gewachsen. Für die gesondert ermittelte Arbeitslosenquote wird mit 7,8 Prozent eine Stagnation auf dem Stand des Vormonats erwartet. Als "stetig, aber unspektakulär" umschreiben die Ökonomen von BNP Paribas die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

   13:00 Merck & Co Inc, Ergebnis 4Q

   14:30 Chevron Corp, Ergebnis 4Q

   Im Laufe des Tages:

   Exxon Mobil Corp, Ergebnis 4Q

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 14:30 Arbeitsmarktdaten und jährliche Benchmark-Revision Januar Beschäftigung ex Agrar PROGNOSE: +166.000 gg Vm zuvor: +155.000 gg Vm Arbeitslosenquote PROGNOSE: 7,8% zuvor: 7,8% durchschnittliche Stundenlöhne PROGNOSE: +0,05 auf 23,78 USD zuvor: +0,07 auf 23,73 USD

15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan Januar (2. Umfrage) PROGNOSE: 71,5 1. Umfrage: 71,3 zuvor: 72,9

16:00 Bauausgaben Dezember PROGNOSE: +0,6% gg VmCD zuvor: -0,3% gg Vm

16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe Januar PROGNOSE: 51,0 Punkte zuvor: 50,2 Punkte

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 13.860,58 -0,4% -49,84 S&P-500 1.498,11 -0,3% -3,85 Nasdaq-Composite 3.142,13 -0,0% -0,18 Nasdaq-100 2.731,53 -0,3% -7,18 Nasdaq-100 After Hours 2.732,12

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Die Konjunkturdaten aus China halten nicht ganz das, was sich Marktteilnehmer versprochen haben. Sie offenbaren Licht und Schatten und verhindern so einheitliche Trends an den verschiedenen Handelsplätzen. In China fiel der Einkaufsmanagerindex im Januar leicht unter Dezemberniveau und verfehlte die Erwartungen. Dagegen steigt der HSBC-Einkaufsmanagerindex in zweiter Lesung auf den höchsten Stand seit zwei Jahren im Januar. Die Börsen in China reagieren mit Abschlägen auf die offiziellen Daten, mit den HSBC-Daten setzt eine leichte Erholung ein. Gebremst werden die chinesischen Aktienmärkte von den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die für Zurückhaltung sorgen. Positive Stimmung herrscht in Tokio. Händler sprechen von einer Serie guter Quartalsausweise. Softbank ziehen nach überzeugenden Drittquartalszahlen um 5,1 Prozent an. Nach einer angehobenen Prognose geht es für Japan Tobacco um 3,3 Prozent nordwärts. Auch beim Elektronikkonzern NEC lief es rund, die Aktie springt um 7,6 Prozent nach oben. Bei Honda wiegen positive Ergebniskennziffern einen schwachen Ausblick auf, die Aktie steigt um 0,1 Prozent. In Sydney stützen steigende Eisenerzpreise und verbesserte Hauspreisdaten den Gesamtmarkt. Der australische Leitindex markiert im Verlauf ein 21-Monatshoch. Am Devisenmarkt macht der US-Dollar zum Yen Boden gut. Im Januar wertete der Dollar zum Yen um 5,7 Prozent auf. Der Euro setzt seinen Höhenflug fort und springt über die Marke von 1,36 Dollar. Der Ölpreis klebt am Vortagessettlement. Goldpreis fällt, hier könnten die US-Arbeitsmarktdaten für Bewegung sorgen, heißt es.

   US-NACHBÖRSE

   Audience haben einen Kurssprung von knapp 25 Prozent gemacht. Das Unternehmen hatte in seinem Ausblick bei Gewinn und Umsatz die Analysten-Prognosen klar übertroffen. Auch die vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal des Mobiltelefonzulieferers waren besser ausgefallen als erwartet. Um 0,7 Prozent abwärts ging es für die Aktie des Kasinobetreibers Wynn. Hier war das Ergebnis etwas schlechter, der Umsatz aber etwas besser ausgefallen als erwartet.

   WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.860,58 -0,36 -49,84 S&P-500 1.498,11 -0,26 -3,85 Nasdaq-Comp. 3.142,13 -0,01 -0,18 Nasdaq-100 2.731,53 -0,26 -7,18

Vortag Umsatz (Aktien) 0,93 Mrd 0,70 Mrd Gewinner 1.575 Verlierer 1.463 Unverändert 107 Trotz kleiner Gewinnmitnahmen am letzten Handelstag des Monats verzeichneten die US-Börsen den besten Jahresauftakt seit langem. Für den Dow-Jones-Index war der Januar 2013 der stärkste seit 1994. Constellation Brands brachen um 17,4 Prozent ein. Das US-Justizministerium will den Verkauf der Tochter Modelo an Anheuser-Busch InBev verhindern. Facebook (-0,8 Prozent) hatte zwar im vierten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, Beobachter bemängelten aber das Schrumpfen der operativen Marge und die stark gestiegenen Kosten. Mehrere Analysten stuften die Aktie ab. Elizabeth Arden (-16,3 Prozent) hatte im zweiten Geschäftsquartal nicht einmal die unternehmenseigenen Erwartungen erfüllt und setzt sich nunmehr bescheidenere Jahresziele. Restrukturierungsaufwendungen von fast einer Milliarde Dollar drückten Dow Chemical (-7 Prozent) im vierten Quartal in die Verlustzone. UPS (-2,4 Prozent) hatte einen schwachen Ausblick gegeben. Geschäftszahlen und Ausblick von Qualcomm (+3,9 Prozent) hatten dagegen überzeugt. Überzeugende Geschäftszahlen legte auch JDS Uniphase (+17 Prozent) vor. BlackBerry, die bis Mittwoch unter dem Namen Research in Motion firmierte, standen mit der Abstufung auf "Underperform" durch Credit Suisse abermals unter Druck und verloren 5,8 Prozent.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 96-26/32 +6/32 1,985% 30-Jährige 91-31/32 +16/32 3,168% Am Anleihemarkt zeigten sich die Notierungen trotz des starken Chicago-Einkaufsmanagerindex gut behauptet.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 9.59 Uhr EUR/USD 1,3622 +0,3% 1,3587 1,3565 EUR/JPY 125,5624 +0,7% 124,6526 123,3707 USD/JPY 92,1785 +0,5% 91,7290 90,9360 USD/KRW 1097,4500 +0,8% 1088,2600 1089,3000 USD/CNY 6,2281 +0,1% 6,2188 6,2187 AUD/USD 1,0399 -0,3% 1,0432 1,0404

Der Euro tendierte zum US-Dollar wenig verändert bei rund 1,3580. Ein Anlauf auf die Marke von 1,36 Dollar scheiterte zunächst im späten US-Handel.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 97,53 97,49 0,04 0,04 Brent/ICE 115,73 115,55 0,16 0,18

Gewinnmitnahmen ließen den WTI-Ölpreis leicht nachgeben. Das Barrel verbilligte sich um 0,5 Prozent bzw 0,45 Dollar auf 97,49 Dollar. Die europäische Referenzsorte Brent stieg dagegen um 0,6 Prozent bzw 0,65 Dollar auf 115,55 Dollar.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.663,05 1.664,30 -0,1% -1,25 Silber (Spot) 31,37 31,46 -0,3% -0,09 Platin (Spot) 1.674,00 1.677,75 -0,2% -3,75 Kupfer-Future 3,737 3,732 0,1% 0,005

Auch im Gold wurden Gewinne mitgenommen. Die Feinunze gab um 1,2 Prozent auf 1.662 Dollar nach.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   KONJUNKTUR CHINA

   Die chinesische Industrie bleibt zum Jahresauftakt auf Wachstumskurs. Die Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigen aber ein gemischtes Bild, ob das Wachstum an Schwung gewinnt oder verliert. Während der offizielle PMI auf eine leichte Verlangsamung hindeutet, weist der von HSBC erstellte Index nach oben.

   KONJUKTUR JAPAN

   Der Kfz-Absatz ist im Januar um 12,9 Prozent auf Jahressicht eingebrochen. Die Ausgaben privater Haushalte sank im Dezember um 0,7 Prozent auf Jahressicht (PROGNOSE: unverändert). Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 4,2% (PROG: 4,1%). Die Konsumneigung stieg im Dezember um 0,7 Punkte auf Jahressicht.

   Inflation INDONESIEN

   Die Verbraucherpreise sind Januar um 1,03 Prozent auf Monatssicht gestiegen. Die Erwartung hatte auf eine Steigerung von 0,96 Prozent schließen lassen.

   INFLATION THAILAND

   Die Verbraucherpreise sind im Januar um 3,39 Prozent und damit geringer als mit 3,50 Prozent erwartet gestiegen.

   INFLATION SÜDKOREA

   Die Verbraucherpreise sind Januar um 1,5 Prozent auf Jahressicht gestiegen. Die Erwartung hatte auf eine Steigerung von 1,6 Prozent schließen lassen.

   NYSE

   Der Börsenbetreiber hat nach Angaben informierter Personen im Poker um die eigene Übernahme eine folgenschwere Nebenabrede mit Bieter ICE getroffen, die ein Gegengebot für Konkurrenten unattraktiv macht. Das Abkommen betrifft die europäischen Derivatetochter der NYSE in London, die Terminbörse Liffe. Ihre Handelsgeschäfte müssen danach für mindestens zwei Jahre über den Börsenbetreiber ICE abgewickelt werden.

=== DJG/cln/flf (END) Dow Jones Newswires

   February 01, 2013 01:44 ET (06:44 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 44 AM EST 02-01-13

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