07.02.2013 08:25
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== +++++ TAGESTHEMA +++++ Die Geldpolitik im engeren Sinne dürfte nur eine Nebenrolle spielen, wenn EZB-Präsident Draghi vor die Presse tritt. Volkswirte erwarten unisono einen unveränderten Leitzins von 0,75 Prozent. In den Fokus der Aufmerksamkeit dürften der gestiegene Euro und die Vorgänge bei der italienischen Bank Monte dei Paschi rücken. Die Geldpolitik der weltweit wichtigsten Zentralbanken geht zwar weitgehend in die gleiche Richtung, aber mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, was deutliche Spuren bei den Wechselkursen hinterlässt. Mit weitem Abstand am lockersten ist die Politik der Bank of England (BoE). Es folgen die Fed, deren Bilanz im Rahmen von QE3 gerade kräftig ausgeweitet wird und die Bank of Japan mit ihrem neuen Wertpapierkaufprogramm. Am wenigsten locker ist die Geldpolitik der EZB. Dem Euro hat das einen deutlichen Aufwertungsschub beschert, was die Wettbewerbsfähigkeit der Exportunternehmen beeinträchtigt und die Konjunkturerholung dämpfen dürfte.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

   In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

   13:00 Philip Morris International Inc, Ergebnis 4Q

   13:00 Sprint-Nextel Corp, Ergebnis 4Q

   +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US 14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: 360.000 zuvor: 368.000

14:30 Produktivität ex Agrar 4Q (1. Veröffentlichung) annualisiert PROGNOSE: -1,6% gg Vq zuvor: +2,9% gg Vq Lohnstückkosten PROGNOSE: +3,2% gg Vq zuvor: -1,9% gg Vq +++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.506,60 -0,01% Nasdaq-Future 2.737,00 -0,01% Nikkei-225 11.357,07 -0,93% Hang-Seng-Index 23.197,79 -0,25% Shanghai-Composite 2.421,84 -0,52% Kospi 1.931,77 -0,23% S&P/ASX 200 4.935,70 +0,30% +++++ FINANZMÄRKTE +++++

   OSTASIEN (VERLAUF)

   Im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten aus China und dem Treffen der europäischen Notenbank am Mittag geht es an den ostasiatischen Börsen überwiegend bergab. Zu den größten Verlieren gehören die beiden Leitbörsen in Tokio und Schanghai. Finanzwerte drücken den Shanghai-Composite ins Minus. Investoren befürchten schlechte Quartalszahlen und betrachten die Branche als überbewertet. China Merchants Bank geben um 4 Prozent nach, Bank of China verlieren 2,2 Prozent und Bank of Communication sinken um 3,1 Prozent. In Hongkong stehen Papiere im Fokus, die vom Umbau im Leitindex HSI betroffen sind. Lenovo ziehen nach der geplanten Aufnahme in den Index um 3,6 Prozent an. Aluminum Corp. of China verlieren dagegen 4,1 Prozent. Sie werden künftig nicht mehr im HSI gelistet sein. Nach dem Kursfeuerwerk am Vortag belasten Gewinnmitnahmen und ein etwas festerer Yen die Kurse in Tokio. Am stärksten geraten Nikon unter Druck. Nachdem der Konzern mit seinen Zahlen für das dritte Quartal enttäuscht, bricht der Kurs um 18,7 Prozent ein. Gefragt sind dagegen Mazda. Das Unternehmen schnitt im vergangen Quartal besser ab als erwartet: die Papiere springen um 12,4 Prozent nach oben.

   US-NACHBÖRSE

   Quartalszahlen haben am Mittwoch im nachbörslichen Handel die Kurse gemacht. So ging es für die Aktien von Green Mountain Coffee Rosters nach Vorlage des Zahlenwerks bis 19.59 Uhr Ortszeit um 7,4 Prozent nach unten. Akamai Technologies büßten knapp 16 Prozent ein. Zwar lag der Viertquartalsgewinn über den Prognosen, der Umsatz aber darunter. Abschläge gab es auch für die Yelp-Aktie, die sich um 2,8 Prozent verbilligte. Der Internetdienst hat mit acht Cents unerwartet hohe Verluste je Aktie verbucht, Experten hatten nur vier Cents prognostiziert

   WALL STREET

Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 13.986,52 +0,1% +7,22 S&P-500 1.512,12 +0,1% +0,83 Nasdaq-Composite 3.168,48 -0,1% -3,10 Nasdaq-100 2.746,35 -0,3% -8,64 Nasdaq-100 After Hours 2.743,55

Vortag Umsatz (Aktien) 0,68 Mrd 0,70 Mrd Gewinner 1.769 2.228 Verlierer 1.251 837 Unverändert 126 89 Ein Schreckgespenst in Europa einerseits und günstig ausgefallene US-Unternehmensberichte andererseits haben sich an der Wall Street die Waage gehalten. Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi könnte bei den Wahlen Ende Februar in Italien wieder eine wichtige Rolle spielen. Da Berlusconi ein Ende der Sparbemühungen praktisch angekündigt hatte, kam dies an der Börse stimmungsmäßig zwar nicht gut an, die US-Aktienmärkte zeigten sich jedoch widerstandsfähig. Teilnehmer reduzierten mit den Schlagzeilen aus Europa ihre Risiken und favorisierten wieder vermeintlich sichere Anlagen. Die Notierungen der US-Staatsanleihen zogen auf breiter Basis an, die Rendite zehnjähriger Treasurys sank auf 1,97 Prozent von zuletzt 2,01 Prozent. Walt Disney gewannen 0,4 Prozent, nachdem das bereinigte Quartalsergebnis die Erwartungen übertroffen hatte. Ein überraschender Gewinn im vierten Quartal katapultierte die Aktien von Zynga um 9,1 Prozent nach oben.

   TREASURYS

Änderung Rendite 10-Jährige 96-31/32 +13/32 1,966% 30-Jährige 91-25/32 +23/32 3,178% Viele Akteure reduzierten mit den Schlagzeilen aus Europa ihre Risiken und favorisierten wieder vermeintlich sichere Anlagen. Die Notierungen der US-Staatsanleihen zogen auf breiter Basis an, die Rendite zehnjähriger Treasurys sank auf 1,97 Prozent von zuletzt 2,01 Prozent am Vortag. Nachdem die Renditen jüngst auf das höchste Niveau seit zehn Monaten gestiegen waren, glauben Rentenhändler kurzfristig an ein Einpendeln der Rendite für zehnjährige Titel bei 2 Prozent.

   Devisen

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 9.55 Uhr EUR/USD 1,3535 +0,1% 1,3519 1,3062 EUR/JPY 126,6855 +0,2% 126,4243 115,1227 USD/JPY 93,5945 +0,1% 93,5250 88,1510 USD/KRW 1088,4000 -0,1% 1089,5000 1060,4000 USD/CNY 6,2343 +0,0% 6,2317 6,2237 AUD/USD 1,0331 +0,2% 1,0315 1,0563 Der Euro macht im asiatisch dominierten Handel einen Teil seiner Vortagesverluste wieder wett und geht mit 1,3535 Dollar um nach 1,3506 im Tagestief. Händlern zufolge litt die Gemeinschaftswährung zuletzt etwas unter Sorgen, die EZB könne - was aber ungewöhnlich wäre - den Anstieg des Euro in den vergangenen Wochen kritisch kommentieren als Hindernis für die Erholung der Konjunktur im Euro-Raum. Seit Mitte November hat der Euro gegenüber dem Dollar um 7 Prozent zugelegt. Im 10-Jahresdurchschnitt liege er aber rund 8 Prozent zurück, bemerken die Experten der Bank of America. Rote Flaggen dürften in der Eurozone erst bei einem Niveau von 1,45 Dollar gehisst werden. Daneben litt der Euro unter Sorgen über die politische Entwicklung in Italien.

   ++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 96,71 96,62 0,09 0,09 Brent/ICE 116,89 116,73 0,14 0,16 Der Ölmarkt stagnierte im Ergebnis ähnlich wie der Aktienmarkt - allerdings war die Volatilität deutlich höher. Nach Bekanntgabe der wöchentlichen US-Öllagerbestände erholten sich die Preise signifikant. In der Vorwoche erhöhten sich die US-Vorräte, wenn auch nicht so deutlich wie prognostiziert. Ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,02 Dollar auf 96,62 Dollar. Im Tagestief war der Preis bis auf 95,04 Dollar gesunken, eher die US-Daten eine Trendwende einleiteten. Die Daten wurden dahingehend interpretiert, dass sich die Überversorgung des Marktes langsam auflöst.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.679,67 1.677,00 +0,2% +2,67 Silber (Spot) 31,85 31,83 +0,1% +0,02 Platin (Spot) 1.741,00 1.735,50 +0,3% +5,50 Spekulationen auf weitere Lockerungen der japanischen Geldpolitik trieben den Goldpreis, die Feinunze verteuerte sich auf 1.678 Dollar nach zuletzt 1.673 Dollar am Vortag. Gold gilt bei vielen Akteuren als Inflationsschutz.

   +++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

   KONJUNKTUR JAPAN

   Die Maschinenbauaufträge sind im Dezember in der Kernrate um 2,8 Prozent zum Vormonat gestiegen. Analysten hatten ein Minus von 0,6 Prozent erwartet.

   AMERICAN AIRLINES

   Die insolvente US-Fluggesellschaft American Airlines steht nach Auskunft gut unterrichteter Kreise kurz vor einer Fusion mit der Fluglinie US Airways. Aus dem Zusammenschluss würde die größte Fluggesellschaft der Welt hervorgehen miteinem Börsenwert von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

   BOEING

   Nach der jüngsten Pannenserie hat der US-Flugzeugbauer Boeing die Batterien seines Vorzeigeflugzeugs 787-Dreamliner technisch überarbeitet. Das Unternehmen hofft jetzt auf eine Behördenerlaubnis, um seine aus Sicherheitsgründen gesperrten Maschinen wieder fliegen zu dürfen.

   YAHOO/GOOGLE

   Der Internetkonzern Yahoo hat mit seinem Wettbewerber Google eine Werbepartnerschaft vereinbart. Nach der Vereinbarung werden dann Anzeigen von Google AdSense auf den Internetseiten von Yahoo und in den Suchergebnisse zu sehen sein.

=== DJG/flf/hhb/gos (END) Dow Jones Newswires

   February 07, 2013 01:54 ET (06:54 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 54 AM EST 02-07-13

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