BRISBANE (dpa-AFX) - Der australische Kohleförderer Macarthur (
Merck) lässt die beiden Kaufinteressenten Peabody (
Peabody Energy) und ArcelorMittal in seine Bücher schauen. Im Gegenzug sei den Aktionären der Australier im Falle einer Übernahme eine
Dividende von 0,16 australischen
Dollar je
Aktie zugesichert worden, teilte Macarthur am Donnerstag mit. Der Aufsichtsrat habe die Due Diligence-Prüfung genehmigt. Die Australier sprachen jedoch noch keine Empfehlung für ihre Aktionäre aus. Sie sollten die Ergebnisse der Prüfung abwarten.
"Der Aufsichtsrat bereitet derzeit eine Prüfung der Vermögensbestandteile und Ressourcen des Unternehmens vor und untersucht verschiedene Wege, den Unternehmenswert zu maximieren", hieß es weiter. ArcelorMittal und Peabody hatten Anfang der Woche den MacArthur-Aktionären ein Angebot von 15,5 australischen Dollar je Aktie gemacht und wollen damit eine Kontrollmehrheit von mindestens 50,01 Prozent erreichen. Insgesamt wäre die Transaktion damit rund 4,7 Milliarden australische Dollar (3,57 Mrd Euro) schwer.
Die Australier sind seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres Ziel von Übernahmeangeboten. Unter anderem hatte auch Peabody für Macarthur geboten. Die US-Amerikaner aus St. Louis verfolgen eine aggressive Strategie außerhalb der Vereinigten Staaten und wollen ihr Engagement in Australien verdoppeln. Peabody hat mit ArcelorMittal nun einen starken Partner an seiner Seite - der Stahlkonzern ist bereits mit einem Anteil von knapp 14 Prozent an Macarthur beteiligt und damit zweitgrößter Aktionär. Macarthurs Spezialität ist sogenannte PCI-Kohle (Pulverized Coal Injection). Die pulverisierte Kohle gilt als begehrter Ersatz für die bei der Stahlherstellung normalerweise verwendete Kokskohle./men/stb/wiz