HAMBURG (dpa-AFX) - Der Allianz-Finanzvorstand (
Allianz) und designierte Oberaufseher der Deutschen Bank (
Deutsche Bank), Paul Achleitner, will einem Pressebericht zufolge nicht Aufsichtsratsvorsitzender des Energiekonzerns
RWE werden. Achleitner habe seinen Verzicht auf den Posten gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern des Essener Konzerns erklärt, berichtete das "Manager Magazin" vorab aus seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Dafür zeichnet sich dem Blatt zufolge aber mit Bernhard Günther ein neuer Finanzvorstand für RWE ab. Er ist Finanzchef der Handelstochter. RWE wollte die Angaben nicht kommentieren.
Der aktuelle Chefaufseher bei des Energiekonzerns, Manfred Schneider, der offiziell bis 2016 gewählt ist, wollte dem Magazin zufolge eigentlich 2013 abtreten. Als sein natürlicher Nachfolger habe Achleitner gegolten, den sowohl die Kapital- als auch die Arbeitnehmervertreter akzeptiert hätten.
Der Allianz-Finanzchef habe seinen Verzicht damit begründet, sich zusätzlich zum künftigen Chefkontrolleursposten bei der Deutschen Bank keinen zweiten Aufsichtsratsvorsitz aufbürden zu wollen, schreibt das Magazin. Nach dem Rückzieher von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte die Bank im November umgehend Achleitner als neuen Mann für den Posten vorgestellt. Außerdem ist der 55-Jährige Aufsichtsratsmitglied bei Bayer , Henkel (Henkel vz) und Daimler .
Unterdessen ist Günther als möglicher neuer RWE-Finanzchef dem "Manager-Magazin" zufolge der Favorit des künftigen Vorstandsvorsitzenden Peter Terium. Terium war früher Vorstandschef der Handelstochter Supply & Trading, Günther leitet bei der Tochter derzeit die Finanzen. Der bisherige RWE-Finanzchef Rolf Pohlig scheidet Ende 2012 aus. Im Februar will der Aufsichtsrat über seine Nachfolge entscheiden./nmu/jha/tw