Marktbericht Asien: Himmel oder Hölle?
EMFIS.COM - Hongkong 01.02.2012 (www.emfis.de) Asiens Börsen verhielten sich heute uneinheitlich. Obwohl es zuletzt einige Gewinnwarnungen gab, geben sich die Bullen noch nicht geschlagen...
Sowohl das mäßig ausgefallene US-Verbrauchervertrauen, als auch die ersten enttäuschenden Quartalsberichte ließen heute keine rechte Kaufstimmung aufkommen. Die Abgaben wurden jedoch durch den unerwartet guten chinesischen Einkaufsmanagerindex für Januar begrenzt, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es im Reich der Mitte trotz Schwächen im Außenhandel zu keiner harten Landung kommen wird.
Japan: Miese Quartalsberichte eingepreist?
Der Nikkei 225 stieg heute um 0,1 Prozent auf 8.810 Stellen. Für einige japanische Blue Chips dürfte die Berichtsaison nicht gerade erfreulich verlaufen. Nach Angaben von Thomson Reuters StarMine lieferten bislang 63 Prozent der Nikkei-Werte schlechtere Zahlen, als vom Markt erwartet. Analysten sind jedoch der Meinung, dass die schlechten Neuigkeiten bereits größtenteils eingepreist sind. Insgesamt seien die negativen Auswirkungen der Erdbebekatastrophe und der Rekordflut in Thailand wie erwartet ausgefallen. Ein gutes Beispiel für diese These ist Honda Motors: Obwohl der Autobauer gestern einen gravierenden Gewinnrückgang gemeldet hatte, legte der Aktienkurs heute 0,3 Prozent zu. Spitzenreiter im Nikkei war jedoch All Nippon Airways. Nachdem die Fluggesellschaft ihre Prognose des operativen Gewinns um fast 30 Prozent erhöht hatte, stieg der Kurs um 6,8 Prozent, unter anderem gefolgt von Mitsui O.S.K. Lines (+ 5,9 Prozent), Konica Minolta (5,0 Prozent), Mitsubishi Motor (+ 2,2 Prozent) und Yahoo Japan (+ 2,1 Prozent). Abgaben verbuchten hingegen Sumitomo Heavy (- 9,8 Prozent), Ricoh (- 6,7 Prozent), Hitachi (- 4,5 Prozent) und Sharp (- 4,3 Prozent).
Hongkong: Schlechter Tag für Tencent
Der Hang Seng Index fiel heute um 0,3 Prozent auf 20.333 Zähler. Nachdem bekannt wurde, dass in China der Zuwachs bei der Kreditvergabe im Januar wohl unerwartet schwach ausgefallen ist, trennten sich enttäuschte Anleger von ihren Bankenaktien. Im Vorfeld des Facebook-Börsengangs kletterte die Aktie des chinesischen Internetgiganten Tencent auf den höchsten Innertagesstand seit fünf Monaten, ehe Gewinnmitnahmen den Schlussstand auf ein Minus 3,2 Prozent drückten. Weitere Verlierer waren die Bank of East Asia (- 3,9 Prozent), Sino Land (- 3,6 Prozent), Swire Pacific (- 3,4 Prozent), BYD (- 2,5 Prozent) und Li & Fung (- 1,8 Prozent). Zu Kursgewinnen kam es hingegen bei Cosco Pacific (+ 4,4 Prozent), Belle International (+ 3,2 Prozent), China Railway Construction (+ 2,6 Prozent), Zijin Mining (+ 2,0 Prozent), Esprit (+ 1,0 Prozent) und China Unicom (+ 1,0 Prozent).
Schlusslicht China
In Indien legte der Sensex 0,7 Prozent zu auf 17.314 Punkte. Taiwans TAIEX schloss unterdessen mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 7.549 Stellen, während der thailändische SET 0,2 Prozent auf 1.086 Zähler hinzugewann. Auch Südkoreas Kospi stieg um 0,2 Prozent auf 1.959 Stellen. Der chinesische Shanghai Composite fiel hingegen um 1,1 Prozent auf 2.268 Zähler.


