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Hongkong 16.12.2011 (www.emfis.de) Eine erneut sehr durchwachsene Handelswoche klang heute an Asiens Aktienmärkten versöhnlich aus.
Dabei kam den Börsen unter anderem zugute, dass sie die gestrige Erholung an den europäischen Märkten größtenteils noch nicht mitgemacht hatten, so dass hier ein gewisser Nachholbedarf bestand. Daneben freuten sich die Marktteilnehmer auch über die guten US-Wirtschaftsdaten, die die Sorge milderten, dass auch die Vereinigten Staaten demnächst in eine Rezession rutschen könnten.
Japan etwas erholt – Nippon Yusen plus 4,8% In Japan erholte sich der
Nikkei 225 heute um 0,3 Prozent auf 8402 Punkte, gab damit aber im Wochenvergleich 1,6 Prozent ab. Besonders gut erholt zeigten sich dabei die
Aktien der Schifffahrtsgesellschaften, nachdem sich die Citigroup positiv zu dem Sektor geäußert hatte, der in den vergangenen Monaten stark unter Druck stand. Hier legten Nippon Yusen 4,8 Prozent zu, Mitsui OSK Lines sprangen um 5,1 Prozent nach oben. Dagegen wurden etwa die Rohstoffwerte weiter gemieden. Hier gaben Itochu 2,7 Prozent ab, Mitsui & Co verbilligten sich um 1,0 Prozent. Die Elektronikwerte entwickelten sich uneinheitlich. Während etwa
Sony 1,1 Prozent und
Panasonic 1,3 Prozent hinzugewannen, gaben
Canon 0,6 Prozent und
Toshiba 1,5 Prozent ab. Die
Aktie von Fujufilm fiel um 1,3 Prozent, nachdem die Gesellschaft die Übernahme eines amerikanischen Medizintechnik-Unternehmens für knapp 1 Milliarde
Dollar angekündigt hatte.
Hongkong steigt – Immobilien- und Bankaktien gefragt
In Hongkong konzentrierten sich die Anleger dagegen eher auf die Geschehnisse vor Ort. Hier wurde der Markt vor allem von Meldungen stimuliert, wonach Peking demnächst doch die Drosselungsmaßnahmen für den Immobiliensektor zurückfahren könne, und dass bereits einige Banken günstigere Hypothekendarlehen anbieten würden. Den Hang Seng Index insgesamt brachte dies heute um 1,4 Prozent nach oben auf 18.285 Punkte. Dabei zogen unter den Immobilienwerten China Overseas Land um 5,5 Prozent und
China Resources Land um 9,1 Prozent an; Soho China verteuerten sich um 4,8 Prozent. Unter den Finanztiteln erholten sich
Bank of China um 3,6 Prozent und ICBC um 1,8 Prozent; die Aktie des Versicherers China Life stieg trotz schwacher November-Einnahmen immerhin um 0,7 Prozent. Zu den wenigen Verlierern im Hang Seng Index gehörte die Aktie des Ölförderers CNOOC, die 0,1 Prozent abgab. Daneben blieben
PetroChina mit einem Kursgewinn von 0,2 Prozent ebenfalls hinter dem Gesamtmarkt zurück.
China und Korea steigen – Indien knickt ein In China zog der Shanghai Composite um 2,0 Prozent auf 225 Punkte an. Koreas Kospi stieg um 1,2 Prozent auf 1840 Zähler; dagegen gewann Taiwans TAIEX lediglich 0,3 Prozent auf 6785 Stellen hinzu.
Thailands SET stieg um 1,0 Prozent auf 1034 Punkte. Dagegen rutschte der Sensex in Indien um weitere 2,3 Prozent auf 15.478 Stellen ab, nachdem die indische Notenbank den
Leitzins unverändert bei 8,5 Prozent belassen hatte.