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Hongkong 10.01.2011 (www.emfis.de) Asiens Börsen legten heute größtenteils weiter zu. Die Marktteilnehmer freuten sich vor allem über die Entwicklungen im Euroraum, wo die Regierungen inzwischen offenbar dazu bereit sind, im Krisenfall auch den dortigen Bankensektor zu rekapitalisieren.
Unterdurchschnittlich entwickelten sich allerdings die Börsen in Hongkong und China. Der Shanghai Composite Index rutschte nach der zurückliegenden Ferienwoche heute sogar auf ein neues 2-Jahres-Tief ab. Dafür sorgten zum einen schwache Daten vom innerchinesischen Immobilienmarkt und zum anderen Äußerungen von Seiten der Notenbank, wonach die Inflationsbekämpfung weiterhin die Hauptpriorität der dortigen Geldpolitik sei. Dies ließ viele Marktteilnehmer befürchten, dass in China vorerst keine Lockerung der zuvor verhängten Wachstums-Drosselungsmaßnahmen zu erwarten sei.
Hang Seng Index leicht im Plus – Kohle- und Ölaktien stützen
Der Hang Seng Index konnte sich immerhin mit einem Anstieg um 0,02 Prozent auf 17.711 Punkte noch ins Plus retten. Viel Beachtung erfuhren dabei die Rohstofftitel. Hier verbesserten sich
China Coal Energy um 1,7 Prozent und
CNOOC um 2,8 Prozent. Dagegen gab die
Aktie von Sinopec 4,4 Prozent ab, nachdem die staatliche Muttergesellschaft des Konzerns den Kauf des kanadischen Gasförderers Daylight Energy angekündigt hatte. Deutlich unter Druck standen auch die Papiere der Immobilienunternehmen mit nennenswerten Aktivitäten im chinesischen Inland. China Overseas Land rutschten hier um 3,5 Prozent und
China Resources Land um 3,4 Prozent ab. Daneben setzte die Aktie des Modekonzerns
Esprit die Talfahrt der vergangenen Wochen fort, und knickte um weitere 4,8 Prozent ein.
China fällt und fällt
In China fiel der Shanghai Composite Index heute um 0,6 Prozent auf 2345 Punkte, und landete damit auf dem niedrigsten Niveau seit März 2009. Auch hier waren es in erster Linie die
Aktien der örtlichen Immobilienunternehmen, die Federn lassen mussten. Daneben litten die dort notierten Papiere von
PetroChina und Sinopec unter der zuletzt angekündigten Senkung der staatlich regulierten Benzin- und Dieselpreise.
Gute Stimmung in Korea und Indien Dagegen konnten sich die Börsen in Korea und Indien dank der Hoffnung auf eine Aufbesserung der globalen Konjunkturlage weiter erholen. Koreas Kospi gewann 0,4 Prozent auf 1766 Zähler hinzu; Indiens Sensex zog bislang sogar um 1,7 Prozent auf 16.507 Punkte an. Thailands SET lag zuletzt 0,8 Prozent im Plus bei 916 Stellen.
In Japan und Taiwan fand heute kein Handel statt.