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Hongkong 30.09.2011 (www.emfis.de) Trotz guter Wirtschaftsdaten aus den USA und einem positiven Kursverlauf an der Wallstreet gingen Asiens Aktienmärkte heute teilweise nach unten. Für schlechte Stimmung sorgte unter anderem der HSBI Einkaufsmanager-Index für China, der mit 49,9 den dritten Monat in Folge unter dem „neutralen Wert“ von 50 gelegen hatte, und damit einen moderaten Abschwung im produzierenden Gewerbe signalisierte.
Der MSCI Asia Pacific Index rutschte somit im dritten Quartal um rund 18 Prozent ab.
Hongkong: Immobilienwerte unter Beschuss
Die
Börse in Hongkong bekam die ungünstige chinesische Datenlage besonders zu spüren. Der Hang Seng Index fiel dort heute um 2,3 Prozent. Die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abschwung brachte einmal mehr vor allem die Banken- und Immobilienwerte nach unten. Hier knickten etwa ICBC um 5,5 Prozent und
Bank of China um 4,7 Prozent ein; Henderson Land fielen um 7,0 Prozent und
China Resources Land um 8,5 Prozent. Die
Aktie von
Hang Lung Properties gab trotz einer Kaufempfehlung von Jefferies & Co 4,1 Prozent ab. Im Rohstoffsektor verloren
China Coal Energy 7,9 Prozent und
Jiangxi Copper 4,2 Prozent. Vergleichsweise gut schnitten dagegen die
Aktien aus den defensiven Sektoren Versorger und Telekom ab. China Mobile stiegen um 0,1 Prozent und China Resources Power um 2,8 Prozent. Die Aktie von
Tencent kam mit einem Abschlag von 0,7 Prozent ebenfalls relativ glimpflich davon. Der Internet-Konzern hatte zuvor eine Kooperation mit American Express angekündigt.
Japans Telekomaktien stabilisieren sich In Tokio ging es im Gegensatz zu Hongkong dagegen nur noch leicht nach unten. Hier gab der
Nikkei 0,1 Prozent auf 8700 Zähler ab; fiel damit aber auf Quartalssicht um über 11 Prozent. Eine Bürde blieb unter anderem der weiterhin hohe Yen, der etwa im Autosektor
Toyota Motor um 0,5 Prozent und
Honda Motor um 1,4 Prozent nach unten brachte. Dagegen kam die Aktie von Isuzu um 2,8 Prozent voran, nachdem der Konzern den Bau einer Pick-Up-Fabrik in Thailand angekündigt hatte. Die Elektronikwerte entwickelten sich uneinheitlich. Hier gaben
Sony 0,5 Prozent und
Panasonic 1,2 Prozent ab; dagegen zogen
Sharp um 2,5 Prozent an, ohne dass neue Nachrichten vorlagen. Im Telekomsektor stiegen
Softbank um 1,5 Prozent und
NTT DOCOMO um 0,5 Prozent.
KDDI fielen dagegen um 3,4 Prozent, nachdem die Gesellschaft eine Rückrufaktion für 2 Millionen Mobiltelefone angekündigt hatte.
Korea und Taiwan steigen
In China gab der Shanghai Composite Index 0,3 Prozent auf 2359 Zähler ab. Dagegen machten die Börsen in Taiwan und Korea eine vergleichsweise gute Figur. Der TAIEX stieg um 0,6 Prozent auf 7225 Punkte; der Kospi gewann 0,1 Prozent auf 1770 Stellen hinzu.
In Indien verlor der Sensex 1,4 Prozent auf 16.468 Zähler. Thailands SET lag zuletzt 1,1 Prozent im Minus bei 916 Punkten.