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Hongkong 18.05.2012 (www.emfis.de) Auch an Asiens Börsen setzte sich heute der Kursverfall überwiegend fort. Zahlreiche wichtige Indizes brachten damit die schlimmste Woche seit über einem halben Jahr hinter sich. Dabei hatte sich die Furcht vor einer Ausweitung der Euro-Krise nochmals verschärft, nachdem die Ratingagentur Moody´s die Bonität zahlreicher spanischer Banken abgestuft hatte.
Auch in Fernost erfassten die heutigen Kursabschläge nahezu alle Sektoren. Zyklische Werte und Titel aus dem Exportbereich waren dabei aber einmal mehr überdurchschnittlich betroffen. Daneben wurden auch die Banken- und Finanzwerte größtenteils verkauft, obwohl der konkrete Einfluss einer europäischen Schuldenkrise auf die meisten asiatischen Institute relativ begrenzt bleiben dürfte.
In Hongkong verlor der Hang Seng Index heute weitere 1,3 Prozent auf 18.952 Punkte, und fiel damit im Verlauf dieser Woche um 5,1 Prozent. Besonders unter Druck standen weiterhin jene Werte, die über signifikante Aktivitäten in Europa verfügen. So gab etwa das Papier der Großbank
HSBC 3,1 Prozent ab,
Esprit Holdings gingen um 4,1 Prozent nach unten. Daneben wurden weiterhin die China-Immobilienwerte verkauft, nachdem Peking gestern relativ wenig Interesse signalisiert hatte, seine Drosselungsmaßnahmen für den Sektor nennenswert zurückzufahren. China Overseas Land verbilligten sich angesichts dessen um 2,9 Prozent und Soho China um 2,7 Prozent. Dagegen stießen einige Blue Chips aus dem Energiesektor zumindest in der zweiten Handelshälfte wieder auf ein gewisses Kaufinteresse. Dementsprechend erholten sich
CNOOC um 0,6 Prozent,
PetroChina gingen nur noch um 0,2 Prozent nach unten.
Hitachi Construction fallen um fast 10% In Japan knickte der
Nikkei 225 heute sogar um 3,0 Prozent auf 8611 Zähler ein. Händler sprachen dabei davon, dass inzwischen auch viele institutionelle Anleger massiv Titel auf den Markt werfen würden, während die
Börse Tokio zwischenzeitlich auch eines der bevorzugten Ziele von Shortsellern geworden sei. Die Tatsache, dass angesichts der globalen Verunsicherung heute auch noch der
Yen weiter stieg, setzte insbesondere den Exportwerten weiter zu. Hier rutschten etwa
Hitachi um 4,3 Prozent und
Sony um 5,3 Prozent ab, Toyota gaben 3,7 Prozent und Mazda 4,6 Prozent ab. Daneben schlitterten Hitachi Construction Machinery um 9,6 Prozent nach unten, nachdem der Konkurrent Caterpillar schwache Umsatzdaten veröffentlicht hatte. Im Finanzbereich fielen
Nomura um 5,6 Prozent und Daiwa Securities um 5,2 Prozent.
Taiwan und Korea sehr schwach – Indien steigt
In China verlor der Shanghai Composite Index 1,4 Prozent auf 2345 Punkte. Taiwans TAIEX gab 2,8 Prozent auf 7151 Zähler und Koreas Kospi 3,4 Prozent auf 1782 Zähler ab. In Thailand fiel der SET bisher um 1,6 Prozent auf 1154 Stellen.
Gegen den Trend konnte sich der indische Sensex in der zweiten Handelshälfte erholen, und lag zuletzt 0,5 Prozent im Plus bei 16.157 Punkten, nachdem die State Bank of India besser als erwartete Zahlen vorgelegt hatte.