EMFIS.COM -
Hongkong 18.10.2011 (www.emfis.de) Die asiatischen Börsen entwickelten sich heute größtenteils deutlich nach unten.
Zum anderen hatten die gestrigen Quartalszahlen aus den USA nicht allzu rosig ausgesehen, was auch die Wallstreet deutlich ins Minus drückte. Zum anderen wurde heute gemeldet, dass Chinas Wirtschaftswachstum im dritten Quartal zwar immer noch bei ansehnlichen 9,1 Prozent gelegen hatte. Der Anstieg lag aber unter den Markterwartungen, und entsprach außerdem der niedrigsten Zuwachsrate seit über zwei Jahren.
China Immobilienwerte mit massiven Abschlägen
Einen regelrechten Einbruch verzeichnete die
Börse Hongkong. Der Hang Seng Index knickte um 4,2 Prozent auf 18.077 Punkte ein. Händler erklärten, dass nach dem Kursrutsch in den vergangenen Monaten sich die meisten Short-Seller inzwischen wieder eingedeckt hätten, und dass dadurch ein wichtiger Impuls für die jüngste Kurserholung weggefallen sei. Deutlich unter Druck standen unter anderem die Immobilienwerte, nachdem die Preise für Wohnimmobilien im September nur noch in der Hälfte der chinesischen Großstädte gestiegen waren. China Overseas Land brachen daraufhin um 9,8 Prozent ein,
China Resources Land verloren 6,3 Prozent. Daneben schlitterten
New World Development um 17,6 Prozent nach unten, nachdem der Hongkonger Immobilienriese eine Kapitalerhöhung um 1,6 Milliarden
Dollar angekündigt hatte. Im mit dem Immobiliensektor eng verzahnten Bankensektor ging es ebenfalls nach unten. Hier rutschten ICBC um 6,1 Prozent und
Bank of China um 4,7 Prozent ab. Im Rohstoffsektor brachen
Aluminum Corp of China um 10,6 Prozent ein,
China Coal Energy verloren 6,2 Prozent und
PetroChina 2,4 Prozent.
Sony geben ab – Olympus weiter im Sturzflug
In Japan fiel der
Nikkei 225 heute um 1,6 Prozent auf 8742 Zähler. Das Handelsvolumen fiel dabei auf das niedrigste Niveau des laufenden Jahres. Die Anleger nahmen unter anderem Gewinne bei den Exporttiteln mit, die sich zuletzt gut erholt gezeigt hatten. Hier verbilligten sich etwa
Canon um 1,7 Prozent und
Sony um 1,2 Prozent. Die
Aktie von Olympus rutschte nach dem Rausschmiss des CEO und den damit verbundenen Turbulenzen heute um weitere 8,9 Prozent ab. Schwach entwickelten sich auch die Titel der Mobilfunkanbieter, nachdem gemeldet wurde, dass Samsung für den japanischen Markt ein Verkaufsverbot von Apples neuem iPhone beantragt haben soll.
KDDI knickten um 4,3 Prozent ein,
Softbank gingen um 2,9 Prozent nach unten. Die Aktie von Tokyo Electric Power fiel lediglich um 0,9 Prozent, obwohl der angeschlagene Versorger wegen des Fukushima-Unglücks Staatshilfen von 9,1 Milliarden Dollar beantragt haben soll.
In China ging der Shanghai Composite Index heute um 2,3 Prozent nach unten auf 2383 Zähler. Taiwans TAIEX verlor 1,4 Prozent auf 7359 Punkte; der koreanische Kospi gab 1,4 Prozent auf 1839 Stellen ab.
In Indien befand sich der Sensex zuletzt 1,6 Prozent im Minus bei 16.758 Punkten. Thailands SET verlor bislang 2,3 Prozent auf 949 Stellen.