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Hongkong 21.05.2012 (www.emfis.de) Trotz schwacher Vorgaben aus den USA vom Freitag präsentierten sich Asiens Börsen heute in vergleichsweise guter Verfassung. Zahlreiche Marktteilnehmer waren offenbar übers Wochenende zu der Erkenntnis gekommen, dass nach den heftigen Kursrückgängen in den vergangenen beiden Wochen erste Käufe bereits wieder sinnvoll sein könnten.
Schützenhilfe kam daneben von Chinas Premierminister Wen Jiabao, der am Wochenende erklärt hatte, dass das volkswirtschaftliche Wachstum des Landes künftig wieder einen höheren Stellenwert haben werde. Dies schürte bei den Anlegern wieder einmal die Hoffnung, dass die chinesische Anti-Inflationspolitik zu einem Ende gekommen sei, und dass Peking jetzt weitere Maßnahmen zur Wachstumsstimulation vornehmen könnte.
Hongkongs Anleger wenig beeindruckt
In Hongkong hatten die Ausführungen Wens heute aber vergleichsweise wenig positiven Einfluss. Dort ging der Hang Seng Index um weitere 0,2 Prozent nach unten auf 18.922 Punkte – und fiel damit den vierten Handelstag in Folge. Schwäche zeigten dabei weiterhin unter anderem die Papiere der von der Konjunktur in Europa abhängigen Unternehmen. So gab die
Aktie der britisch-chinesischen Großbank
HSBC 1,0 Prozent ab,
Esprit verbilligten sich um 2,1 Prozent. Daneben knickte die Aktie des Internet-Riesen
Tencent nach dem enttäuschenden Verlauf des Facebook-Börsengangs um 3,4 Prozent ein. Der Optimismus der Anleger konzentrierte sich vor allem auf den Immobilienbereich. Hier erholten sich China Overseas Land um 1,8 Prozent,
China Resources Land stiegen um 1,1 Prozent und
Hang Lung Properties um 2,3 Prozent.
Japan – die Binnenwerte führen das Feld an
In Japan verbesserte sich der
Nikkei 225 heute um 0,3 Prozent auf 8634 Punkte. Trotz des wieder etwas gefallenen
Yen und der positiven Neuigkeiten aus China konzentrierten sich die Anleger allerdings weiterhin auf Unternehmen, die vor allem im Binnensektor agieren. So legte die Aktie des Modekonzerns Fast Retailing 2,6 Prozent zu,
Softbank verteuerten sich um 2,0 Prozent; der Titel des Immobilienkonzerns Mitsui Fudosan gewann 1,2 Prozent hinzu. Dagegen zeichnete sich etwa im Elektroniksegment keine klare Linie ab. Während sich
Sony um 0,7 Prozent und
Fujitsu um 0,3 Prozent erholten, gaben etwa
Nikon 1,2 Prozent ab,
Panasonic verloren nach einem zurückhaltenden Kommentar der Citigroup 1,8 Prozent. Daneben brachen Renesas um 10,3 Prozent ein, nachdem Goldman Sachs das Papier des Chip-Produzenten auf „sell“ abgestuft hatten.
China und Taiwan erholt – Thailand schwächer In China stieg der Shanghai Composite Index um 0,2 Prozent auf 2348 Punkte. Taiwans TAIEX verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 7192 Zähler; der Kospi in Korea gewann 0,9 Prozent auf 1799 Stellen hinzu.
In Indien stieg der Sensex bisher um 0,3 Prozent auf 16.195 Punkte. Thailands SET fiel dagegen zuletzt um 1,4 Prozent auf 1138 Zähler.