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Hongkong 30.01.2012 (www.emfis.de) Auch die asiatischen Anleger wurden heute unsanft daran erinnert, dass im fernen Europa weiterhin die Griechenland-Krise schwelt. Daneben zeigte die Enttäuschung über das US-Bruttoinlandsprodukt, das im abgelaufenen Quartal „nur“ um 2,8 Prozent gestiegen ist, dass die Erwartungen an die antizipierte Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt möglicherweise überzogen waren.
Die asiatischen Aktienmärkte gingen daraufhin heute nach unten, und entfernten sich damit weiter von den mehrmonatigen Höchstständen, die in der vergangenen Woche erreicht worden waren. Auf den Verkaufszetteln standen insbesondere Zykliker aus den Sektoren Export, Finanzen und Rohstoffe.
China-Immobilienaktien werden gemieden In Hongkong etwa beendete der Hang Seng Index die Erfolgsserie der vergangenen Woche heute mit einer Korrektur um 1,7 Prozent auf 20.160 Zähler. Positiv vermerken ließ sich dabei immerhin, dass die psychologisch bedeutsame 20.000-Punkte-Marke zu keinem Zeitpunkt unterschritten wurde. Unter Beschuss standen heute unter anderem die Werte aus dem Immobiliensektor, nachdem die Wohnungsverkäufe in den vier größten Städten Chinas über die Neujahrswoche sichtlich geschrupft waren.
China Resources Land fielen daraufhin um 3,1 Prozent und Agile Property um 7,4 Prozent; das Papier von Country Garden brach nach einem Downgrade durch die Citigroup um 11,3 Prozent ein. Im Rohstoffsegment verbilligten sich
Aluminum Corp. of China um 3,4 Prozent und
China Coal Energy um 4,4 Prozent. Die
Aktie des Gold- und Kupferförderers Zijin Mining gab 4,2 Prozent ab, nachdem es in einer Kupferschmelze des Unternehmens zu einem Unfall gekommen war, bei dem mehrere Mitarbeiter ihr Leben verloren hatten.
Japans Elektroniktitel unter Beschuss
In Japan, wo es bereits in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche zu Gewinnmitnahmen gekommen war, kam der
Nikkei 225 heute mit einem Abschlag von 0,5 Prozent auf 8793 Zähler davon. Positiv entwickelte sich unter anderem die Aktie von
Advantest – einem Hersteller von Halbleitertestgerät – die um 12,4 Prozent anzog, nachdem das Unternehmen eine Dividendenerhöhung angekündigt hatte. Die meisten übrigen Technologiewerte standen dagegen weiter unter Druck.
Sony etwa verloren 1,8 Prozent und
Fujitsu 3,4 Prozent;
Canon gingen um 1,0 Prozent nach unten. Daneben rutschten Nippon Electric Glass nach enttäuschenden Zahlen und einem düsteren Ausblick des US-Konkurrenten Corning um weitere 10,0 Prozent ab.
Mitsubishi Electric brachen sogar um 14,8 Prozent ein. Das Unternehmen soll für Rüstungslieferungen an den japanischen Staat überhöhte Rechnungen ausgestellt haben, und wird deshalb vorerst bei Regierungsaufträgen nicht mehr berücksichtigt.
China fällt – Taiwan hat Nachholbedarf In China kehrte der Shanghai Composite Index heute mit einem Abschlag von 1,5 Prozent auf 2285 Zähler aus den Neujahrs-Ferien zurück. In Taiwan, wo vergangene Woche ebenfalls kein Handel stattgefunden hatte, vollzogen die Anleger dagegen zunächst einmal den Anstieg an den übrigen internationalen Börsen nach, was dem TAIEX einen Anstieg um 2,4 Prozent auf 7407 Stellen verschaffte. In Korea verlor der Kospi 1,24 Prozent auf 1941 Punkte.
In Indien knickte der Sensex um 2,2 Prozent auf 16.863 Punkte ein. Thailands SET fiel um 0,2 Prozent auf 1075 Zähler.