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Hongkong 18.11.2011 (www.emfis.de) Das Damoklesschwert der Euroland-Krise hängt weiter über den globalen Börsen. Dementsprechend sahen auch die asiatischen Marktteilnehmer heute weiterhin keine Kaufgründe.
An den Börsen China und Hongkong kamen außerdem noch Sorgen über die Immobilienmarktentwicklung und über die daraus resultierenden Folgen für den Finanzsektor hinzu. Dementsprechend gehörten diese beiden Aktienmärkte heute asienweit zu den Underperformern.
Hongkongs Bankaktien unter Beschuss
In Hongkong fiel der Hang Seng Index heute bei niedrigen Umsätzen um 1,7 Prozent auf 18.491 Zähler, und gab damit den vierten Handelstag in Folge ab. Der dadurch entstandene Wochenverlust summierte sich auf diese Weise auf 3,4 Prozent. Angeknackst zeigten sich vor allem die Finanz- und Immobilienwerte. Zuvor war gemeldet worden, dass chinesische Behörden die Banken offenbar vor einer allzu großzügigen Kreditvergabe an den Immobiliensektor gewarnt haben sollen. Zugleich wurde veröffentlicht, dass die Immobilienpreise in 70 chinesischen Großstädten im Oktober erstmals in diesem Jahr zurückgegangen sind. Unter den
Aktien der Immobilienunternehmen mit breiten China-Aktivitäten gingen daraufhin China Overseas Land um 5,2 Prozent und
China Resources Land um 4,0 Prozent nach unten.
Bank of China und ICBC verbilligten sich um jeweils 3,1 Prozent; die
Aktie des Versicherers Ping An rutschte um 5,0 Prozent ab. Leicht erholt zeigten sich dagegen verschiedene Exportwerte, die zuvor wegen der EU-Schuldenkrise unter Druck geraten waren.
Esprit Holdings stiegen um 0,9 Prozent; Li & Fung gewannen 1,1 Prozent hinzu.
Toyota und Honda werden gemieden In Japan war der Handel heute weiter durch den belastend hohen
Yen und die Sorgen um die globale Wirtschaftsentwicklung geprägt. Der
Nikkei 225 ging um 1,2 Prozent nach unten auf 8375 Punkte, was dem niedrigsten Schlussstand seit 8 Wochen entspricht. Damit fiel Japans Leitindex im Wochenvergleich um 1,6 Prozent. Verkauft wurden wegen der anhaltenden Produktionsausfälle in Thailand und der schlechten kurzfristigen Zukunftsperspektiven unter anderem die Autowerte. Hier gaben Honda 2,4 Prozent und Nissan 2,5 Prozent ab. Toyota verloren 2,3 Prozent, nachdem die Aktie von Credit Suisse auf „market weight“ abgestuft worden war. Daneben sorgten sich die Marktteilnehmer zunehmend darüber, dass die Euro-Schuldenkrise auch auf den japanischen Finanzsektor übergreifen könnte. Dies brachte etwa
Nomura Holdings um 2,8 Prozent nach unten; Mitsubishi UFJ verbilligten sich um 1,8 Prozent und Mizuho Financial um 2,0 Prozent.
In China verlor der Shanghai Composite Index 1,9 Prozent auf 2417 Punkte. Taiwans TAIEX gab 2,1 Prozent auf 7234 Zähler ab, Koreas Kospi fiel um 2,0 Prozent auf 1839 Stellen.
In Indien ging der Sensex um 0,6 Prozent nach unten auf 16.372 Zähler. Thailands SET verlor 0,9 Prozent auf 984 Stellen.