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Hongkong 11.10.2011 (www.emfis.de) Die guten Vorgaben aus den USA sorgten heute in Asien wieder für Kauflaune. Die Marktteilnehmer sind derzeit vermehrt der Überzeugung, dass die Schuldenproblematik in der Eurozone demnächst ansatzweise gelöst werden könne.
Daneben wurde auch die Meldung, wonach eine staatliche chinesische Investmentgesellschaft in großem Stil chinesische Bankaktien gekauft hat, positiv aufgenommen. Die innerchinesischen Börsen Shanghai und Shenzhen profitierten von dieser Meldung allerdings kaum.
Hongkongs Bankaktien deutlich im Plus In Hongkong jedoch zog der Hang Seng Index heute um 2,4 Prozent auf 18.142 Punkte an. Dabei setzte vor allem auf die Banktitel ein regelrechter Run ein, nachdem der Staatsfonds Central Huijin erklärt hatte,
Aktien der vier größten Institute am Markt gekauft zu haben. Unter den betroffenen Bankenwerten zogen Agricultural
Bank of China um 12,8 Prozent an; ICBC sprangen um 6,7 Prozent und Bank of China um 7,7 Prozent nach oben. Die
Aktie der
China Construction Bank gewann 5,8 Prozent hinzu. Daneben kletterten
Esprit Holdings um 12 Prozent nach oben, nachdem der Hedgefonds Lone Pine Capital seinen Anteil an dem Bekleidungsunternehmen von 3 auf 6 Prozent gesteigert hatte. Die Titel der großen Ölmultis blieben allerdings deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück, nachdem die Regierung gestern eine Senkung der Benzinpreise angekündigt hatte.
PetroChina verloren 1,7 Prozent; Sinopec gaben 1,0 Prozent ab.
Sony und RICOH besonders gefragt
Auch in Japan kehrten die Marktteilnehmer heute nach dem verlängerten Wochenende gut gelaunt in den Markt zurück. Die scheinbar etwas besseren Perspektiven für die Euro-Zone ließen vor allem die Exportwerte wieder attraktiv erscheinen, und verschafften dem
Nikkei ein Plus von 2,0 Prozent auf 8774 Zähler. Dabei verteuerten sich etwa im Elektroniksektor
Sony um 5,7 Prozent und
Sharp um 4,5 Prozent. Ricoh gewannen 6,0 Prozent hinzu, nachdem die Aktie des Büromaschinen-Herstellers von Credit Suisse auf „outperform“ aufgestuft worden war. Dagegen gaben
Nikon 4,0 Prozent ab, nachdem der Konzern erklärt hatte, dass sein Werk in Thailand von den dortigen Flutschäden betroffen sei. Fanuc verteuerten sich um 4,3 Prozent – die Aktie des Roboter-Produzenten soll im Topix Core 30 ab November den Titel von Tokyo Electric Power ersetzen. Doch auch Tokyo Electric legten heute 1,8 Prozent zu.
China und Indien hinken hinterher In China stieg der Shanghai Composite Index lediglich um 0,2 Prozent auf 2349 Punkte. Dagegen zog Taiwans TAIEX um 2,6 Prozent auf 7399 Zähler an; Koreas Kospi legte 1,6 Prozent auf 1795 Stellen zu.
In Indien verlor der Sensex bislang 0,1 Prozent auf 16.542 Zähler. Thailands SET befand sich zuletzt 2,3 Prozent im Plus bei 944 Punkten.