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Hongkong 14.10.2011 (www.emfis.de) Nach den üppigen Aufschlägen der vergangenen beiden Wochen zeigten sich Asiens Anleger heute vergleichsweise zurückhaltend. Mit Argus-Augen wird auch in Fernost weiterhin die Entwicklung in der krisengeschüttelten Eurozone beobachtet. Von dieser Seite sorgten vor allem die Rating-Downgrades für verschiedene Großbanken für Verunsicherung. Daneben war gemeldet worden, dass in China zwar das Geldmengenwachstum merklich zurückgegangen ist, die Verbraucherpreis-Inflation sich aber mit 6,1 Prozent zuletzt immer noch auf einem hohen Niveau befand.
Hongkongs Bankenwerte wieder unter Druck Letzteres führte insbesondere in Hongkong zu signifikanten Kursverlusten bei den Finanz- und Immobilienwerten. Der Hang Seng Index selbst verlor 1,4 Prozent auf 18.502 Punkte; womit der Index auf Wochensicht aber dennoch ein Plus von 4,5 Prozent erzielte. Im Immobiliensektor knickten China Overseas Land heute um 4,2 Prozent und
China Resources Land um 6,3 Prozent ein; unter den Bankaktien gaben etwa
Bank of China 2,9 Prozent und ICBC 4,3 Prozent ab. Daneben verbilligte sich die
Aktie des Versicherungskonzerns AIA um 2,0 Prozent. Hier befürchteten die Anleger, dass die angeschlagene amerikanische Konzernmutter AIG demnächst größere Anteilspakete auf den Markt werfen könnte. Gesucht waren defensive Werte wie die Aktie des Telekomriesen China Mobile, die 2,7 Prozent hinzugewann. Daneben profitierte die Aktie von Sinopec von den gefallenen Ölpreisen, und stieg um 1,2 Prozent, während der Titel des Ölförderers
CNOOC um 4,6 Prozent nach unten ging.
Softbank-Aktie geht in die Knie Auch in Japan waren heute Gewinnmitnahmen angesagt. Der
Nikkei gab bei niedrigen Umsätzen 0,9 Prozent auf 8748 Zähler ab. Dabei verbilligten sich unter den Exporttiteln Toyota um 1,7 Prozent und Honda um 2,4 Prozent;
Canon gingen um 2,6 Prozent und
Sony um 2,0 Prozent nach unten. Die Aktie von
Olympus brach um 17,6 Prozent ein, nachdem der Technologiekonzern seinen CEO geschasst hatte. Im Telekomsektor stieg die Aktie des Mobilfunkanbieters KDDI, der jetzt auch Apples neues iPhone in Japan vertreiben darf, um 1,0 Prozent. Das Papier des bisherigen iPhone-Monopolisten
Softbank rutschte dagegen um 2,7 Prozent ab.
Korea und Indien gegen den Trend fester In China korrigierte der Shanghai Composite Index heute um 0,3 Prozent auf 2431 Punkte. Taiwans TAIEX fiel um 1,0 Prozent auf 7358 Zähler; Koreas Kospi stieg dagegen um 0,7 Prozent auf 1835 Stellen.
Die Börsen in Indien und Thailand wiederum profitierten im späten Nachmittagshandel von der positiven Trendwende an den europäischen Börsen. Indiens Sensex stieg um 1,2 Prozent auf 17.077 Zähler; Thailands SET lag zuletzt 1,5 Prozent im Plus bei 951 Punkten.