EMFIS.COM - Hongkong 20.09.2011 (www.emfis.de) Die Abstufung Italiens durch die Ratingagentur Standard & Poor´s brachte heute die asiatischen Indizes zunächst nochmals unter Druck. Im Tagesverlauf wurden die Marktteilnehmer des Verkaufens aber zunehmend müde.
Für eine gewisse Zuversicht sorgten außerdem die inzwischen teilweise deutlich gefallenen asiatischen Währungen, die den dort ansässigen Exportunternehmen gewisse Konkurrenzvorteile verschaffen sollten.
Suzuki Motor steigen gegen den Trend Der japanische Markt konnte allerdings von etwaigen Währungsentwicklungen nicht profitieren, da sich der
Yen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau befindet. Zudem hatte in Japan gestern kein Handel stattgefunden, so dass die Akteure dort erst einmal die gestrigen Abschläge an den übrigen Weltbörsen nachvollzogen. Der
Nikkei 225 fiel daraufhin um 1,6 Prozent auf 8721 Punkte. Angeschlagen zeigten sich vor allem die Finanzwerte. Hier gingen
Nomura um 3,9 Prozent und Mitsubishi UFJ um 2,9 Prozent nach unten; unter den Versicherungstiteln verbilligten sich
Sony Financial um 3,9 Prozent und Dai-Ichi Life um 6,3 Prozent. Daneben tauchten auch die Exporttitel nochmals ab. Sony etwa verloren 4,1 Prozent und
Pioneer 3,1 Prozent. Im Autosektor fielen Toyota um 1,8 Prozent und Honda um 3,1 Prozent. Dagegen legten Suzuki 3,0 Prozent zu, nachdem in Deutschland Gerüchte aufgekommen waren, dass Volkswagen eine Kontrollmehrheit bei dem japanischen Autobauer anstreben könnte.
China Mobile und China Unicom gefragt
In Hongkong erholte sich der Hang Seng Index heute um 0,5 Prozent auf 19.015 Punkte. Besonders positiv entwickelten sich dabei die Telekomwerte, nachdem die beiden Brachenriesen China Mobile und China Unicom erfreuliche Daten zum jeweiligen Anstieg der 3G-Nutzer vorgelegt hatten. China Mobile stiegen daraufhin um 1,3 Prozent; China Unicom sprangen um 3,9 Prozent nach oben. Daneben erholte sich die
Aktie des Modekonzerns
Esprit nach dem Kursmassaker der vergangenen Tage um moderate 2,7 Prozent. Vorsichtig blieben die Anleger allerdings im Rohstoffsektor. Hier gaben
PetroChina weitere 0,1 Prozent und
CNOOC 0,3 Prozent ab;
Aluminum Corp of China fielen um 2,8 Prozent. Unter den
Aktien der Reedereien verloren
COSCO Pacific 0,6 Prozent; China Shipping Container brachen nach einem Downgrade durch BNP Paribas um 8,8 Prozent ein.
China erholt – Indien steigt deutlich In China erholte sich der Shanghai Composite Index um 0,4 Prozent auf 2447 Punkte. Taiwans TAIEX gewann 0,2 Prozent auf 7493 Stellen hinzu; der koreanische Kospi gewann 0,9 Prozent auf 1838 Zähler hinzu.
In Indien stieg der Sensex deutlich um 2,3 Prozent auf 17122 Punkte. Thailands SET lag zuletzt 0,6 Prozent im Plus bei 1024 Zählern.