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Hongkong 03.010.2011 (www.emfis.de) Die schlechten Vorgaben aus den USA machten den asiatischen Anlegern heute wieder einmal schwer zu schaffen.
Allgemein scheint sich dort nun die Überzeugung auszubreiten, dass sich die Nachfrage aus dem Westen demnächst deutlich abkühlen dürfte. Daneben sind die Marktteilnehmer weiterhin davon überzeugt, dass die Probleme in der Euro-Zone trotz des jüngsten – üppig ausgestatten – Griechenland-Rettungsschirms noch nicht gelöst sind.
Neues 28-Monats-Tief in Hongkong In Hongkong verlief der heutige Handelstag besonders bitter. Der Hang Seng Index verlor 4,4 Prozent auf 16.822 Punkte, und landete damit auf dem niedrigsten Niveau seit Mai 2009. Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden unter anderem die Immobilienwerte und Finanztitel, die unter der Sorge vor weiteren Drosselungsmaßnahmen der Regierung und einem Anstieg der faulen Kredite litten.
Bank of China schlitterten um 6,5 Prozent nach unten;
Ping An Insurance fielen sogar um 13,4 Prozent; China Overseas Land gaben 11,1 Prozent und
China Resources Land 11,8 Prozent ab. Daneben setzte auch bei den Macau-Casino-Aktien, die sich in der Vergangenheit teils noch gut gehalten hatten, ein massiver Sell-Off ein. SJM Holdings brachen um 25,5 Prozent ein, Galaxy Entertainment rutschten um 18,9 Prozent und
Sands China um 14,3 Prozent ab. Zu den wenigen Glanzlichtern gehörte die
Aktie des Modekonzerns Esprit, die sich von den schweren Kursverlusten der vergangenen Wochen unvermittelt um 3,3 Prozent erholte. Daneben hielt sich auch das Papier von Alibaba.com mit einem Abschlag von 0,3 Prozent vergleichsweise wacker. Der Chef des E-Commerce-Riesen hatte zuvor Interesse an einer Komplettübernahme von Yahoo! geäußert.
Japan: Tankan-Index kann Markt nicht stützen
In Japan verlor der
Nikkei heute 1,8 Prozent auf 8545 Zähler. Dabei führte der gegenüber dem Euro weiter gestiegene
Yen zu Analysten-Abstufungen für zahlreiche Papiere aus dem Exportsektor. Auch der vielbeachtete Tankan-Index, der im abgelaufenen Quartal wieder auf einen positiven Wert von Plus 2 gestiegen war, konnte die Stimmung nicht beleben, denn der neue Wert lag immer noch deutlich unter dem Niveau, das vor dem Erdbeben im März (plus 6) erhoben wurde. Unter Druck standen weiterhin unter anderem die Elektronikwerte. Hier knickten
Sony um 4,5 Prozent und
Toshiba um 4,7 Prozent ein. Die Aktie von Tokyo Electron, einem Hersteller von Maschinen zur Chip-Fertigung, verlor 3,1 Prozent, nachdem dort der Auftragseingang im zweiten Quartal um 20 Prozent zurückgegangen war. Im Finanzsektor gaben
Nomura 4,2 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial 2,7 Prozent ab. Dagegen zog die Aktie des angeschlagenen Konsumkreditanbieters Promise, der komplett von Sumitomo Mitsui übernommen werden soll, um weitere 15,2 Prozent an.
In Taiwan gab der TAIEX heute 2,9 Prozent auf 7014 Punkte ab. Indiens Sensex verlor bisher 1,7 Prozent auf 16.170 Zähler; der SET in Thailand lag zuletzt 5,2 Prozent im Minus bei 869 Stellen.
In China und Südkorea fand heute feiertagsbedingt kein Handel statt.