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Hongkong 05.09.2011 (www.emfis.de) An den asiatischen Börsen setzten sich heute die Abschläge vom Ende der vergangenen Woche fort, nachdem auch am Freitag die US-Wirtschaftsdaten wieder enttäuschend ausgefallen waren, und die Wallstreet abermals in die Knie gegangen war. Insgesamt fürchten die asiatischen Investoren derzeit vor allem eine spürbare Abkühlung des globalen Wachstums und neue Probleme in der Eurozone. Dementsprechend zogen sie sich einmal mehr vor allem aus den zyklischen Werten zurück.
Vergleichsweise gelassen blieben die Anleger allerdings erneut gegenüber indischen Aktien, obwohl heute gemeldet wurde, dass die Aktivität im dortigen Dienstleistungssektor im August spürbar nachgelassen hatte. Dagegen gerieten die Börsen klassischer Exportnationen wie Korea und Taiwan besonders stark unter die Räder.
Ölaktien in Hongkong unter Beschuss In Hongkong rutschte der Hang Seng Index heute um 2,95 Prozent auf 19.616 Punkte ab. Dabei brachen etwa
CNOOC um 8,9 Prozent ein, nachdem das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner ConocoPhillips die Förderung in der Bohai Bucht wegen der dortigen Ölpest schließen musste.
PetroChina wiederum gaben 3,2 Prozent ab;
China Coal Energy fielen um 3,3 Prozent und
Jiangxi Copper um 4,3 Prozent. Unter den Papieren aus dem Exportsegment knickten Li & Fung um 2,5 Prozent und
Esprit um 3,2 Prozent ein; der Titel des Elektronikkonzerns Foxconn verbilligte sich dagegen nur um 1,2 Prozent. Zu den Gewinnern gehörten heimische Konsumwerte.
Tsingtao Brewery etwa verbesserten sich um 1,9 Prozent, die
Aktie des Hygienetücher-Fabrikanten Hengan legte gegen den Trend 0,5 Prozent zu.
Honda und Toyota in Japan schwächer In Japan verlor der
Nikkei heute 1,9 Prozent auf 8784 Punkte. Schlimmeres verhindert wurde Händlerangaben zufolge durch Gerüchte, wonach die Bank of Japan bald wieder Stützungskäufe vornehmen könnte. Im Autosektor fielen
Honda Motor um 4,7 Prozent, nachdem der Konzern eine größere Rückrufaktion angekündigt hatte; Toyota gingen um 2,6 Prozent und Nissan um 3,7 Prozent nach unten. Die Aktie des Baumaschinen-Herstellers
Komatsu knickte um 5,4 Prozent ein, nachdem der Wert von der Citigroup auf „hold“ abgestuft worden war. Im Elektroniksektor verbilligten sich
Sony um 4,0 Prozent;
Toshiba verloren 2,5 Prozent und
Canon ebenfalls 2,5 Prozent.
Korea und Taiwan stark unter Druck In China verlor der Shanghai Composite Index 2,0 Prozent auf 2479Punkte. Taiwans TAIEX ging um 2,7 Prozent nach unten auf 7551 Zähler, Koreas Kospi rutschte um 4,4 Prozent auf 1786 Stellen ab.
In Indien gab der Sensex bislang 0,8 Prozent auf 16.685 Punkte ab. Thailands SET lag zuletzt 1,3 Prozent im Minus bei 1051 Zählern.