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Hongkong 02.09.2011 (www.emfis.de) Das gestrige negative Sentiment in Europa und an der Wallstreet sorgte heute auch an Asiens Börsen für einen empfindlichen Rücksetzer. Vor allem bei den Titeln aus den exportabhängigen Branchen wurden erhebliche Teile der in dieser Woche erzielten Zugewinne wieder abgegeben. Zwar waren die gestern in den USA gemeldeten Wirtschaftsdaten nicht durchwegs schlecht. Viele Marktteilnehmer befürchteten allerdings, dass die für heute erwarteten US-Arbeitsmarktdaten ein weiterhin düsteres Bild der amerikanischen Wirtschaft zeichnen werden.
Esprit Holding brechen in Hongkong ein In Hongkong etwa knickte der Hang Seng Index heute um 1,8 Prozent auf 20.213 Punkte ein. Dabei schlitterte die
Aktie des Modekonzerns
Esprit nach einer Gewinnwarnung um 10,1 Prozent nach unten. Im Gefolge dessen gab das Papier des Textilexporteurs Li & Fung 6,7 Prozent ab. Unter den chinesischen Finanzwerten verbilligten sich
Bank of China um 2,2 Prozent und
China Life Insurance um 2,4 Prozent. Im Macau-Casino-Sektor rutschten Galaxy Entertainment um 5,3 Prozent ab, nachdem der Großinvestor Permira ein großes Aktienpaket abgestoßen hatte. SJM verloren 1,9 Prozent und Wynn Macau 4,3 Prozent. Zu den wenigen Gewinnern im Hang Seng Index gehörte die Aktie des Versorgers China Resources Power, die sich um 0,2 Prozent nach oben hangelte. Daneben stiegen
Sino Land um 0,5 Prozent. Der Hongkonger Immobilienriese hatte seinen Gewinn dank robuster Wohnungsverkäufe deutlich steigern können.
Nikkei fällt auf unter 9000 Punkte
In Japan gab der
Nikkei heute 1,2 Prozent auf 8951 Zähler ab, und fiel damit auch erneut wieder unter die psychologisch bedeutsame 9000-Punkte-Linie. Auf Wochensicht schaffte der Index allerdings dennoch ein Kursplus von 1,7 Prozent. Schwäche zeigten heute unter anderem die Titel aus dem Maschinenbau, nachdem die Investitionen der japanischen Unternehmen im zurückliegenden Quartal überraschend zurückgegangen waren. Dies brachte unter anderem die Aktie des Roboter-Herstellers Fanuc um 3,1 Prozent nach unten; der Titel des Halbleiter-Ausrüsters
Advantest fiel um 2,3 Prozent. Im Elektroniksektor rutschten
Sony um 4,3 Prozent und
Toshiba um 3,9 Prozent ab; unter den Autoaktien verbilligten sich Toyota um 1,6 Prozent und Honda um 2,0 Prozent. Gesucht waren dagegen die Telekom-Werte. Hier stiegen
KDDI nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank um 0,7 Prozent;
Softbank legten sogar 3,3 Prozent zu.
In China gab der Shanghai Composite Index 1,1 Prozent auf 2528 Punkte ab. In Korea fiel der Kospi um 0,7 Prozent auf 1867 Zähler; in Taiwan blieb der heutige Abschlag dagegen auf 0,1 Prozent auf 7757 Stellen begrenzt.
Indien steigt gegen den Trend
Überraschend robust zeigte sich der indische Aktienmarkt, wo gestern und vorgestern kein Handel stattgefunden hatte. Hier sahen die Marktteilnehmer offenbar noch Nachholbedarf, und trieben den Sensex um 0,9 Prozent nach oben auf 16.822 Zähler.
Thailands SET lag zuletzt 0,4 Prozent im Minus bei 1065 Punkten.