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Hongkong 16.01.2012 (www.emfis.de) Die Rating-Downgrades von Frankreich und weiteren Euro-Ländern durch Standard & Poor´s wurde an den asiatischen Börsen heute relativ besorgt aufgenommen.
Mit der Ausnahme Indiens konnten auch jene Börsen, die ihre Pforten relativ spät schlossen, nicht mehr von der anschließenden Erholung an den europäischen Aktienmärkten profitieren. Daneben lastete allgemein die Sorge vor einem Abschwung in China auf dem Sentiment. Dort stehen für morgen zahlreiche Konjunkturdaten an; unter anderem das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2011.
Angesichts dessen gab etwa der Hang Seng Index in Hongkong heute 1,0 Prozent auf 19.012 Punkte ab. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden dabei die Titel der chinesischen Fluggesellschaften. Hier knickten
China Southern Airlines um 8,6 Prozent ein, nachdem der Wert von der Citigroup auf „sell“ abgestuft worden war;
Air China fielen um 5,0 Prozent und
China Eastern Airlines um 4,9 Prozent. Im Autosektor verloren Geely 2,5 Prozent, nachdem das Unternehmen vergangene Woche einen enttäuschenden Jahresabsatz gemeldet hatte; die
Aktie von Brilliance China rutschte sogar um 6,1 Prozent ab. Dagegen stiegen
BYD gegen den Trend um 4,8 Prozent, nachdem gemeldet wurde, dass die Regierung für einige Elektroauto-Modelle weitere Steuersenkungen in Aussicht gestellt habe.
Tencent schlossen unverändert bei 170,10 HK$, nachdem Credit Suisse für die Aktie des Internet-Giganten das Kursziel auf 220 HK$ herabgesetzt, die Einstufung „overweight“ aber beibehalten hatten.
Japan: Der hohe Yen belastet
In Japan verlor der
Nikkei heute 1,4 Prozent auf 8378 Zähler. Die S&P-Abstufungen für die Euro-Zone belsteten dabei unter anderem den Finanzsektor. Hier gingen
Nomura um 2,8 Prozent nach unten; Sumitomo Mitsui gaben 2,2 Prozent und Mitsubishi UFJ Financial 2,7 Prozent ab. Daneben litten die Exportwerte unter dem schwachen Euro, der gegenüber dem japanischen Yen auf das niedrigste Niveau seit fast 11 Jahren abgerutscht war.
Toshiba fielen daraufhin um 2,6 Prozent und
Canon um 2,2 Prozent; die Aktie von
Panasonic verbilligte sich um weitere 2,1 Prozent, und landete damit auf dem niedrigsten Niveau seit 27 Jahren. Im Mobilfunksektor verloren
Softbank 2,1 Prozent und
NTT DOCOMO 1,4 Prozent an Wert, nachdem der Konkurrent
KDDI eine neue Preisoffensive angekündigt hatte.
China vor Daten schwach In China gab der Shanghai Composite Index 1,7 Prozent auf 2206 Punkte ab. Taiwans TAIEX ging um 1,1 Prozent auf 7104 Zähler nach unten; Koreas Kospi fiel um 0,9 Prozent auf 1859 Stellen.
In Indien stieg der Sensex leicht um 0,2 Prozent auf 16.189 Stellen. Thailands SET verlor dagegen 0,75 Prozent auf 1037 Punkte.