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03.02.2012 09:44

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Marktbericht: Australien unter leichtem Abgabdruck


EMFIS.COM - Sydney 03.02.2012 (www.emfis.com) Die späten Kurszuwächse bei den US-Indizes nach Bekanntgabe der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ließen die australischen Börsen-Barometer am heutigen Freitag zunächst im grünen Bereich eröffnen. Als die US-Futures dann jedoch den Rückwärtsgang einlegten, kannte auch der australische Aktienmarkt nur noch den Weg südwärts.  

Immerhin hielten sich die Verluste in einen noch problemlos zu vertretenden Rahmen. Der S&P/ASX, der zwischenzeitlich bereits im Bereich von 4.280 Punkten notierte, verlor schlussendlich 16,6 Zähler oder 0,38 Prozent auf 4.251,20 Punkte. Beim All Ordinaries ging es 13,1 Punkte (0,3 Prozent) abwärts auf 4.320,10 Zähler.   

Minen gemischt, Energie-Titel schwach unterwegs


Trotz der eigentlich guten Arbeitsmarktdaten aus Übersee, die eine wirtschaftliche Erholung implizieren, konnten die konjunktursensitiven Rohstoff-Aktien keine Bäume ausreißen. Während die Anteilscheine von BHP Billiton 0,05 Prozent auf 37,60 Dollar zulegen konnten, gaben Rio-TintoAktien 0,31 Prozent auf 70,50 Dollar nach. Erstaunlich war in diesem Zusammenhang das Plus von immerhin 1,19 Prozent auf 5,07 Dollar bei den Aktien von Fortescue Metals, weil vor allem Eisenerz verstärkt gebraucht wird, wenn die globale Wirtschaft auf Hochtouren läuft.
Zugewinne gab es ebenfalls im Edelmetall-Sektor. Die Dividenden-Papiere von Newcrest Mining verteuerten sich um ein knappes Prozent auf 34,25 Dollar. Um ganze 1,77 Prozent nach oben auf 14,35 ging es bei den Anteilscheinen von Eldorado Gold.
In einer recht schwachen Verfassung präsentierten sich erneut Energie-Aktien, nachdem die Öl- und Gaspreise nicht richtig in die Gänge kommen. Die Aktien von Woodside Petroleum gab es am Ende des Handels für 34,05 Dollar und damit 0,17 Prozent günstiger als tags zuvor. Santos-Aktien verloren 0,14 Prozent auf 13,68 Dollar. Gegen den Trend stemmten sich hingegen die Papiere von Oil Search, die 0,46 Prozent auf 6,54 Dollar anzogen. Nach den zuletzt starken Kursverlusten scheinen einige Anleger den Wert als Schnäppchen auszumachen.  

Banken und Einzelhändler erneut auf der Verliererstraße


Kursverluste mussten demgegenüber die Papiere der Finanz-Institute verkraften. Am üppigsten fielen diese mit minus 1,17 Prozent auf 21,11 Dollar bei der ANZ aus. Westpac-Aktien büßten 0,62 Prozent auf 20,79 Dollar ein, nachdem die Bank bekannt gegeben hat, sich auf eine Abflachung des weltweiten Wirtschaftswachstums einzustellen. Bei den Aktien der Investmentbank Macquarie ging es 0,75 Prozent auf 24,99 Dollar abwärts. Recht gut hielten sich die Papiere der National Australia Bank sowie der Commonwealth Bank, die 0,58 Prozent auf 23,75 Dollar respektive 0,17 Prozent auf 50,57 Dollar abgaben.
Verstärkt auf den Verkaufszetteln standen darüber hinaus die Aktien der Einzelhändler. So verloren die Papiere von David Jones ganze 2,69 Prozent auf 2,53 Dollar. Mit einem Abschlag von 1,43 Prozent auf 29,47 Dollar erging es den Aktien von Westfarmers nicht allzu viel besser. Dafür büßten die Aktien von JB-Hi Fi lediglich 0,72 Prozent auf 12,34 Dollar ein. Und bei den Papieren von Myer sowie Harvey Norman, die den Handel 0,93 Prozent höher bei 2,15 Dollar bzw. 0,49 Prozent fester bei 2,03 Dollar beendeten.


Sollte das Jahr 2012 für Investoren die eine oder andere positive Konjunktur-Überraschung im Gepäck haben, könnten die Aktienmärkte ihre Aufwärtsbewegung womöglich noch ein Weilchen fortsetzen. Auf den mittlerweile erreichen Kurs-Niveaus wird die Luft aber auch sukzessive dünner und die Märkte zunehmend anfälliger für korrigierende Gewinnmitnahmen.

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