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Hongkong 04.10.2011 (www.emfis.de) An den asiatischen Börsen behielten die Pessimisten heute weiter die Überhand.
Aus Sicht der Marktteilnehmer sind die Schulden-Probleme in der Euro-Zone weiterhin nicht gelöst, und einmal mehr ging auch die Sorge von einer drohenden Rezession in wichtigen Abnehmermärkten der fernöstlichen Exportnationen um. Daneben hatte die Investmentbank Goldman Sachs heute ihre Prognosen für die Gewinne der asiatischen Unternehmen außerhalb Japans herabgesetzt.
Hang Seng Index fällt – Alibaba.com robust
In Hongkong kostete die Risikoscheu der Anleger dem Hang Seng Index heute weitere 3,4 Prozent auf 16.250 Punkte. Der Index fiel damit den vierten Handelstag in Folge und landete gleichzeitig auf einem neuen Zweieinhalb-Jahres-Tief. Vor allem die Export- und Rohstofftitel wurden routinegemäß abverkauft. Im Textilsektor etwa rutschten Li & Fung um 6,9 Prozent ab; die
Aktie von Esprit, die sich gestern noch gut erholt gezeigt hatte, verlor 4,8 Prozent. Im Rohstoffsektor verbilligten sich
China Coal Energy um 5,9 Prozent und
PetroChina um 4,1 Prozent.
CNOOC knickten sogar um 6,7 Prozent ein, obwohl das Papier des Offshore-Förderers zuvor von Credit Suisse wegen des zurückgekommenen Aktienkurses auf „outperform“ aufgestuft worden war. Erholt zeigten sich lediglich einige wenige Immobilienwerte, die gestern besonders stark unter die Räder gekommen waren.
China Resources Land etwa verbesserten sich um 0,1 Prozent und China Overseas Land um 3,0 Prozent. Daneben zog die Aktie von Alibaba.com um 2,8 Prozent an, nachdem noch weitere Gerüchte hochgekommen waren, wonach der E-Commerce-Riese vor einer Übernahme von Yahoo stehen könnte.
Nomura auf 30-Jahres-Tief
In Japan ging der
Nikkei heute um 1,1 Prozent nach unten auf 8456 Zähler. Dabei erklärten verschiedene Händler, dass lediglich die Hoffnung auf künftige Stützungskäufe staatlicher Fonds Schlimmeres verhindert habe. Weiterhin verkauft wurden unter anderem die Autowerte, nachdem die neuen Daten vom US-Automarkt gezeigt hatten, dass Japans Autobauer wegen des gestiegenen
Yen dort Marktanteile verloren haben. Toyota gingen angesichts dessen um 2,5 Prozent nach unten, Honda fielen um 2,8 Prozent und Mazda um 4,0 Prozent. Daneben gingen auch die Finanzwerte im Einklang mit ihren europäischen und amerikanischen Pendants weiter in die Knie. Mitsubishi UFJ etwa sackten um 3,8 Prozent ab;
Nomura verbilligten sich um 2,6 Prozent, und landeten damit auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als 30 Jahren.
Taiwan erholt – Korea stürzt ab
In Korea, wo gestern kein Handel stattgefunden hatte, schrammte der Kospi heute um 3,6 Prozent nach unten auf 1706 Punkte. Taiwans TAIEX konnte sich dagegen um moderate 0,5 Prozent auf 7048 Zähler erholen.
In Indien fiel der Sensex um 1,8 Prozent auf 15.867 Stellen. Thailands SET lag zuletzt 1,6 Prozent im Minus bei 855 Punkten.
An den Börsen in Shanghai und Shenzhen fand feiertagsbedingt kein Handel statt.