EMFIS.COM -
Hongkong 25.11.2011 (www.emfis.de) Angesichts der Tatsache, dass in Europa weiterhin kein Durchbruch bei der Lösung der dortigen Schuldenkrise erzielt werden konnte, war heute auch in Asien die Stimmung wieder mau. Bemerkenswert war allerdings, dass gerade bei einigen Exportwerten (unter anderem in Japan) wieder Käufe einsetzten.
In Tokio gab der
Nikkei 225 heute nur noch 0,1 Prozent auf 8160 Zähler ab, markierte damit aber im Handelsverlauf ein neues Zweieinhalb-Jahres-Tief. Auf Wochensicht fiel Japans Leitindex somit um mehr als 2 Prozent. Die Marktteilnehmer standen unter anderem unter dem Eindruck eines Kommentars der Ratingagentur Standard & Poor´s, die vor der enorm hohen Veschuldung Japans gewarnt hatte. Verkauft wurden heute unter anderem die Schwergewichte aus dem Telekomsektor, die sich bisher der Abwärtsbewegung noch halbwegs widersetzen konnten.
NTT DOCOMO etwa gaben 0,8 Prozent und
Softbank 0,7 Prozent ab. Dagegen setzten bei den stark export-abhängigen Elektronikwerten bereits wieder Käufe ein.
Canon etwa stiegen um 2,0 Prozent und
Nikon um 2,7 Prozent. Die
Aktie des von Skandalen gebeutelten Technologiekonzerns Olympus erholte sich um weitere 8,7 Prozent. Daneben gewannen
Nintendo 3,2 Prozent hinzu, nachdem der Konzern gute Verkaufszahlen für seine Spielkonsole 3DS veröffentlicht hatte.
Alibaba.com brechen ein - Tencent ebenfalls schwach
In Hongkong verlor der Hang Seng Index heute 1,4 Prozent auf 17.689 Stellen, und hat damit im Lauf dieser Woche 4,3 Prozent eingebüßt. Nach unten gezogen wurde der Index unter anderem von der Aktie des Marktschwergewichts HSBC. Das Papier der relativ stark im krisengeplagten Europa engagierten Großbank verlor 1,7 Prozent an Wert. Unter den China-Bankenwerten verbilligten sich ICBC um 1,4 Prozent und
Bank of Communications um 2,0 Prozent, nachdem die ICBC erklärt hatte, vorerst nicht mit geldpolitischen Lockerungsschritten in China zu rechnen. Unter den Internet-Werten rutschten TenCents um 3,7 Prozent ab; Alibaba.com brachen um 10,6 Prozent ein, nachdem der E-Commerce-Riese einen enttäuschenden Ausblick auf das kommende Jahr abgegeben hatte. Die Aktie des Modekonzerns
Esprit setzte dagegen ihre jüngste Erholung fort und stieg um 4,3 Prozent. Hier hatte der Finanzchef zuletzt 100.000
Aktien des Unternehmens erworben.
In China gab der Shanghai Composite Index 0,7 Prozent auf 2380 Punkte ab. Taiwans TAIEX verlor 1,2 Prozent auf 6785 Zähler, Koreas Kospi ging um 1,0 Prozent nach unten auf 1776 Stellen.
In Indien fiel der Sensex um 1,0 Prozent auf 15.695 Punkte. Thailands SET schloss mit einem Abschlag von 1,4 Prozent bei 967 Zählern.