22.01.2013 18:15
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Bafin ermittelt wegen Gerüchten um Weidmann-Rücktritt

Marktmanipulation?
Marktbewegende Gerüchte über einen angeblichen Rücktritt von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann rufen die Finanzaufsicht Bafin auf den Plan.
"Wir schauen uns das an vor dem Hintergrund der Marktmanipulation", sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) am Dienstag. Das sei in solchen Fällen Routine.

Ein Notenbank-Sprecher hatte umgehend dementiert: An den Gerüchten sei "nichts dran". Der Sprecher erklärte aber zugleich: "Die Bundesbank kann Marktmanipulationen nicht ausschließen."

Die Spekulationen über einen Rücktritt Weidmanns hatten am Dienstag den Euro absacken lassen. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise unter die Marke von 1,33 US-Dollar auf ein Tagestief von 1,3266 Dollar. Auch am Aktienmarkt sorgten die Gerüchte kurzzeitig für Verunsicherung.

Die Kurse erholten sich zwar rasch wieder. Spekulanten könnten Kurssprünge jedoch genutzt haben, um Papiere gewinnbringend zu kaufen oder zu verkaufen.

Wegen seines Widerstandes gegen die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) war bereits im vergangenen Sommer über einen Rücktritt Weidmanns spekuliert worden. Der ehemalige Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte einen solchen Schritt auch öffentlich immer wieder ausgeschlossen und betont, er sei im EZB-Rat keineswegs isoliert.

In einem "Spiegel"-Interview im August stellte Weidmann klar: "Ich kann meiner Aufgabe am besten gerecht werden, wenn ich im Amt bleibe. Ich will dafür arbeiten, dass der Euro genauso hart bleibt, wie die Mark es war."/ben/jsl/DP/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Odua Images / Shutterstock.com, Deutsche Bundesbank
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