12.02.2013 09:55
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Staatsanwälte ermitteln nun auch gegen Porsche-Aufsichtsräte

Marktmanipulation
Die Affäre um Marktmanipulation bei Porsche weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt nun auch gegen Aufsichtsratsmitglieder der Porsche SE.
Dies bestätigte ein Sprecher der Behörde. Im Dezember hatte die Staatsanwaltschaft schon Anklage gegen die einstigen Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter wegen Marktmanipulation eingereicht.

   Spiegel Online hatte bereits berichtet, Aufsichtsräte stünden im Verdacht, während der Übernahmeschlacht um VW gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen zu haben. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft während der langwierigen Ermittlungen gegen die einstigen Vorstände den Aufsichtsrat unbehelligt gelassen. Dass dies nun anders ist, könnte damit zusammenhängen, dass mögliche Gesetzesverstöße im März diesen Jahres verjähren würden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wollte sich dazu nicht äußern.

   Ein Sprecher der Porsche SE sagte zu den neuen Ermittlungen lediglich: "Wir haben Kenntnis davon, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingeleitet hat." Details konnte er dazu nicht nennen.

   Porsche hatte sich seit 2005 bei der Volkswagen AG eingekauft und rund drei Jahre später versucht, den wesentlich größeren Wolfsburger Konzern zu schlucken. Der Deal scheiterte, und Porsche wurde später VW gekauft. Die Stuttgarter hatten die geplante Übernahme seinerzeit mit komplizierten Aktienoptionsgeschäften vorbereitet. Der VW-Aktienkurs schwankte extrem, wodurch viele Anleger hohe Summen verloren.

   Porsche habe im Jahr 2008 falsche Angaben beim Anteilskauf an Europas größtem Autobauer Volkswagen gemacht, hieß es im Dezember von der Staatsanwaltschaft. Zwischen März und Oktober habe das Unternehmen in mindestens fünf öffentlichen Erklärungen eine bereits bestehende Absicht zur Aufstockung seiner VW-Beteiligung auf eine Dreiviertelmehrheit dementiert, obwohl die Porsche-Vorstände spätestens im Februar 2008 eben diese Absicht gefasst hätten. Die damaligen Dementis hätten Auswirkungen auf den Börsenpreis gehabt.

   Die Verteidiger der ehemaligen Porsche-Vorstände Wiedeking und Härter hatten nach der Anklage im Dezember die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Über die Zulassung dieser Anklage sei noch nicht entschieden worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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Platz 17: Mitsubishi

Auch im 3. Quartal 2012 eröffnet Mitsubishi das Ranking der absatzstärksten Autobauer. Das Unternehmen setzte von Juli bis September 2012 239.000 Fahrzeuge ab. Verglichen mit dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang von 5 %.

Bildquellen: iStock/contrastaddict, istock/lightkey

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