06.12.2012 11:52
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Wieland Staud: "8000 Punkte beim DAX in 2013 in jedem Fall"

Markttechnik
Die Chancen auf einen erfreulichen Jahresausklang stehen aus charttechnischer Sicht gut. Und auch für das kommende Jahr zeigen sich viele Technische Analysten optimistisch.
Die riesigen Kursgewinne seit Mitte November bremsen den Optimismus der meisten technisch orientierten Analysten keineswegs. Zwar werden kleinere Korrekturen für möglich gehalten, über den Tag hinaus zeigt man sich aber ausgesprochen zuversichtlich.

 

Beste Aussichten für 2013

 

"Die Kurse werden noch weiter steigen", meint Wieland Staud von Staud Research, der Anfang dieses Jahres einen DAX-Stand von 8.000 Punkte per Ende Dezember prognostiziert hatte. "Das wird der DAX dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr ganz schaffen, 2013 aber in jedem Fall." Das deutsche Aktienbarometer werde sich im neuen Jahr zu neuen historischen Höhen aufschwingen.

 

Allerdings sei die jetzige Phase von Rückschlaggefahren geprägt, vor allem aufgrund der wichtigen Widerstandszone zwischen rund 7.420 und 7.550 Punkten, die sich aus den Jahreshöchstständen aus diesem und dem vergangenen Jahr ergebe. "Das wird den generellen Weg nach oben aber nicht gefährden."

 

Einbruch ist Vergangenheit "Die Abwärtsübertreibung, die am 16. November mit dem Fall unter die psychologisch wichtige 7.000er Punkte-Marke ihr Tief fand, ist mittlerweile mehr als ausgebügelt und kann als Bärenfalle ad acta gelegt werden", erklärt Karen Szola, Charttechnikerin für Euro am Sonntag und finanzen.net. Inzwischen sei die Erholung allerdings bereits weit fortgeschritten, der Index stecke inmitten einer massiven Widerstandszone zwischen rund 7.400 und dem Jahreshoch fest. Der jüngste Aufwärtsimpuls neige sich langsam dem Ende zu. Zudem notierten die kurzfristigen Indikatoren in ihren oberen Extremzonen, das Momentum zeige eine leicht fallende Tendenz.

 

Erst Korrektur, dann Jahresendrallye

 

"Nach dem Anstieg von über 500 Punkten wird eine Konsolidierung immer wahrscheinlicher", meint Szola. So sei die neue Rekordmarke nicht auf Schlusskursbasis verteidigt worden. Die zuletzt gebildeten Kerzenformationen wie ein Shooting Star, Hinweis auf ein Ende der Aufwärtsbewegung, und ein Doji, der auf Unsicherheit der Marktteilnehmer schließen lasse, wiesen ebenso auf eine mögliche Verschnaufpause hin. "Die sollte sich bis maximal in den Bereich bei 7.100/7.200 Zählern nach unten ausdehnen", konkretisiert die Analystin.

 

Im Anschluss könne aber der Vorstoß über den massiven Kreuzwiderstand, bestehend aus Horizontalen bei 7.400 und 7.450 Punkten, dem Jahreshoch und dem ehemaligem Aufwärtstrend aus dem Sommer bei etwa 7.480 Zählern, in Angriff genommen werden. "Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über diese Barriere, so wäre das der Startschuss für die Jahresendrally mit Kursziel 7.600/7.800 Zählern." Szola erwartet diese für die zweite Dezemberhälfte.

 

Investoren glauben an Anstieg

 

Auch die Anleger zeigen sich ganz klar optimistisch, wie die Umfrageder Frankfurter Börse bei 300 aktiven Investoren zeigt. Der Bull/Bear-Index, der vergangene Woche gefallen war, ist wieder gestiegen und liegt nun mit 76,7 nach zuvor 71,1 Punkten nochmals deutlicher oberhalb der 50-Punkte-Marke, die Optimisten und Pessimisten trennt. Das Bullenlager hat im Vergleich zur Vorwoche 6 Prozent zugelegt, sowohl das Bären- als auch das neutrale Lager haben Abgänge zu verzeichnen. Mit 64 Prozent rechnen nun fast zwei Drittel der Befragten mit steigenden Kursen.

 

Der Bull/Bear-Index misst den absoluten Optimismus im Markt. Dafür werden die Optimisten ins Verhältnis zu den Pessimisten gesetzt und mit den neutral Gestimmten gewichtet. Werte unter 50 Punkte zeigen eine pessimistische Gesamtstimmung der Anleger. Was es bedeutet, können Sie ab 17 Uhr bei boerse-frankfurt.de/sentiment lesen.

 

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© 5. Dezember 2012 / Anna-Maria Borse

 

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

(DEUTSCHE-BOERSE AG)
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