Massive Abschläge: DAX verteidigt knapp 6.000 -- Euro fällt -- Banken helfen Athen -- Lufthansa schreibt rote Zahlen -- E.ON steigert Ergebnis -- adidas, Merck & Co., Linde, Pfizer, QIAGEN im Fokus
- D: Einzelhandelsumsatz März
- USA: Autoverkäufe April
- USA: Industrieaufträge März
- USA: Anstehende Hausverkäufe März
- GB: Verbraucherkredite März
- adidas: Quartalszahlen
- alstom: Quartalszahlen
- Archer Daniels Midland: Quartalszahlen
- cash.life: Quartalszahlen
- Cognizant Technology Solutions: Quartalszahlen
- Continental: Quartalszahlen
- DAB bank: Quartalszahlen
- Eckert & Ziegler: Quartalszahlen
- Fresenius: Quartalszahlen
- Fresenius Medical Care: Quartalszahlen
- GILDEMEISTER: Quartalszahlen
- GRENKELEASING: Quartalszahlen
- Hannover Rückversicherung: Quartalszahlen
- Holcim: Quartalszahlen
- Linde: Quartalszahlen
- Merck Co.: Quartalszahlen
- Pfeiffer Vacuum: Quartalszahlen
- Pfizer: Quartalszahlen
- Sandvik: Quartalszahlen
- Swiss Life: Quartalszahlen
- Symrise: Quartalszahlen
- UBS: Quartalszahlen
- Wienerberger: Quartalszahlen
DAX & Co. im Abwärtssog Der deutsche Aktienmarkt knüpfte zunächst an seine positive Vortagesentwicklung an und startete mit Gewinnen in den zweiten Handelstag der Woche. Am Vormittag drehte die Stimmung aber - die Börsen gaben ihre Gewinne ab und rutschten ins Minus. Hintergrund waren erneute Störfeuer von Seiten der Ratingagenturen: Spekulationen zufolge ist das aktuelle Hilfspaket für Griechenland unzureichend, der Finanzierungsbedarf das Landes sei höher als angenommen. Auch Sorgen um Portugal und Spanien keimten wieder auf, was die Märkte erneut unter Druck setzte. Am Nachmittag wurde zudem bestätigt, dass ein Konsortium unter der Leitung der Deutschen Bank zur Hilfe für Griechenland beitragen will (zum Video).
Am Dienstag ging ein wahrer Zahlenregen an den deutschen Parketts nieder. Neben Fresenius Medical Care und Fresenius öffnete auch Linde die Bücher. Der Industriegasekonzern konnte von einer Nachfrageerholung profitieren. Gut lief das Auftaktquartal für den Automobilzulieferer Continental, der die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft hat, während der Werkzeugmaschinenbauer GILDEMEISTER einen Verlust einfuhr. Für positive Nachrichten sorgte adidas (zum Video). Der Sportartikelhersteller hat die Messlatte für das Gesamtjahr höher gelegt. Zudem stehen Autobauer im Fokus - die Erholung des US-Marktes hat sich im April weiter fortgesetzt, die meisten heimischen Automobilhersteller konnten sich über Absatzsteigerungen freuen. Außerdem legte die Deutsche Lufthansa eine tiefrote Bilanz für das Auftaktquartal vor. Des Weiteren überraschte der Energiekonzern E.ON mit Eckdaten für die ersten drei Geschäftsmonate 2010.
Der DAX notierte zum Start mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 6.176,24 Punkten. Am Vormittag drehte der Leitindex bereits ins Minus und baute seine Verluste deutlicher aus. Die 6.000er-Marke wurde kurzzeitig unterschritten. Mit einem deutlichen Abschlag rutschte die Aktie der Deutschen Telekom ans Indexende - die Titel wurden heute ex Dividende gehandelt. Der DAX ging letztlich um 2,6 Prozent auf 6.007 Zähler in die Knie.
Der TecDAX legte zum Handelsstart am Dienstag 0,6 Prozent zu und stieg bei 817 Zählern in den Handel ein. Die Techwerte bauten ihre Gewinne zunächst weiter aus, mussten ihre Tageshochs aber ebenfalls hinter sich lassen und drehten in die Verlustzone. Titel von Pfeiffer Vacuum konnten nach positiv aufgenommenen Quartalszahlen den Gesamtmarkt vor höheren Verlusten bewahren. Der TecDAX rutschte um 2,8 Prozent auf 789 Indexpunkte ab und damit unter den psychologisch wichtigen Zählerstand von 800 Punkten.
17:17 Uhr: Euro fällt unter 1,31 DollarAngesichts der anhaltenden Unsicherheit in der Eurozone ist der Kurs des Euro erstmals seit April 2009 bei 1,3026 Dollar unter die Marke von 1,31 Dollar gefallen. Experten zufolge gebe es neben den Unsicherheiten um Griechenland weiterhin die Angst, dass die Krise auf weitere Länder wie Portugal und Spanien übergreifen könnte. <
16:32 Uhr: E.ON weist Ergebnisanstieg ausDer Energiekonzern E.ON hat heute überraschend vorläufige Zahlen für das erste Quartal präsentiert. Das Adjusted EBIT lag mit gut 3,7 Milliarden Euro 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Für das laufende Fiskaljahr wird unverändert eine Steigerung des Adjusted EBIT zwischen null und drei Prozent sowie ein bereinigter Konzernüberschuss auf Vorjahresniveau erwartet.
16:25 Uhr: Bristol-Myers Squibb kauft eigene Aktien zurückDer US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb hat ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Das Board of Directors hat zum Erwerb eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu drei Milliarden Dollar ermächtigt. Der Aktienrückkauf sei unbefristet und werde in den kommenden Jahren durchgeführt.
16:11 Uhr: Mehr Aufträge für US-IndustriegüterDer Auftragseingang für Industriegüter ist im März um 1,3 Prozent gestiegen, während Volkswirte ein Minus von 0,2 Prozent prognostiziert hatten. Beim Auftragseingang langlebiger Güter wurde hingegen ein Minus von 0,6 Prozent verzeichnet.
16:04 Uhr: Anstehende US-Hausverkäufe ziehen anDie Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im März gestiegen. Der entsprechende Index kletterte gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent, wohingegen Volkswirte einen Anstieg um 5,0 Prozent prognostiziert hatten.



