von Euro-Redakteur Matthias Fischer
Das japanische Pharmaunternehmen Astellas bietet für den US-Wettbewerber OSI, der US-Pharmaproduzent Cephalon möchte den Schweizer Generika-Hersteller Mepha kaufen. Und der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will den US-Laborausrüster Millipore übernehmen.
Damit liegen die Unternehmen voll im Trend: „Vor allem in drei Bereichen zeichnen sich verstärkte Übernahmeaktivitäten ab“, sagt Samuel Stursberg von der Investmentgesellschaft Adamant Biomedical. „Dazu zählen Anbieter von Forschungs- und Produktionstechnologien, Entwickler von Wirkstoffen und regionale Generika-Hersteller.“ Übernahmen sorgen meist für explodierende Notierungen – so stieg etwa die OSI-Aktie innerhalb eines Tages um 40 Prozent.
Entsprechend attraktiv sind die Übernahmekandidaten – wie die Pall Corporation. Die Investmentgesellschaft Jefferies sieht den US-Hersteller für Filter- und Separationslösungen als heißes Ziel und rät, die Aktie zu kaufen. Auch das niederländische Diagnostikunternehmen Qiagen oder die Münchner Biotechfirma Morphosys werden immer wieder genannt. Karen Anderson von Morningstar, einem Anbieter für Investmentanalysen, nennt Vertex Pharmaceuticals als Top-Übernahmekandidat.
„Sieht man von großen Pharmafirmen ab, könnte fast jeder das Ziel werden. Es ist darum schwierig, die entsprechenden Firmen vorher zu bestimmen. Aber von einer Übernahme profitieren meist auch die Aktien der Wettbewerber“, sagt Stursberg. Entsprechend interessant sind Investments in der Branche, etwa mithilfe eines spezialisierten Fonds wie dem Lacuna Apo Biotech.
Bildquellen: Merck Group