Nach Regierungsangaben aus Paris setzte sich das französische Unternehmen
Dassault Aviation mit der Rafale durch. "Wir haben den Vertrag gewonnen", sagte Staatssekretär Pierre Lellouche am Dienstag dem Nachrichtensender BFMTV. In einer Phase von "exklusiven Verhandlungen" gebe es allerdings noch einige Dinge zu klären.
Nach indischen Medienberichten machten die Franzosen ein günstigeres Angebot. Bis zu einem Vertragsabschluss könnten noch bis zu sechs Monate vergehen, hieß es aus Kreisen im Verteidigungsministerium. Eine offizielle Bestätigung aus dem Haus gab es zunächst nicht.
Indien will seine Luftwaffen modernisieren und hat dafür im April vergangenen Jahres aus mehreren Angeboten den Eurofighter Typhoon und die Rafale in die engere Auswahl genommen. Das Volumen des Auftrags wird auf rund 10 Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) geschätzt. Die ausgeschiedenen Mitbewerber waren die F/A-18 Super Hornet von Boeing, die F-16 von Lockheed Martin (beide USA), die russische MiG-35 von United Aircraft und die Gripen des schwedischen Herstellers Saab.
Der Auftrag aus Indien wäre der erste aus dem Ausland für die französische Rafale. Die Aktien des Herstellers Dassault schossen am Dienstagmittag um mehr als 20 Prozent in die Höhe./stm/DP/tw
NEU DELHI (dpa-AFX)