08.01.2013 12:18
Bewerten
 (4)

Arbeitslosigkeit in der Eurozone erreicht neuen Rekord

Mehr Arbeitslose
Die Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf einen neuen Rekord getrieben.
Im November waren in den 17 Ländern mit der Gemeinschaftswährung 18,8 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag meldete. Das entspricht einer Quote von 11,8 Prozent - 0,1 Prozentpunkte oder 113 000 mehr als im Vormonat. Zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosenzahl um mehr als 2,01 Millionen.

   Die höchsten Arbeitslosenanteile wiesen wie schon zuvor Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26 Prozent im September) auf. Damit war hier mehr als jeder Vierte ohne Job.

    In den Krisenländern sind die Zahlen zudem besonders rasant geklettert: In Griechenland stieg die Quote zwischen September 2011 und September 2012 um 7,1 Prozentpunkte. Im ebenfalls gebeutelten Zypern legte die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres um 4,5 Prozentpunkte zu, auf 14 Prozent im November. In Spanien lag der Anstieg bei 3,6 Prozent innerhalb eines Jahres.

 Deutschland gehörte mit 5,4 Prozent zu den Ländern mit der niedrigsten Quote. Die anteilig wenigsten Arbeitslosen hatte Österreich (4,5 Prozent). In Luxemburg und den Niederlanden sind es weniger als 6 Prozent.

  Besonders hart trifft die Krise junge Menschen. Fast jeder Vierte unter 25 Jahren (24,4 Prozent) war in der Eurozone ohne Arbeit, das sind 3,7 Millionen. Der vergleichsweise hohe Wert ist aber teilweise in den Rechenmethoden der Statistiker begründet: Studenten und Auszubildende stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, dadurch machen sich Arbeitslose in der Statistik stärker bemerkbar.

    Die Jungen leiden besonders in Griechenland und Spanien: Dort war jeder Zweite junge Mensch ohne Arbeit. In der Slowakei war es mehr als jeder Dritte. Aber auch Italien meldete einen Rekord bei der Jugendarbeitslosigkeit im November von 37,1 Prozent, wie das Statistikamt Istat in Rom berichtete, ein Anstieg um 5 Prozentpunkte zum Vorjahresmonat.

   Deutschland, Österreich und die Niederlande schlagen sich - wie bei der Beschäftigungssituation insgesamt - auch bei der Jugendarbeitslosigkeit vergleichsweise gut: Weniger als jeder Zehnte unter 25 Jahren ist hier ohne Arbeit.

     Die Situation in der Europäischen Union insgesamt ist ein wenig besser als die Lage in der Eurozone. 26,1 Millionen Menschen waren im November in allen 27 EU-Ländern ohne Job, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 10,7 Prozent.

    LUXEMBURG/BRÜSSEL (dpa-AFX)

Bildquellen: Gunnar Pippel / Shutterstock.com, Patryk Kosmider / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

DAX schließt fest -- Dow kaum bewegt -- Fed: Leitzins unverändert -- Bayer reduziert Umsatzprognose -- Deutsche Bank-Gewinn bricht ein -- BASF mit schwachem Quartal -- PUMA, Apple, Twitter im Fokus

Wirecard hält an Jahresprognose fest. SÜSS Microtec erwartet weniger Aufträge. Deutsche Börse steigert Nettogewinn. HOCHTIEF mit Gewinnsprung. Probleme mit Jumbo und Dreamliner reißen Boeing in die Verlustzone. Geistesblitze bei Conti sparen seit 2012 halbe Milliarde Euro ein.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wo hat man am meisten Urlaub?
Rohstoff-Performer im ersten Halbjahr 2016
DAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
Welche deutsche Stadt ist bereit für die Zukunft?
TecDAX-Performer im ersten Halbjahr 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?