Mehr Verkaufstage im Oktober haben den Autoabsatz in Deutschland wieder leicht ins Plus gehoben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Neuzulassungen minimal um etwa 0,5 Prozent auf 259.600 zu, wie der Branchenverband VDA am Freitag mitteilte. Allerdings hatte der vergangene Monat zwei Arbeitstage mehr als der Oktober 2011. Das umgekehrte Bild hatte es im September gegeben, als 11 Prozent weniger Neuwagen auf die Straße gekommen waren als ein Jahr zuvor. Hier hatte es in diesem Jahr zwei Werktage weniger gegeben als 2011.
Die Wahrheit über die aktuelle Entwicklung auf dem deutschen Automarkt dürfte also etwa in der Mitte liegen. Tatsächlich ergibt sich ein Rückgang von gut 5 Prozent, wenn man die Neuzulassungen von Oktober und September zusammenzählt und mit der Summe aus den beiden Monate von 2011 vergleicht. Die zusätzlichen und fehlenden Werktage gleichen sich dann aus. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Absatz in Deutschland knapp zwei Prozent unter den ersten zehn Monaten von 2011.
Auch der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, bezeichnet das Mini-Plus im Oktober nicht als Trendwende. "Wir sollten das nicht überbewerten. Vor allem die privaten Kunden sind aufgrund der anhaltenden Schuldenkrise in Europa weiterhin verunsichert."
Fehlende Verkäufe können die deutschen Hersteller derzeit unter anderem durch gute Geschäfte in den USA ausgleichen. Dort legten
Volkswagen vz,
Daimler,
BMW und Co. nach VDA-Zahlen im Oktober verglichen mit dem Vorjahresmonat um 20 Prozent auf 1 Million Pkw und leichte Transporter zu./mmb/enl/stk BERLIN (dpa-AFX)
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