Merkel: Schuldensünder Portugal benötigt kein zweites Hilfspaket

Merkel betonte, sie habe allergrößte Hochachtung vor dem, "was im Augenblick in dem Land geleistet wird". Portugal habe die Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern eingehalten und "die notwendigen Veränderungen mutig umgesetzt". Sie sei sich darüber im Klaren, dass von den Portugiesen große Opfer verlangt würden. Das Ergebnis der "schmerzhaften" Veränderungen" werde eines Tages jedoch positiv sein. Auch in Deutschland habe es Zeit gebraucht, bis man die Ergebnisse "einschneidender Reformen" habe sehen können.
Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende wurde am Montag in Lissabon erwartet. Dort wollte sie sich mit Präsident Anibal Cavaco Silva und Ministerpräsident Pedro Passos Coelho treffen. Außerdem wollte sie am späten Nachmittag an einem Unternehmertreffen teilnehmen. Es wurde mit Massenprotesten gerechnet. Sie betonte, ihr Besuch sei ein Beitrag, dass "wir hilfreich sein wollen auf deutscher Seite". Portugal hatte 2011 von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) ein 78-Milliarden-Euro-Hilfspaket erhalten.
LISSABON (dpa-AFX)
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